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Abmahnung durch Waldorf Frommer für den Film "Der Knastcoach" | Warner Bros. Entertainment GmbH

Rechtstipp vom 04.07.2016
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Rechtstipp vom 04.07.2016
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Berichten zufolge mahnt die Münchener Kanzlei Waldorf Frommer im Auftrag der Warner Bros. Entertainment GmbH wegen des Films „Der Knastcoach“ ab.

Was wird von Ihnen verlangt?

Für das Anbieten des Films „Der Knastcoach“ verlangt Waldorf Frommer für die Rechteinhaberin Warner Bros. Entertainment GmbH nach den Grundsätzen der Lizenzanalogie einen Schadenersatz und Rechtsanwaltskosten. Diese betragen dann üblicherweise mehrere hundert Euro. Innerhalb einer kurzen Frist soll im Übrigen eine beigelegte Unterlassungserklärung unterschrieben werden.

Konkret bezieht sich der Vorwurf darauf, dass der Abgemahnte den Film über die Internettauschbörse BitTorrent zum Download bereitgestellt haben soll. Der Inhaber des Internetanschlusses ist stets auch der Adressat der Abmahnung, da über seinen Anschluss die Rechtsverletzung begangen worden sein soll.

Die Vorwürfe können unberechtigt sein!

Deshalb sollte eine Unterlassungserklärung nur abgegeben werden, wenn Sie für die Rechtsverletzung überhaupt verantwortlich sind. Ob Sie zur Verantwortung gezogen werden können und – wenn ja – in welchem Umfang, muss in jedem Fall vorab geklärt werden. Auf gar keinen Fall sollten Sie die der Abmahnung beiliegende Unterlassungserklärung einfach unterschreiben und zurückschicken!

Wie können Sie mit der „Knastcoach”-Abmahnung umgehen?

  • Lassen Sie sich nicht durch die kurzen Fristen irritieren, die oftmals nur gesetzt werden, um Sie zu vorschnellem Handeln zu zwingen.
  • Bleiben Sie ruhig und reagieren Sie besonnen. Eine Reaktion auf die Abmahnung sollte auf jeden Fall erfolgen. Sie riskieren sonst die Einleitung von Gerichtsverfahren, verbunden mit zusätzlichen Kosten.
  • Prüfen Sie, ob jemand aus dem Haushalt oder Freundeskreis für die Rechtsverletzung in Betracht kommt, wenn Sie nicht für den Rechtsverstoß infrage kommen.
  • In der Ihnen vorgegebenen Form sollte die geforderte Unterlassungserklärung nicht abgegeben werden. Dies kann dazu führen, dass Rechtsverletzungen – sogar lebenslang – zu Vertragsstrafen führen können. Unterschreiben Sie nichts ungeprüft!
  • Zahlungen sollten ohne sorgfältige anwaltliche Prüfung der Sachlage nicht erfolgen. Es gilt, jeden Einzelfall gesondert zu betrachten. Daher ist es unerlässlich, sich fachkundigen Rat zu holen.
  • Hüten Sie sich davor, die Sache selbst in die Hand zu nehmen und Ihren Standpunkt der abmahnenden Kanzlei zu erklären. Sie riskieren, der Gegenseite Informationen an die Hand zu geben, die gegen Sie verwendet werden können.

Wir beraten Sie gerne. Sie finden uns auf unserer Kanzleihomepage.

Ihr Rechtsanwalt Kai Jüdemann


Rechtstipp aus dem Rechtsgebiet Urheberrecht & Medienrecht

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