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Betagte Schimpansen, bedrohte Rindviecher, Kuhglocken und zu viele Insekten: Tiere vor Gericht

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Betagte Schimpansen, bedrohte Rindviecher, Kuhglocken und zu viele Insekten: Tiere vor Gericht
anwalt.de kurios – skurrile Ereignisse zum Thema Recht

„Tiere sind die besseren Menschen“ heißt es manchmal. Kein Wunder also, dass ihre Fälle immer wieder vor Gericht verhandelt werden.

Schimpansen-Senior Robby darf Zirkusaffe bleiben

Der über 40-jährige Schimpanse Robby gilt als letzter Menschenaffe in einem Zirkus. Tierschützer bestanden drauf, dass er ein Recht darauf habe, seinen Lebensabend unter Artgenossen zu verbringen.

Der kleine Kölner Zirkus Belly, in dem Robby zu Hause ist, sah das anders. Seine Mitglieder bestanden darauf, dass der Menschenaffe untrennbar zur Zirkusfamilie gehöre. Man könne ihn nicht einfach gehen lassen. Der Zirkusdirektor ging vor Gericht und gewann. „Ich freue mich, dass ich mein Kind behalten kann“, so der 70-Jährige gegenüber der Presse.

Ärger um hungrige Rinder im Rothaargebirge

Wisents gelten als besonders friedliebende Tiere. Ein gemeinnütziger Verein wollte die fast ausgestorbenen Rinder im Rothaargebirge wieder ansiedeln. Dummerweise entdeckten die imposanten Tiere das Grundstück eines Bauern und fraßen die Rinde seiner Buchen ab.

Der Landwirt verlangt nun, dass der Verein dafür sorgt, dass die Rinder um seinen Besitz einen weiten Bogen machen. Mitte November soll der Fall vor Gericht entschieden werden.

Depressionen wegen Kuhglocken und Krabbelviechern

„Die ganze Zeit bimmelt es – Tag und Nacht“, beschwerte sich ein Ehepaar über die Kuhglocken auf dem Nachbargrundstück. Die beiden hatten vor einigen Jahren ein idyllisches Landhaus im oberbayerischen Holzkirchen gekauft. Die Geräuschbelästigung, die mit der ländlichen Umgebung einhergehen kann, hatten sie anscheinend nicht bedacht. Sie zogen schließlich vor Gericht und argumentierten, wegen des Kuhglockenlärms an Schlaflosigkeit und Depressionen zu leiden.

Die Klage des geräuschempfindlichen Ehepaars wurde abgewiesen und mit einiger Häme seitens der Prozessbeobachter bedacht. Nun möchte das Ehepaar gegen die Insekten vorgehen, die von dem natürlichen Düngemittel des benachbarten Bauernhofs angezogen werden. Der Prozess wurde letzte Woche am Landgericht München II fortgesetzt.

(JSC)

Foto : Shutterstock.com/Ollyy


Rechtstipp vom 12.11.2018

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