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Verzugspauschale auch für Arbeitnehmer

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Nach § 288 Absatz 5 BGB kann der Gläubiger einer Entgeltforderung bei Verzug des Schuldners, sofern dieser nicht Verbraucher ist, eine Pauschale in Höhe von 40 Euro beanspruchen.

Diese Reglung wurde mit Wirkung zum 29.07.2016 eingeführt und gilt daher für Verträge, die nach dem 28.07.2014 geschlossen wurden. Für Forderungen für Leistungen ab dem 01.07.2016 ist § 288 Absatz 5 BGB auch bei älteren Verträgen anwendbar.

Das Landesarbeitsgericht Köln hat jetzt dazu entschieden, dass dieses auch dann gilt, wenn ein Arbeitgeber einem Arbeitnehmer sein Gehalt verspätet zahlt (Urteil vom 22.11.2016, 12 Sa 524/16). Die Regelung einer Verzugspauschale gilt nach der Ansicht der Richter auch im Arbeitsrecht, obwohl es hier – anders als im allgemeinen Zivilrecht – keinen Anspruch auf Erstattung außergerichtlicher Rechtsverfolgungskosten gibt. Ziel der Regelung sei es, den Druck auf Schuldner zu erhöhen, Zahlungen pünktlich zu erbringen. Das soll daher auch für Arbeitgeber gelten. Die Revision zum Bundesarbeitsgericht wurde durch das Landesarbeitsgericht Köln zugelassen.

Schuldner einer Entgeltforderung im Allgemeinen und Arbeitnehmer im Speziellen sollten also prüfen, ob ihr Gehalt nach dem vereinbarten Fälligkeitstermin gezahlt wurde. Ist dies der Fall, so kann grundsätzlich für jede verspätete Zahlung, sofern keine wirksame Ausschlussfrist vereinbart oder die Forderung bereits verjährt ist, eine Verzugspauschale nach § 288 Absatz 5 BGB in Höhe von 40 € beansprucht werden.

Darüber hinaus bleibt es aber bei dem Grundsatz, dass im Arbeitsrecht in der ersten Instanz kein Anspruch auf Erstattung außergerichtlicher Rechtsverfolgungskosten besteht.


Rechtstipp vom 22.12.2016
aus dem Rechtsgebiet Arbeitsrecht

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            Rechtsanwalt Maximilian Bachmann (Grawert PartmbB Rechtsanwälte Steuerberater) Rechtsanwalt Maximilian Bachmann

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