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Ukraine-Krieg: Rechtliche Informationen für Flüchtlinge und Helfer – Legal advice for refugees and aides

  • 20 Minuten Lesezeit

Was benötigen aus der Ukraine flüchtende Menschen zur Einreise nach Deutschland?

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Ukrainische Staatsangehörige durften bereits vor dem Krieg in der Ukraine ohne Visum nach Deutschland einreisen und sich dort bis zu 90 Tage lang aufhalten. Eine Einreise ist aktuell zudem ohne biometrischen Pass möglich. Die pandemiebedingte Notwendigkeit einer Anmeldung der Einreise besteht nicht mehr.

Einreisen dürfen auch Personen mit einer anderen Staatsangehörigkeit, die normalerweise ein Visum in Deutschland benötigen würden, wenn sie vor dem Krieg in der Ukraine flüchten. Aufgrund einer Ausnahme können sie einen Aufenthaltstitel auch erst in Deutschland beantragen. 

Wenn sie in Deutschland bleiben wollen, müssen sie zur zuständigen Ausländerbehörde gehen. Nur dort können sie einen Aufenthaltstitel erhalten, der ein Recht zum Verbleib in Deutschland gibt. Grundsätzlich ist ein gültiger Pass vorzulegen. Die Erteilung der Aufenthaltserlaubnis darf aber nicht davon abhängig gemacht werden. Betroffene müssen allerdings an der Klärung ihrer Herkunft mitwirken. Können Papiere nicht zumutbar beschafft werden, erhalten sie Ausweisersatzpapiere. 

Die herrschende Corona-Pandemie verpflichtet grundsätzlich zu einem Corona-Test bei der Einreise. Ohne eine festgestellte Infektion gilt jedoch keine Quarantänepflicht. Corona-Testmöglichkeiten soll es an der Grenze geben. Tests sind auch in Deutschland in Testzentren möglich. Das gilt auch für Impfungen. 

Eine Einreise kann Personen verweigert werden, für die ein Einreiseverbot und Aufenthaltsverbot besteht. Das gilt auch für Personen, von denen eine Gefahr für die öffentliche Ordnung oder die innere Sicherheit in Deutschland ausgeht. 

Wie lange dürfen geflüchtete Menschen aus der Ukraine in Deutschland bleiben?

Ukrainerinnen und Ukrainer dürfen sich bis zu 90 Tage ab ihrer Einreise in Deutschland aufhalten. Danach müssen sie eine Aufenthaltserlaubnis besitzen. Diese müssen sie persönlich bei der Ausländerbehörde beantragen. Mit der Aufenthaltserlaubnis nach § 24 Aufenthaltsgesetz dürfen sie sich mindestens ein Jahr in Deutschland aufhalten. Möglich ist damit derzeit ein Aufenthalt in Deutschland für bis zu drei Jahre. Die Aufenthaltserlaubnis muss dafür vor ihrem Ablauf verlängert werden.

Geflüchtete Menschen genießen vorübergehenden Schutz in allen EU-Ländern und damit auch in Deutschland aufgrund der Massenzustrom-Richtlinie. Sie müssen deshalb kein Asyl beantragen und kein Asylverfahren durchlaufen. Ukrainerinnen und Ukrainer müssen in Deutschland jedoch eine Aufenthaltserlaubnis nach § 24 Aufenthaltsgesetz beantragen. 

Den vorübergehenden Schutz erhält auch, wer eine andere Staatsangehörigkeit oder keine Staatsangehörigkeit besitzt. Nicht ukrainische Staatsangehörige müssen sich zuvor jedoch rechtmäßig in der Ukraine aufgehalten haben oder dort besonderen Schutz genossen haben. Besteht ein Verdacht, dass jemand schwerste Straftaten begangen hat, kann die Ausländerbehörde die Aufenthaltserlaubnis verweigern.

Die Aufenthaltserlaubnis gilt auch für die Familienangehörigen. Familienangehörige sind neben dem Ehegatten, deren jeweils nicht erwachsene und nicht verheiratete Kinder. Auch Eltern unbegleiteter minderjähriger Kinder und Jugendlicher können diese Aufenthaltserlaubnis erhalten. Für sonstige Familienangehörige muss eine außergewöhnliche Härte vorliegen. Das ist etwa bei Familienangehörigen der Fall, die auf Hilfe angewiesen sind. 

Menschen, die nicht zu diesen Personen zählen, benötigen eine andere Aufenthaltserlaubnis. Wer keine Aufenthaltserlaubnis besitzt, kann eine Duldung erlangen und ist – solange diese besteht – nicht zur Ausreise aus Deutschland verpflichtet. 

Was müssen Flüchtlinge nach der Einreise in Deutschland tun?

Geflüchtete ohne Visum oder anderen Aufenthaltstitel oder ohne Pass sollten sich nach ihrer Ankunft an die Polizei, direkt an die lokale Ausländerbehörde oder an eine für geflüchtete Personen zuständige Stelle vor Ort wenden. Das gilt auch, wenn sie kein ausreichendes Vermögen zum Leben haben.

Ukrainische Staatsbürger dürfen sich visumfrei nur 90 Tage in Deutschland aufhalten. Wichtig ist deshalb auch für sie der Antrag auf eine Aufenthaltserlaubnis, die ihnen ein Recht zum Aufenthalt für mindestens ein Jahr gibt. Für den Erhalt einer Aufenthaltserlaubnis müssen Ausländer persönlich zur Ausländerbehörde an ihrem Aufenthaltsort gehen. 

In der Regel befindet sich die Ausländerbehörde in einem Landkreis bei einem Landratsamt oder in großen Städten bei der Stadtverwaltung. Die Adressen der nächsten Ausländerbehörden zeigt diese Karte des BAMF (Bundesamt für Migration und Flüchtlinge). Ein ukrainischer Pass erleichtert die Antragstellung. Er ist jedoch keine zwingende Voraussetzung für den Erhalt der Aufenthaltserlaubnis.

In Deutschland müssen Menschen ihren Wohnsitz melden. Zuständig dafür ist das Einwohnermeldeamt in der Stadt oder Gemeinde des Wohnsitzes. Die Meldung muss zwei Wochen nach dem Bezug einer Unterkunft erfolgen. Dort können sie auch die Haushaltsbescheinigung für den Antrag auf Kindergeld bestätigen lassen. Der Antrag auf Kindergeld muss zusammen mit weiteren Unterlagen bei der Familienkasse erfolgen. Mehr dazu auf der Seite der Familienkasse zum Kindergeldantrag.

Infolge des Krieges kommen auch minderjährige Kinder und Jugendliche ohne Eltern oder andere erziehungsberechtigte bzw. sorgeberechtigte Personen nach Deutschland. Wer solche unbegleitete Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren in Obhut hat, muss mit diesen zum Jugendamt gehen. Dieses kümmert sich um Schritte wie insbesondere zur Betreuung der Kinder und Jugendlichen.

Wie finde ich eine Unterkunft in Deutschland? 

Es gibt eine große Zahl an Angeboten von Unterkünften durch Privatpersonen, Unternehmen und den Staat.

Private Angebote finden sich unter anderen auf oder über diesen Seiten: 

Außerdem vermitteln Landkreise, Gemeinden und Städte private Unterkünfte, die ihnen private Anbieter melden. Informationen nennen deren Internetseiten.

Deutschland verfügt zudem über sogenannte Erstaufnahmeeinrichtungen und Ankereinrichtungen. Die Landkreise und Städte errichten gerade weitere Notunterkünfte. In diesen Einrichtungen findet eine verpflichtende Erstuntersuchung statt. Damit sollen Infektionskrankheiten wie insbesondere Tuberkulose erkannt werden.

Von diesen Unterkünften sollen sie in anderen Unterkünfte gelangen. Hier gibt es private Angebote. Öffentliche Einrichtungen werden zur Verfügung gestellt. Kommunen bieten zudem Sozialwohnungen im Rahmen ihrer Möglichkeiten auch zur Flüchtlingshilfe an.

Geflüchtete können ihren Aufenthaltsort dabei grundsätzlich nicht frei wählen. Die Behörden können einen Ort zuweisen. Sie müssen dabei aber die Familienverhältnisse achten, damit keine Familien getrennt werden. Ziel ist eine gleichmäßige Verteilung der geflüchteten Menschen. Die EU will alle Kriegsflüchtlinge deshalb in ihren 27 Mitgliedstaaten verteilen. Auch die 16 deutschen Bundesländer verteilen Flüchtline in Deutschland gleichmäßig nach einer festgelegten Quote. 

Was gilt bei einer Erkrankung flüchtender Menschen?

Flüchtlinge, die medizinische Hilfe benötigen, können sich behandeln lassen. Das gilt auch im Falle schwerer Krankheiten wie zum Beispiel von Krebs. Ebenso erhalten Schwangere Hilfe. 

Liegt kein Notfall vor, ist ein Kontakt mit der Ausländerbehörde vor Ort wichtig vor der Behandlung. Je nach Bundesland erhalten betroffene Personen einen Behandlungsschein oder eine Versicherungskarte im Kreditkartenformat. Darüber können medizinische Einrichtungen wie Krankenhäuser oder Arztpraxen ihre Leistungen mit der Krankenkasse abrechnen.

Aufgrund der anhaltenden Corona-Pandemie können Geflüchtete sich in Deutschland gegen das Coronavirus und andere Krankheitserreger impfen lassen: Weitere Informationen zum Impfschutz nach der Ankunft in Deutschland des Robert-Koch-Instituts

Welche Hilfen können anerkannte Flüchtlinge vom Staat erhalten?

Staatliche Hilfen setzen grundsätzlich eine Aufenthaltserlaubnis voraus. Das bedeutet, es besteht solange kein Anspruch auf reguläre Sozialleistungen wie nach dem Asylbewerberleistungsgesetz, dem SGB II und dem SGB XII.

Hilfsbedürftige Personen können in der ersten Zeit jedoch Überbrückungsleistungen in Form von Sachleistungen, Unterkunft und medizinischer Behandlung bei Krankheit oder Schwangerschaft erhalten. Zuständig für diese Überbrückungsleistungen ist das Sozialamt vor Ort.

Anerkannte Flüchtlinge aus der Ukraine erhalten folgende Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz, so wie auch Asylbewerber sie erhalten:

Alleinstehend 367 €
Alleinerziehend 367 €
Paare in einer Wohnung 330 €
Unterbringung in Sammelunterkunft 330 €
Erwachsene in einer stationären Einrichtung 294 €
Erwachsene unter 25 Jahren, die im Haushalt der Eltern leben 294 €
Jugendliche zwischen 14 und 17 Jahre 326 €
Kinder zwischen 6 und 13 Jahre 283 €
Kinder bis 5 Jahre 249 €

Welche Hilfen gibt es besonders für Kinder und Jugendliche?

Die Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz umfassen Beträge für Kinder und Jugendliche, die unter der Frage Welche Hilfen können anerkannte Flüchtlinge vom Staat erhalten? genannt werden.

Unanfechtbar anerkannte Flüchtlinge und Asylberechtigte, die in Deutschland wohnen, haben Anspruch auf Kindergeld für ihre Kinder. Kinder ohne Eltern bzw. Kinder ohne Kenntnis, wo ihre Eltern sind, erhalten ebenfalls Kindergeld. Der Antrag auf Kindergeld ist bei einer Familienkasse zu stellen. Für diesen werden weitere Unterlagen und Informationen benötigt. Mehr dazu auf der Seite der Familienkasse zum Kindergeldantrag

Das Kindergeld beträgt jeweils pro Kind:

1. Kind 219 €
2. Kind 219 €
3. Kind 225 €
Ab dem 4. Kind 250 €

Kinder und Jugendliche haben nach der UN-Kinderrechtskonvention ein Recht auf Betreuung und Bildung. Schulpflicht besteht in Deutschland grundsätzlich ab einem Alter von sechs Jahren mit Unterschieden in den 16 deutschen Bundesländern. Das bedeutet: Kinder aus der Ukraine sind ab einem schulpflichtigen Alter in Deutschland schulberechtigt. In einigen Schulen können sie bereits den Unterricht vor Ort besuchen. Dafür soll es zusätzliche Klassen geben. Das Erlernen der deutschen Sprache und eine schulpsychologische Betreuung soll im Mittelpunkt stehen. Auch ukrainische Lehrer sollen unterrichten können. Eine Integration in bestehende Klassen planen die Bundesländer mit Beginn des nächsten Schuljahres im August bzw. im September. 

Welche Hilfen gibt es für Flüchtlinge von privater Seite? 

Die hohe Zahl an Flüchtlingen infolge des russischen Angriffskriegs hat zu vielfältigen privaten Hilfsangeboten geführt. Privat angeboten werden zur Flüchtlingshilfe insbesondere

  • Unterkünfte 

  • Essensversorgung 

  • Kleidung 

  • Sachen für den täglichen Gebrauch 

  • Kinderbetreuung 

  • Fahrgelegenheiten 

  • Freizeitveranstaltungen 

  • Sprachkurse 

Vor allem Internetseiten von Städten, Landkreisen und Gemeinden zeigen zunehmend die Angebote für die Flüchtlingshilfe vor Ort. Laut Bundesregierung soll in den kommenden Tagen zudem die Plattform „Germany for Ukraine“ starten.

Wer spenden will, sollte auf die Hinweise zu den wirklich benötigten Sachen achten.

Die Deutsche Bahn transportiert Menschen mit ukrainischem Pass oder ukrainischem Aufenthaltsnachweis kostenlos bis Berlin, Dresden, Nürnberg und München. Sie benötigen benötigen dafür keine weitere Fahrkarte: Weitere Informationen der Deutschen Bahn zum kostenlosten Transport

Dürfen aus der Ukraine geflüchtete Menschen in Deutschland arbeiten? 

Aus der Ukraine geflüchtete Menschen dürfen mit einer Aufenthaltserlaubnis nach § 24 Aufenthaltsgesetz in Deutschland auch arbeiten. Sie dürfen damit sowohl selbstständig als auch angestellt arbeiten. Für die Beschäftigung als Angestellter gilt dabei das deutsche Arbeitsrecht.

Seit 13. April 2022 ist die Bewerung und Anerkennung ukrainischer Hochschulabschlüsse über folgende Webseite möglich: https://www.kmk.org/zab/zeugnisbewertung/ua.html

Dies dient zur Klärung, wie der ukrainische ausländische Hochschulabschluss einer deutschen Ausbildung entspricht. Außerdem erfolgt eine Feststellung der akademischen und beruflichen Einsatzmöglichkeiten.

Darf ich Flüchtlinge aus der Ukraine in meine Mietwohnung aufnehmen? 

Vermieter müssen die Aufnahme fremder Personen durch ihren Mieter für sechs bis acht Wochen dulden. Bei einem längeren Aufenthalt kann der Vermieter dagegen vorgehen bis hin zur fristlosen Kündigung. Das ist jedoch ausgeschlossen, wenn es sich bei den Personen um den Ehegatten, eingetragenen Lebenspartner, eigene Kinder und Stiefkinder, die Eltern, eine Hausangestellte oder eine Pflegeperson des Mieters handelt. Mieter sollten ihren Vermieter in jedem Fall möglichst früh über die Aufnahme von Menschen informieren. 

Was muss ich beachten, wenn ich geflüchtete Menschen bei mir aufnehme? 

Eigentümer und auch Mieter dürfen fremde Personen in ihr Haus oder in ihre Wohnung aufnehmen. Unabhängig davon sollte es zu keiner Überbelegung kommen. Als Richtwerte gelten 12 m² pro Person ab 13 Jahren und 6 m² pro Kind unter 13 Jahren. Es entscheidet der Einzelfall.

Wer Flüchtlinge privat aufnimmt, sollte das der zuständigen Ausländerbehörde mitteilen, damit diese planen kann. Zudem müssen sie eine Wohnungsgeberbestätigung ausstellen zur Vorlage beim Einwohnermeldeamt.

Wer Menschen aus der Ukraine aufnimmt, muss sich dabei über eine mögliche längerfristige Aufnahme im Klaren sein, also für einen Zeitraum von mehreren Monaten. Hinzukommt die psychisch belastende Situation.

Wer eine Unterkunft dennoch nicht kostenlos zur Verfügung stellen will, kann eine Beteiligung an den Kosten nur wie folgt erlangen: 

  • Mietfreie Unterbringung, jedoch mit einer Nebenkostenpauschale, die das Sozialamt an eine Person zahlt, wenn sie als bedürftig gilt. 

  • Anmietung der Unterkunft durch die Kommune, die sie den Geflüchteten als Sachleistung zur Verfügung stellt. 

  • Direkte Vermietung an die geflüchteten Personen. Bei erfolgreichem Antrag trägt das Sozialamt die Kosten der Unterkunft in angemessener Höhe. 

Mieter sollten zudem beachten, dass sie dem Vermieter gegenüber für Schäden haften, die die von ihnen aufgenommenen Personen verursachen. Es empfiehlt sich deshalb der Abschluss einer Haftpflichtversicherung. Zudem müssen sie den Vermieter über die Aufnahme fremder Menschen informieren. Der Vermieter muss diese Aufnahme für eine Zeit für bis zu acht Wochen in seinem Mietobjekt hinnehmen.

What do people fleeing Ukraine need to enter Germany?

Before the war in Ukraine, Ukrainian citizens were already allowed to enter Germany without a visa and stay there for up to 90 days. Entry is also currently possible without a biometric passport. The pandemic-related entry registration no longer exists.

Persons with another nationality who would normally need a visa in Germany are also allowed to enter the country if they are fleeing the war in Ukraine. Due to an exception, they can also apply for a residence title only in Germany. If they want to stay in Germany, they have to go to the foreigners authority (Ausländerbehörde). Only there they can obtain a residence title that gives them the right to stay in Germany. In principle, a valid passport must be presented. However, the granting of a residence permit may not be made dependent on this. Those affected must, however, cooperate in clarifying their origin. If papers cannot reasonably be obtained, they receive substitute identity papers.

The prevailing coronavirus pandemic generally obliges people to take a coronavirus test upon entry. However, no quarantine obligation applies without a confirmed infection. Coronavirus testing facilities are to be available at the border. Tests are also possible in test centres in Germany. This also applies to vaccinations.

Entry can be refused to persons who are subject to an entry ban and residence ban. This also applies to persons who pose a threat to public order or internal security in Germany. 

How long are refugees from Ukraine allowed to stay in Germany?

Ukrainians are allowed to stay in Germany for at least 90 days from the date of their entry. After that, they must have a residence permit (Aufenthaltserlaubnis). They must apply for this in person at the foreigners authority (Ausländerbehörde). With the residence permit according to § 24 of the Residence Act (Aufenthaltsgesetz), they may stay in Germany for at least one year. It is currently possible to stay in Germany for up to three years with this permit. The residence permit must be extended before it expires.

Refugees enjoy temporary protection in all EU countries and thus also in Germany due to the Mass Influx Directive. They therefore do not have to apply for asylum or go through an asylum procedure. Ukrainians, however, must apply for a residence permit in Germany according to § 24 of the Residence Act. Temporary protection is also granted to those who have another nationality or no nationality. However, non-Ukrainian nationals must have previously resided legally in Ukraine or have enjoyed special protection there. If there is a suspicion that someone has committed the most serious criminal offences, the foreigners authority can refuse the residence permit. 

The residence permit also applies to family members. Family members are, in addition to the spouse, their respective non-adult and non-married children. Parents of unaccompanied children and adolescents under the age of 18 can also receive this residence permit. For other family members, there must be exceptional hardship. This is the case, for example, with family members who are dependent on assistance.

People who are not among these persons need another residence permit. Those who do not have a residence permit can obtain a toleration (Duldung) and – as long as this exists – are not obliged to leave Germany. 

What refugees must do after entering Germany?

Refugees without a visa or other residence title or without a passport should contact the police, the local foreigners authority or a local office responsible for refugees immediately. This also applies if they do not have sufficient assets to live on.

Ukrainian citizens are only allowed to stay in Germany for 90 days. It is therefore also important for them to apply for a residence permit, which gives them the right to stay for at least one year. To obtain a residence permit, foreigners must go in person to the foreigners authority at their place of residence. Generally, the foreigners authority is located in a district at a district administration office or in large cities at the city administration. The addresses of the nearest foreigners authorities are shown on this map of the BAMF (Federal Office for Migration and Refugees – Bundesamt für Migration und Flüchtlinge). A Ukrainian passport makes it easier to apply. However, it is not a mandatory requirement for obtaining a residence permit.

In Germany, people must register their place of residence. The residents' registration office in the town or municipality of residence is responsible for this. The registration must take place two weeks after moving into accommodation. There they can also have the household certificate for the application for child benefit confirmed. The application for child benefit (Kindergeld) must be submitted to the Family Benefits Office together with other documents. You can find out more about this on the Family Benefits Office's page on applying for Kindergeld.

As a result of the war, underage children and adolescents also come to Germany without parents or other persons with parental authority or custody. Anyone who has such unaccompanied children and youths under the age of 18 in their care must take them to the Youth Welfare Office (Jugendamt). The Jugendamt takes care of steps such as the care of the children and adolescents.

How do I find accommodation in Germany?

There is a large number of accommodation offers by private individuals, companies and the state.

Private offers can be found, among others, on or through the web pages: 

In addition, districts, municipalities and cities arrange private accommodation reported to them by private providers. Information can be found on their websites.

Germany also has so-called initial reception facilities (Erstaufnahmeeinrichtungen) and anchor facilities (Ankerzentrum). The districts and cities are currently setting up more emergency accommodation. A compulsory initial examination takes place in these facilities. This is to detect infectious diseases, especially tuberculosis.

From these shelters, they are to be transferred to other shelters. Private facilities are provided here. Public facilities are made available. Municipalities also offer social housing. 

In principle, refugees cannot freely choose their place of residence. The authorities can assign a place. However, they must respect family relationships so that no families are separated. The goal is an even distribution of refugees. The EU therefore wants to distribute all war refugees in its 27 member states. The 16 German federal states (Bundesländer) also distribute refugees evenly in Germany according to a fixed quota. 

What applies if refugees fall ill?

Refugees who need medical help can get treatment. This also applies in the case of serious illnesses such as cancer. Pregnant women also receive medical assistance. It is important to contact the local foreigners authority beforehand. Depending on the federal state (Bundesland), affected persons receive a treatment certificate or an insurance card in credit card format. Medical facilities such as hospitals or doctors' offices can use this to bill their services to the health insurance fund. 

Due to the ongoing coronavirus pandemic, refugees in Germany can get vaccinated against the corona virus and other pathogens: Information on vaccination protection after arrival in Germany from the Robert Koch Institute. 

What assistance can recognised refugees receive from the state? 

State assistance is generally conditional on a residence permit. This means that there is no entitlement to regular social benefits such as those under the Asylum Seekers' Benefits Act (Asylbewerberleistungsgesetz), Social Code Book II (SGB II) and Social Code Book XII (SGB XII). 

However, persons in need of assistance can initially receive bridging benefits in the form of benefits in kind, accommodation and medical treatment in case of illness or pregnancy. The local social welfare office is responsible for these bridging benefits. 

Recognised refugees from Ukraine receive the following benefits under the Asylum Seekers' Benefits Act, in the same way as asylum seekers:

Single 367 €
Single parent 367 €
Couples in a flat 330 €
Accommodation in collective accommodation 330 €
Adults in a residential facility 294 €
Adults under 25 years of age living in the household of their parents 294 €
Adolescents between 14 and 17 years 326 €
Children between 6 and 13 years 283 €
Children up to 5 years 249 €

What help is available especially for children and young people?

Benefits under the Asylum Seekers' Benefits Act (Asylbewerberleistungsgesetz) include amounts for children and young people mentioned under the question What assistance can recognised refugees receive from the state? 

Unappealably recognised refugees and persons entitled to asylum who live in Germany are entitled to child benefits for their children. Children without parents or children who do not know where their parents are also receive child benefit. The application for child benefit must be submitted to a family benefits office. Further documents and information are required for this application. You can find more information on the Family Benefits Office's page on applying for child benefit.

The child benefit per child is:

1st child 219 €
2nd child 219 €
3rd child 225 €
From the 4th child 250 €

According to the UN Convention on the Rights of the Child, children and young people have a right to care and education. In Germany, school attendance is compulsory from the age of six, with slight differences in the 16 German federal states. This means that children from Ukraine are entitled to attend school in Germany from the age of compulsory school attendance. 

In some schools children can already attend classes in locally schools. There are to be additional classes for this purpose. The focus is to be on learning the German language and on school psychological support. Ukrainian teachers are also to be allowed to teach. The federal states plan to integrate children into existing classes at the beginning of the next school year in August or September depending on the federal state. 

What help is available for refugees from private sources? 

The high number of refugees as a result of the Russian war of aggression has led to diverse private offers of help. Private offers include in particular  

  • food supply

  • clothing

  • items for daily use

  • child care

  • transport 

  • recreational activities

  • language courses

  • accommodation

In particular, websites of cities, districts and municipalities are increasingly showing the help on offer locally. According to the Federal Government, the platform "Germany for Ukraine" will also be launched in the coming days.

Those who want to donate should pay attention to the information on what is really needed. 

Deutsche Bahn (DB – German Rail) transports people with a Ukrainian passport or Ukrainian proof of residence free of charge to Berlin, Dresden, Nuremberg and Munich. You do not need another ticket for this: Further information from Deutsche Bahn on free transport

Are people who have fled Ukraine allowed to work in Germany?

People who have fled Ukraine are also allowed to work in Germany with a residence permit in accordance with § 24 of the Residence Act. They are allowed to work as self-employed as well as employed persons. German labour law applies to employment as an employee.

As of 13 April 2022, the application and recognition of Ukrainian higher education qualifications is possible via the following website: https://www.kmk.org/zab/zeugnisbewertung/ua.html

This serves to clarify how the Ukrainian foreign university degree corresponds to a German education. In addition, the academic and professional employment opportunities are determined.

May I take refugees from Ukraine into my rented flat? 

Landlords must tolerate the accommodation of strangers by their tenants for six to eight weeks. In the event of a longer stay, the landlord can take action against this, up to and including termination without notice. 

However, this is excluded if the persons are the spouse, registered partner, own children and stepchildren, parents, a domestic servant or a caregiver of the tenant. In any case, tenants should inform their landlord as early as possible about taking in people.

What do I have to consider when taking in refugees?

Owners and also tenants are allowed to take strangers into their house or flat. Regardless of this, there should be no overcrowding. The guideline values are 12 m² per person over 13 years of age and 6 m² per child under 13 years of age. It dependes on the individual case.

Those who take in refugees privately should inform the competent foreigners authority so that they can plan. In addition, they must issue a housing provider confirmation for submission to the residents' registration office.  

Those who take in people from Ukraine must be aware of a possible longer-term admission, i.e. for a period of several months.

Those who do not wish to provide accommodation free of charge can only obtain a contribution to the costs as follows:

  • Rent-free accommodation, but with a flat rate for incidental costs paid by the social welfare office to a person if he or she is considered to be in need.

  • Rental of the accommodation by the municipality, which provides it to the refugees as a benefit in kind.

  • Direct renting to the refugees. If the application is successful, the social welfare office bears the costs of the accommodation in an appropriate amount.

Tenants should also note that they are liable to the landlord for any damage caused by the persons they have taken in. It is therefore advisable to possess liability insurance. In addition, tenants must inform their landlord that they are taking in strangers. The landlord must accept this admission for a period of up to eight weeks in his rented property.

(GUE)

Foto(s): pixabay.com/bodkins18

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