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KJHG - Kinder- und Jugendhilfegesetz

Die wichtigsten Fragen zum KJHG

Das Kinder- und Jugendhilfegesetz ist die Rechtsgrundlage für die Tätigkeit der Jugendämter und deren Zusammenarbeit mit den Trägern der freien Jugendhilfe.
Es handelt sich dabei nicht um zwei einzelne Gesetze, vielmehr ist das SGB VIII ein Teil (Artikel 1) des KJHG.
Das KJHG soll Kindern, Jugendlichen und deren Familien Unterstützung bieten.
Das KJHG regelt die Zuständigkeit von Hilfsangeboten in den Bereichen Jugendarbeit, Familienförderung, Kindertagesbetreuung, Erziehungshilfen und Vormundschaft.
Neben den öffentlichen Jugendämtern werden die Aufgaben der Kinder- und Jugendhilfe überwiegend von freien Trägern erbracht, zu denen z. B. das Deutsche Rote Kreuz, die Arbeiterwohlfahrt, das Diakonische Werk und der Caritas-Verband gehören.

Über das KJHG

Was ist das KJHG?

Das Kinder- und Jugendhilfegesetz (KJHG) bildet die Rechtsgrundlage für die Tätigkeit der Jugendämter und deren Zusammenarbeit mit den Trägern der freien Jugendhilfe. Es ist seit dem 1. Januar 1991 in Kraft und löste das bis dahin geltende Jugendwohlfahrtsgesetz (JWG) ab.

Gegliedert ist das KJHG in drei Teile: Der erste Teil enthält Ergänzungen und Änderungen des Sozialgesetzbuches. Dabei bildet Art. 1 KJHG das Achte Buch Sozialgesetzbuch, welches wiederum Regelungen zum Schutz von Kindern und Jugendlichen enthält. Der zweite Teil regelt die Änderung weiterer Gesetze, während der dritte Teil aus den Übergangs- und Schlussvorschriften besteht.

Seit seiner Einführung wurde das KJHG mehrmals geändert, insbesondere im Rahmen der Überarbeitung des Schwangeren- und Familienrechts 1992, der Einführung des Tagesbetreuungsausbaugesetzes (TAG) 2004, des Gesetzes zur Weiterentwicklung der Kinder- und Jugendhilfe (KICK) 2005 sowie des Kinderförderungsgesetzes (KiföG) 2008.

KJHG und SGB VIII – wo ist der Unterschied?

Obwohl die Begriffe „KJHG“ und „SGB VIII“ häufig synonym verwendet werden, ist zu beachten, dass das Achte Buch Sozialgesetzbuch nicht mit dem Kinder- und Jugendhilfegesetz gleichzusetzen ist. Das SGB VIII bildet den 1. Artikel des KJHG und stellt damit nur einen Teil des KJHGs.

In der Praxis ist der Unterschied trotzdem kaum wahrnehmbar, da das KJHG neben dem SGB VIII kaum weitere Inhalte hat. Es enthält lediglich Übergangs- und Schlussvorschriften.

Ziele und Inhalte des KJHG

Das KJHG versteht sich als Leistungsgesetz, das Kindern, Jugendlichen und deren Familien Unterstützung bieten möchte. Im Gegensatz zu seinem Vorgänger, dem „deutschen Jugendwohlfahrtsgesetz“ von 1961, welches öffentliche Kinder- und Jugendarbeit als Kontroll- und Eingriffseinrichtung definiert, bestimmt das KJHG Angebote und Leistungen für Junge Menschen und ihre Familien nach dem Subsidiaritätsprinzip.

Das Subsidiaritätsprinzip legt eine Rangfolge staatlich-gesellschaftlicher Maßnahmen fest, wobei es im KJHG die freien Träger vor den örtlichen Trägern (kreisfreie Gemeinde, Stadt) zur Verantwortung zieht. Es beinhaltet deshalb Hilfsangebote, die überwiegend von freien Trägern erbracht werden. Dazu gehören insbesondere:

  • Jugendarbeit
  • Familienförderung
  • Kindertagesbetreuung
  • Hilfen zur Erziehung
  • Vormundschaft
Weiterhin enthält das KJHG Regelungen dazu, welche Behörden wo und wofür zuständig sind. Außerdem definiert es die Strukturen der Jugendämter und gibt Vorgaben zum Datenschutz.

Wer sind die „freien Träger“?

Einerseits werden die Aufgaben der Kinder- und Jugendhilfe von öffentlichen Trägern erbracht, dabei handelt es sich um die Jugendämter und Landesjugendämter. Auf der anderen Seite sind die sogenannten „freien Träger“ dafür zuständig, also Jugend- und Wohlfahrtsverbände. Zu diesen zählen z. B.:

  • Deutsches Rotes Kreuz
  • Arbeiterwohlfahrt
  • Diakonisches Werk
  • Caritas-Verband