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Aufgaben eines Datenschutzbeauftragten sowie die Vorteile eines externen Datenschutzbeauftragten

Rechtstipp vom 02.08.2018
Rechtstipp vom 02.08.2018

Die Aufgaben eines Datenschutzbeauftragten im Überblick

Gemäß Art 39 DSGVO ist ein Datenschutzbeauftragter dafür zuständig, dass das Unternehmen die Datenschutzvorschriften einhält und dass die Mitarbeiter mit den personenbezogenen Daten gesetzeskonform umgehen. Diese Tätigkeiten gehören zu seinem Aufgabenbereich:

  • die Verantwortlichen und Mitarbeiter über ihre Pflichten nach dem Datenschutzrecht aufklären und bei der Umsetzung beraten
      
  • die Einhaltung der Datenschutzvorschriften im Unternehmen überwachen und sicherstellen
      
  • die Transparenz der Datenverarbeitungsprozesse gewährleisten und die Abläufe zu dokumentieren
      
  • Arbeitsprozesse und Maschinen analysieren
      
  • Kurse und Seminare organisieren, um die Beschäftigten im richtigen Umgang mit personenbezogenen Daten zu schulen und über die DSGVO, das Bundesdatenschutzgesetz und sonstige Datenschutzregelungen aufzuklären
      
  • überprüfen, ob die Mitarbeiter die notwendige Vertraulichkeit mitbringen, um mit personenbezogenen Daten rechtskonform umzugehen
      
  • das Unternehmen in puncto Datenschutz nach außen präsentieren
      
  • mit der Aufsichtsbehörde zusammenarbeiten

Ob Sie diese Aufgaben einem geeigneten Mitarbeiter übertragen oder einen externen Datenschutzbeauftragten damit betrauen, bleibt Ihnen überlassen.

Diese Punkte sprechen für einen externen Datenschutzbeauftragten

Viele Unternehmen tun sich schwer, einen geeigneten Mitarbeiter zu finden, den sie mit dieser verantwortungsvollen Aufgabe betrauen könnten. In diesen Fällen gibt es eine andere Lösung: Sie beauftragen für Ihr Unternehmen auf Basis eines Dienstleistungsvertrages einen externen Datenschutzbeauftragten (Art. 38 Abs. 6 DSGVO) und profitieren dabei von diesen Vorteilen:

  • Einschlägige Ausbildung: Dieser Experte bringt eine einschlägige Ausbildung mit, sodass die Kosten für Weiterbildungsmaßnahmen entfallen und keine langen Einschulungsphasen notwendig sind. Dank dem Besuch von Fortbildungen hält er sein Datenschutzwissen auf dem aktuellen Stand.
      
  • Effizientes Arbeiten: Sein Fachwissen im Bereich Datenschutz und seine Erfahrung im Umgang mit personenbezogenen Daten sorgen dafür, dass er effizient arbeitet und damit die erforderlichen Aufgaben und Ziele schnell erledigt. Damit sinken die Kosten.
      
  • Keine Interessenskonflikte: Ein externer Datenschutzbeauftragter ist ausschließlich mit den Aufgaben im Bereich Datenschutz betraut und kann sich daher ganz auf diese Tätigkeit fokussieren. Er ist nicht in die ökonomischen Entscheidungen und geschäftlichen Abläufe Ihres Unternehmens eingebunden. Damit kann ein externer Datenschutzbeauftragter seine Pflichten erfüllen, ohne in einen Interessenskonflikt zu geraten.
  • Neutrale Expertenstellung: Als externer Dienstleister nimmt er eine objektive Stellung ein und genießt aufgrund seiner Expertenstellung regelmäßig ein hohes Ansehen in der Belegschaft. Die Mitarbeiter akzeptieren ihn als Experten und sind daher eher bereit, seine Vorgaben umzusetzen und sich beraten zu lassen.
      
  • Klarer Zeitplan und Kostenkalkulation: Mit einem externen Datenschutzbeauftragten können Sie einen klaren Zeitplan festlegen und die Kosten entsprechend kalkulieren. Es besteht die Möglichkeit, im Dienstvertrag reguläre Kündigungsfristen zu vereinbaren.
      
  • Haftung: Ein externer Datenschutzbeauftragter bringt Ihnen ein gewisses Maß an Sicherheit, weil er einer Haftung unterliegt.

Mit einem Datenschutzbeauftragten, der seine Aufgaben zuverlässig, professionell und effizient ausführt, stellen Sie sicher, dass Ihr Unternehmen die Datenschutzregeln einhält und damit auf rechtssicherem Terrain arbeitet. 


Rechtstipp aus dem Rechtsgebiet IT-Recht

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