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Kommt nach dem Dieselgate der Holzofengate? - Teil 2

  • 11 Minuten Lesezeit

– Irreführende Werbung für Holzverbrennung als „nachhaltig“ und „klimaneutral“ trotz maximalem CO2-Ausstoß

Ganz im Einklang mit der Werbung für Holzöfen und Pelletheizungen lobt das Bundesumweltministerium auf seiner Webseite wörtlich wie folgt:
"Holzfeuerungsanlagen können einen Beitrag zum Klimaschutz leisten, da CO2-intensivere Brennstoffe (Gas, Heizöl) ersetzt werden." 

Zudem hat die zuletzt wegen Zerstörungen an den Wäldern des FFH-Schutzgebiets Montabaurer Höhe mit Strafanzeigen gegen ihre Verantwortlichen in die Kritik geratene Landesforsten Rheinland-Pfalz unter einer grünen Ministerin am 17.12.21 öffentlich erklärt, mit Pelletheizungen "klimaneutral" werden zu wollen. 

Doch selbst die unabhängige Presse legt noch nach: So geistern aktuell sogar fantastische Behauptungen durch Zeitungen, wonach die „CO2-Bilanz einer Pelletheizung bis zu 90 Prozent unter der einer modernen Gasanlage liegt“. 

Schon rein naturwissenschaftlich (chemisch) betrachtet, sind diese Aussagen bemerkenswert falsch, zumal für die gleiche Wärmeenergie deutlich mehr Holz als Gas oder Heizöl verbrannt werden muss, so dass nach einer Veröffentlichung des Schweizer Bundesumweltamts, genau wie nach Messungen anderer wissenschaftlicher Einrichtungen mit Holzverbrennung mindestens 60 Prozent mehr CO2 für die gleiche Wärmemenge ausgestoßen wird.

  1. Umstieg von Gas auf Holz erhöht CO2-Ausstoß um 60 %

Pro Kilowattstunde fallen nach verschiedenen wissenschaftlichen Veröffentlichungen durch Holzverbrennung 390g CO2, bei Verbrennung von Gas zwischen 200g bei Biogas und 240 g bei Raffineriegas an. Alle weiteren Brennstoffe wie Öl und Kohle verursachen einen Ausstoß zwischen diesen Werten.

Steigt man also auch von Erdgas- auf Holzverbrennung um, erhöht man den Ausstoß von CO2 aus der Verbrennung zwingend um 60%.

Die zugrundeliegende Quellenauswertung mit Verlinkungen zu den Analyseergebnissen der staatlichen Stellen finden Sie auf der Kanzlei-Webseite .

Das Bundesumweltministerium erklärte auf Nachfrage die gegenteilige Aussage nicht.

Die Holzverbrennungslobby begründet die von Regierungsseite geechoten Werbeaussagen häufig mit Methanemissionen bei der Förderung von Erdgas und den hohen Aufwand bei der Förderung von Erdöl.

Um den chemischen Nachteil der Holzverbrennung auszugleichen, müssten bei der Förderung von Erdgas allerdings 20% in die Atmosphäre entweichen. Dies erscheint bei modernen Förderanlagen und trotz aller Unfälle schwer erreichbar. Untersuchungen schätzen die Verluste allerdings nur auf 3 bis 6 Prozent, wie das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) mit dem höheren Wert.

Hinzu kommt der Energieaufwand für die aufwendige Verarbeitung und den Transport des ineffizienten und sehr schweren Energieträgers Holz. Dieser wurde in wissenschaftlichen Untersuchungen mit nicht weniger als 20% des CO- Ausstoßes errechnet. 

Die ministerielle Werbung ist damit auch bei Betrachtung der Gesamtsysteme offensichtlich falsch – ein offensichtlich lobbygetriebener Werbe-Fake.

Für die konkrete Werbeaussage, man könne bei einem Umstieg von Erdgasverbrennung auf Holzverbrennung den CO2-Ausstoß mindern, müsste der Ausstieg zudem logisch nicht nur die Abschaltung der Gasheizung oder des Gaskraftwerks zur Folge haben, sondern die Abschaltung sämtlicher Förderanlagen und Pipelines. Denn auch bei geringerer Entnahme aus dem Gashahn würden die Verluste des Gesamtsystems dennoch weiter verursacht. Ein weiterer logischer Fehler. 

Der "hinkende" Systemvergleich bei der Verbrennung

Die Aussage ist also auch solange nicht nur zu 15% sachlich falsch, sondern mindestens zu den vollen 60%, um die sich der Ausstoß bei jedem aktuell vorgenommenen Umstieg von Erdgas auf Holzverbrennung erhöht. Dies gilt, bis alle Methan-verlierenden Förderanlagen und Gassysteme vollständig stillgelegt würden. Denn Verluste fallen unabhängig vom Umfang der Nutzung an. Der Ausstieg eines bestimmten Prozentsatzes von Haushalten ändert an den Verlusten aus Förderanlagen und Pipelines nichts.

Dabei werden Pipelines für russisches Gas sowie Lieferterminals für deutlich umweltschädlicheres US-Gas aus Fracking-Förderung mit Unterstützung der für Holzverbrennung werbenden Bundesregierung bekanntlich gerade weiter ausgebaut, wofür sich insbesondere auch der der neue Bundeskanzler eingesetzt hat. Welche Wälder sollen diesen politisch zumindest auf Jahrzehnte programmierten Ausstoß von Klimagas kompensieren, wenn sie gleichzeitig mit massiver staatlicher Förderung noch klimaschädlicher verbrannt werden?

Die zugrundeliegende Quellenauswertung mit Verlinkungen zu den Analyseergebnissen der staatlichen Stellen finden Sie auf der Kanzlei-Webseite.

Der angebliche Stoffkreislauf - eine CO2-Sackgasse in der Atmosphäre

"Das Heizen mit Pellets ist klimaneutral, da bei der Verbrennung nur die CO₂-Menge freigesetzt wird, die der Baum während des Wachstums aufgenommen hat.
Mit dieser typischen Aussage, dem immer wiederholten scheinlogischen Argument der Holzverbrennungslobby wirbt auch aktuell das Unternehmen KSE Energie GmbH unter dem Slogan "von Kirche für Kirche".

Dass diese Argumentation als systematische Rechtfertigung für die Behauptung nicht ausreicht, wird daran deutlich, dass auch fossile Brennstoffe wie aus organischem Material, vorwiegend Pflanzen stammen, die vor Urzeiten in Böden verarbeitet wurden. Dies wäre dann auch ein Kreislauf - nur mit anderer zeitlicher Dimension.

Daher ist zunächst festzulegen, was in der heutigen Situation der progressiv fortschreitenden Klimaveränderung überhaupt objektiv als „klimaneutral“ bezeichnet werden kann:

So wird die Anreicherung von klimaverändernden Gasen aktuell durch das Auftauen von Permafrostböden mit wohl kaum abschätzbaren Mengen an gebundenem, hochaktivem Klimagas Methan und das Abschmelzen des Polareises nochmals beschleunigt. Durch die eskalierenden Entwicklungen kommen Klima und Ökosysteme irreversiblen Zuständen nach Kipppunkten immer näher. Die Klimaveränderungen können nach den Ergebnissen aller Forschenden der international führenden Klimainstitute überhaupt nur noch mit radikalen Veränderungen gebremst werden.

Was also nach dem Überschreiten der Kipppunkte theoretisch wieder durch Wälder – sofern sie dann überhaupt noch existieren – der Atmosphäre entzogen werden kann, kann für eine Klimabilanz eines Brennstoffs nur logisch irrelevant sein.

Genauso wenig hilft es einem Brennstoff, egal ob fossil oder „frischer“ und „lokal angebaut“, wann das darin enthaltene CO2 der Atmosphäre entnommen wurde. Weder kann es für die Zusammensetzung der Atmosphäre nach einfachster Logik relevant sein, aus welchem Verbrennungsprozess das immer identische CO2-Molekül stammt, noch wann dieses Molekül vor seiner Erzeugung im Feuer von welcher Pflanze einmal gebunden wurde. 

Denn damit verbesserte ein Baum die Atmosphäre vor 50 Jahren oder 50 Mio. Jahren. Aber beides ist in gleicher Weise logisch irrelevant, weil es auf die aktuelle Veränderung der Atmosphäre ankommt. Also kann logisch zwingend nur die bestmögliche Verringerung des CO2-Ausstoßes bei der Energieerzeugung relevant sein und nichts anderes. 

In der Atmosphäre gibt es kein CO2-Guthaben aus Holz, das man mit der Pelletheizung "abrufen" kann. Vielmehr nimmt man mit der Holzverbrennung einen zusätzlichen CO2-Kredit auf, genau wie mit jedem anderen Ausstoß. Mit genau diesem Argument appellieren 800 Wissenschaftler/innen praktisch aller Forschungseinrichtungen an namhaften Universitäten weltweit an die EU, die Förderung der Holzverbrennung einzustellen. Ein Anstieg der Nutzung des ineffektivsten Energieträgers um nur 3% würde nach den Berechnungen der Wissenschaftseinrichtungen zum Klima die weltweite Abholzung und Waldzerstörung verdoppeln. Zudem weist die Wissenschaft auf die massive Erhöhung der CO2-Emissionen aus den Böden der dadurch geschädigten Wälder hin, die in der Klimabilanz des Energieträgers nicht vergessen werden darf. 

Relevant ist ausschließlich, in welcher Menge CO2 an die Atmosphäre abgegeben wird.

Aufgeklärt ist dieser Trugschluss einer Klimaneutralität schon lange. So erkannte der Sachverständigenrat für Umweltfragen schon 2012 nach Berichten, dass bei der logisch fehlerhaften Betrachtung die wegfallende weitere CO2-Bindung der gefällten Bäume bzw. CO2-Senkung aus Biomasse im Boden vollständig unberücksichtigt bleibt. Deswegen kann auch das Ergebnis nur falsch sein.

Zu Recht bringen Klimawissenschaftler/innen daher die Frage der Klimaneutralität auf eine sehr einfache Formel: Klimaneutral heißt nichts anderes als 

weg vom Feuer

So klar und anschaulich brachte Prof. Dr.-Ing. Michael Sterner von der OTH Regensburg die wissenschaftlichen Fakten in einem heute-show Spezial  zur Klimapolitik auf den Punkt.

Allenfalls verbrennungsfreie Stromheizungen (Wärmepumpen) und Solarheizungen, die mit CO2-sparend erzeugtem Wind- oder Solarstrom betrieben werden, können objektiv "klimaneutral" genannt werden.

Durch ständige Wiederholung in Kampagnen verfestigter, wissenschaftsferner  Lobby-Fake

Eine sehr lesenswerte Vertiefung mit Verweisen auf die wesentlichen wissenschaftlichen Studien findet man in dem Hintergrundpapier zu einem Filmbeitrag des ZDF mit dem Titel Wälder sind Kohlenstoffspeicher - Holzverbrennung ist nicht klimaneutral (Pierre L. Ibisch, Torsten Welle, Jeanette S. Blumröder, Jörg Sommer).

Da es den logischen Zusammenhang zwischen Erzeugung und Verbrennung nicht gibt, kann der Vergleichsmaßstab nur der Verzicht auf die Verbrennung oder eine alternative Verbrennung mit dem geringstmöglichen CO2-Ausstoß sein. Daher kann nicht einmal die (weniger klimaschädliche) Verbrennung von jährlich nachwachsendem Stroh als „klimaneutral“ bezeichnet werden, wenn das darin enthaltene CO2 statt Verbrennung über Kompostierung dauerhaft gebunden werden kann und stattdessen mit verbrennungsfreiem Windstrom geheizt wird.

Was also bei genauer Betrachtung wie ein absurder Scherz klingt, ist tatsächlich der Kern der scheinlogischen Behauptungen der Holzverbrennungslobby, darunter dem Bundesverband Bioenergie unter der früheren grünen Parteisprecherin Dr. Simone Peter, die versucht, das Wachsen von Bäumen und ihre Verbrennung in einen „geschlossenen Kreislauf“ zu bringen.

Nicht nur, dass Holz ein wertvoller Rohstoff ist und auch Sägereste oder Holzzuschnitt statt als Pellets klimaschädlich verheizt zu werden, beispielsweise zumindest im Innenausbau von (Passiv-)Häusern massiv klimaschädlichen Beton ersetzen können – also dann tatsächlich einen CO2-Ausstoß verhindern. Der Wald benötigt seine Biomasse dringend auch selbst. Das sie nicht zurückgeführt wird, ist der "Kreislauf" der Lobby auch dahingehend ganz logisch nur eine Einbahnstraße mit Ausbeutung der Ökosysteme.

So gehört zu den Lobbylügen die Gleichsetzung der ökologisch lebenswichtigen Kompostierung von Totholz und anderer Biomasse im Wald mit der Verbrennung - die "Verrottungslüge". Auch hier gibt es keine sachliche Grundlage. Denn tatsächlich bindet Totholz im Wald CO2 sogar deutlich länger als es über eine Verwendung im Bau oder in Möbeln möglich ist. Der Abbau erfolgt vor allem über eine CO2-Bindung im Boden. Auch das wissen alle besser, die mit ihrem Bioabfall und Holzabfälle im Garten sinnvollen Lebensraum in einem Komposthaufen schaffen und damit kohlenstoffreiche Pflanzerde erzeugen. 

Den Zusammenhang, dass Holz verbrannt werden muss, damit seine „Klimaneutralität“ gewahrt werden kann, klärt sich also schon nach kurzem Nachdenken als offensichtlicher Unsinn auf. Denn einen  Zusammenhang zwischen Baumwachstum und Verbrennung gäbe es eben unter einer Betrachtungsweise, mit Horizonten weit vor der jetzigen Zivilisation - und nach der Klimakatastrophe mit ihrem Ende, wenn eine Selbst-Renaturierung der geschädigten und zu wesentlichen Teilen schon zerstörten Wälder weltweit wieder aufgehen könnte. 

Genauso braucht auch ein gesunder Wald die Holz-Biomasse

Also darf auch das, was die kranken Wälder tatsächlich noch binden können, bei verantwortungsbewusster Berücksichtigung der Gemeininteressen auch nicht durch unnötige Holzheizungen "verblasen" werden. Die Zivilisation wird die CO2-Bindung der Wälder für den unverzichtbaren Ausstoß, z.B. beim Bau (wetterfester Beton) und die unvermeidbare Übergangsphase zur Klimaneutralität, wie bei der Luftfahrt brauchen. Stattdessen die Rohstoffe maximal klimaschädlich zu verbrennen und das auch noch staatlich aus Steuergeldern zu fördern, kann man tatsächlich nur als "Irrsinn" bezeichnen. 

Umdenken in der Politik

Überraschend klarsichtig und mit entsprechend klaren Worten bewertet eine neue Veröffentlichung verschiedener Parteimitglieder von Bündnis90/DieGrünen, darunter der jetzige Bundeswirtschaftsminister Dr. Habeck die Umstände daher wie folgt: „Weder die energetische Nutzung noch kurzlebige stoffliche Holzverwendungen, etwa für Papier, Versandverpackungen und Einwegartikel entsprechen diesem Ziel“ ….. „Hürden und Hemmnisse für die Holzver­wendung in Gebäuden wollen wir durch eine um­fassende Holzbaustrategie gezielt beseitigen und auf eine verlässliche Holzversorgung für den Ge­bäudebereich hinwirken. Eine Verfeuerung von Holz in Kohlekraftwerken ist dagegen klima- und res­sourcenpolitischer Irrsinn, der keine Förderung ver­dient. Denn die Holzverbrennung setzt in kurzer Zeit frei, was in vielen Jahrzehnten an Kohlenstoffdioxid im Wald gespeichert wurde.“ (wörtliches Zitat aus: Grünes Autor*innenpapier von Robert Habeck, Harald Ebner, Bettina Hoffmann, Oliver Krischer, Steffi Lemke und Lisa Badum 08.08.2021)

Da aber nun einmal Millionen von Holzheizungen genauso viel wertvolles Frischholz verfeuern wie etliche Holzkraftwerke, können die aktuellen Subventionen und massiven Steuervorteile einschließlich fehlender CO2-Steuer auch nur als „Irrsinn“ bezeichnet werden.

Die zugrundeliegende Quellenauswertung mit Verlinkungen zu den Analyseergebnissen der staatlichen Stellen finden Sie auf der Kanzlei-Webseite.

Ist die Behauptung "klimaneutral" für Holzheizungen und Holzbrennstoffe auch wettbewerbsrechtswidrig?

Das Wettbewerbsrecht untersagt die Verwendung jeglicher irreführender Werbeaussagen, die eine Kaufentscheidung entscheidend beeinflussen können.

Eine neue Heizung ist eine Investition für viele Jahre, unter Umständen Jahrzehnte.

Wer sich heute insbesondere für eine Pelletheizung entscheidet, muss sich schon wegen der Zusatzinvestitionen in Pelletlager und die nötigen Sicherheitsanlagen gegen Kohlenmonoxydvergiftung (Belüftung, Alarmsysteme) auf eine dementsprechend lange wirtschaftliche Nutzbarkeit verlassen können.

Zudem beeinflusst auch das allgemeine Umweltbewusstsein Kaufentscheidungen. Viele wollen nicht unter einer Belastung für die Atmosphäre leben, alleine wegen der Verantwortung für ihre Kinder und Enkel, denen massive Einschränkungen ihrer Lebensqualität durch Extremwetter wie Hitzewellen, Überschwemmungen und Wasserknappheit bevorstehen. Dazu kommen weltweit verknappte natürliche Ressourcen durch Dürren und die Notwendigkeit, davor Flüchtende unter eigenen Einschränkungen versorgen zu müssen.

Kaum ein Entscheidungsfaktor kann also bei dem als rechtlichem Standard vorausgesetzten, rationellen Verbraucherverhalten relevanter sein.

Niemand will zudem den Frieden in der Familie mit einer klimaschädlichen Pelletheizung riskieren, die man vor Kindern und Enkeln nicht rechtfertigen kann.

Können Werbelügen staatlich legitimiert werden?

Das Wettbewerbsrecht kann als Maßstab bei der Bewertung der Sachlichkeit von Werbeaussagen nur die objektiv feststellbaren, wissenschaftlich beweisbaren Tatsachen verwenden.

So halfen den Herstellern auch bei den als Vergleich gut tauglichen Werbelügen des Dieselgates bekanntlich die rechtfertigenden Vernebelungen aus Lobby und politischen Parteien, wie auch der Bundesregierung nicht als Rechtfertigung weiter. Am Ende mussten auch der autolobbyhörigen Bundesverkehrsminister Dobrindt und Scheuer nachgeben. 

Ist Klimaschädlichkeit ein rechtlicher Mangel?

Auch dahingehend versuchten die PKW-Herstellerunternehmen in der über sie hereinbrechenden Flut an Schadensersatzklagen von Käufer/innen wegen der Verletzung der Schadstoffgrenzwerte und der systematischen, betrügerischen Täuschung über deren Einhaltung mit Abschaltvorrichtungen sehr ähnlich zur Holzverbrennungslobby zu argumentieren.

Denn solange Zuschüsse und Steuervorteile fließen, hätte ja niemand einen finanziellen Nachteil mit der eigenen Pelletheizung.

Doch absehbar ist, dass die Regierungen bei auch nur annähernder Umsetzung der Energiewende und der Verbesserung des Waldschutzes zumindest alle Subventionen für Holzverbrennung streichen müssen.

Dann wird es auch bei der Mängelhaftung entscheidend darauf ankommen, unter welchen Zusicherungen der Kauf zustande kam.

Foto(s): Holzschnitzel-Lager in Holzkraftwerk - shutterstock.com 1404044831 - engineer story - Chinnawat19 - Wood chipper was kept in biomass power plant by apply to fuel of burner.

Rechtstipp aus den Rechtsgebieten Agrarrecht, Umweltrecht, Wettbewerbsrecht, Zivilrecht

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