Zur Navigation springen Zum Inhalt springen Zum Footer springen
Der Standort konnte nicht bestimmt werden.
Der Standort konnte nicht bestimmt werden.

Liechtenstein : Gesetzentwurf zum Steuerinformationsabkommen

  • 1 Minuten Lesezeit

Am 10.3.2010 hat das Kabinett den Entwurf des Gesetzes zur Umsetzung des im September 2009 unterzeichneten Abkommens zum Austausch von Steuerinformationen mit dem Fürstentum Liechtenstein geschlossen. Durch Anwendung des OECD-Standards wird auch das Vorgehen gegen Steuerhinterziehung erheblich verbessert.

Am 12. März 2009 gab es ein erstes Bekenntnis von Liechtenstein zum OECD-Standard für Transparenz und effektiven Informationsaustausch in Steuersachen. Der deutsche Botschafter Dr. Axel Berg und der liechtensteinische Regierungschef Dr. Klaus Tschütscher unterzeichneten am 2. September 2009 in Vaduz ein Abkommen über den Informationsaustausch in Steuersachen.

Es sieht entsprechend dem OECD Standard vor, dass auf Ersuchen Informationen ausgetauscht werden, die voraussichtlich erheblich für die Durchführung eines Besteuerungsverfahrens oder eines Steuerstrafverfahrens im ersuchenden Staat sind. Dies ermöglicht den Auskunftsaustausch nicht nur in Fällen der Steuerhinterziehung, sondern bereits für das normale Veranlagungsverfahren, ohne dass der Verdacht einer Steuerstraftat dargelegt werden muss.

Mit dem vom Kabinett beschlossenen Entwurf des Vertragsgesetzes soll das Abkommen nun in nationales Recht umgesetzt werden. Der von der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) entwickelte Standard für Transparenz und effektiven Informationsaustausch ist der weltweit anerkannte Mindeststandard für den Informationsaustausch in Steuersachen. Abkommen und Gesetz sind ein wichtiger Beitrag zur Schaffung eines internationalen Finanzsystems, das nicht durch mangelnde Transparenz und fehlenden wirksamen Informationsaustausch verzerrt wird.

Alexander Scholl RA/FAStR

www.kanzlei-scholl.de


Rechtstipp aus dem Rechtsgebiet Steuerrecht Liechtensteiner Recht

Artikel teilen:


Sie haben Fragen? Jetzt Kontakt aufnehmen!

Weitere Rechtstipps von Rechtsanwalt Alexander Scholl M.M.

Das Erbschaftssteuergesetz nennt in § 1 Abs. 1 ErbStG vier steuerpflichtige Sachverhalte, die Anzeige- (§ 30 Abs. 1 und 2 ErbStG, §§ 33, 34 ErbStG) und Erklärungspflichten (§ 31 ErbStG) auslösen ... Weiterlesen
Regelmäßig ergeben sich bei Erwerben von Todes wegen für das Jahr, in dem der Todesfall eingetreten ist, Steuererstattungsansprüche oder -schulden. Aufgrund der Formulierung in § 10 ErbStG ist ... Weiterlesen
Nach § 13 Abs. 1 Nr. 4c ErbStG können erbberechtigte Kinder für das sog. Familienheim eine vollständige Steuerbefreiung erhalten. Eine entsprechende Verschonung gilt sowohl für originär – im Wege ... Weiterlesen

Beiträge zum Thema

29.10.2015
Nach aktuellen Informationen hat die EU mit dem Fürstentum Liechtenstein ein Abkommen über den Austausch von ... Weiterlesen
03.07.2009
Der Finanzausschuss hat am Mittwoch (1.7.2009) neue Vorschriften zur besseren Bekämpfung der Steuerhinterziehung ... Weiterlesen
13.09.2013
Die Bundesländer Baden-Württemberg, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen haben einen Gesetzesentwurf zur ... Weiterlesen