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Urheberrechtlicher Schutz von Choreografien

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Choreografie bezeichnet die Abfolge und Erfindung von Bewegungen meist in Tanzform, musikalisch untermalt. Choreografien finden sich überall dort, wo tänzerische Darbietungen zu sehen sind. Je nach Ausprägung der jeweiligen Darbietung kann die Choreografie urheberrechtlichen Schutz genießen, ebenso wie ein Musikstück, ein Bild oder ein Buch.

Der Choreograf ist der Urheber der Tanzdarbietung und gleichzeitig auch derjenige, der entscheiden kann, was mit der Choreografie geschieht. Dem Choreografen steht ein Urheberpersönlichkeitsrecht sowie die Verwertungsrechte zu. Er entscheidet, ob das Stück aufgeführt wird und zu welchen Konditionen.
Die Choreografie muss über das Stadium der bloßen Idee hinausgehen, um urheberrechtlichen Schutz genießen zu können. Dies ist etwa dann der Fall, wenn das Stück bereits vollends einstudiert wurde und einem Publikum vorgeführt werden kann.

Unerheblich ist es, ob die Darbietung als Kunst einzustufen ist, da vom Urhebergesetz allein eine persönliche, geistige Schöpfung gefordert wird.
Im Falle von Rechtsverletzungen stehen dem Choreografen weitreichende Unterlassungs-, Auskunfts- und Schadensersatzansprüche zu.

Datum: 27.01.2009

Autor: Gulden


Rechtstipp vom 28.01.2009
aus der Themenwelt Urheberrecht und dem Rechtsgebiet Urheberrecht & Medienrecht

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