Bußgeldrechner

Das Verkehrsaufkommen auf deutschen Straßen nimmt immer mehr zu. Zeitgleich werden immer mehr Verstöße gegen Verkehrsregeln begangen - und zwar innerorts wie außerorts. Wer sich z. B. bei einer Geschwindigkeitsüberschreitung erwischen lässt oder geblitzt wurde, muss stets mit einem Bußgeld, Punkten in Flensburg und/oder eventuell mit einem Fahrverbot bzw. dem Entzug der Fahrerlaubnis rechnen.

In Deutschland wird im Straßenverkehr besonders häufig die zulässige Geschwindigkeit - innerorts wie außerorts - überschritten. Wer bei einer Geschwindigkeitsüberschreitung ertappt bzw. geblitzt wurde, kann mit dem Bußgeldrechner auf anwalt.de ermitteln, welche Folgen die Überschreitung der zulässigen Geschwindigkeit haben wird: Muss nur ein Bußgeld gezahlt, mit einem Punkt bzw. mehreren Punkten in Flensburg, einem Fahrverbot oder schlimmstenfalls mit dem Führerscheinentzug gerechnet werden?

Das Punktesystem des Bußgeldkatalogs

Welche Verstöße gegen das deutsche Verkehrsrecht zu welcher Strafe führen, wurde im Bußgeldkatalog bzw. dem darin enthaltenen Punktesystem festgelegt. Der Bußgeldkatalog gilt für alle Verkehrsteilnehmer, egal ob man zu Fuß, mit einem Fahrrad, einem Auto oder einem Lkw unterwegs ist. Die möglichen Verstöße bzw. Delikte wurden im Bußgeldkatalog zwar nicht abschließend, aber größtenteils geregelt. Mögliche Strafen sind dabei sowohl Bußgelder als auch der Vermerk von einem Punkt bzw. mehreren Punkten im sog. Fahreignungsregister (FAER) in Flensburg - aber auch ein Fahrverbot oder der Entzug der Fahrerlaubnis.

Geschwindigkeitsverstöße und Co.

Wer die zulässige Geschwindigkeit außerorts z. B. um bis zu 10 km/h überschreitet, muss bereits mit einem Bußgeld von 10 Euro rechnen. Neben einer Geschwindigkeitsüberschreitung wird nach dem Bußgeldkatalog mit einem Bußgeld, einem Fahrverbot o.Ä. bestraft, wer etwa einen zu geringen Abstand zum Vordermann bzw. zur Seite einhält oder einen Parkverstoß begeht. Wird bei Letzterem beispielsweise ein Einsatzfahrzeug behindert, kann zum Bußgeld auch noch ein Punkt in Flensburg hinzukommen. Ein Bußgeld und mindestens einen Punkt in Flensburg riskiert auch, wer bei Rot über die Ampel fährt. Hat die Rotphase zur Zeit des Verkehrsverstoßes bereits länger als eine Sekunde angedauert, kommen zum Bußgeld zwei Punkte in Flensburg sowie ein Monat Fahrverbot hinzu. Auch das Fahren unter Einfluss von Alkohol wird nach dem Bußgeldkatalog geahndet und hat unter Umständen eine MPU zur Folge. Daneben nennt der Bußgeldkatalog viele weitere Delikte sowie ihre rechtlichen Konsequenzen.

Nur bei geringen Verkehrsverstößen: Bußgeld

Weniger schwere Ordnungswidrigkeiten werden laut Bußgeldkatalog zunächst nur mit einem Bußgeld geahndet. Je nach Einzelfall und Schwere der Ordnungswidrigkeit/Tat kommen unter Umständen noch ein bis drei Punkte in Flensburg sowie ein Fahrverbot bzw. der Entzug der Fahrerlaubnis hinzu. Hat ein Autofahrer acht Punkte angesammelt, ist er seinen Führerschein nach dem Flensburger Punktesystem los.

Das bedeutet, die zuständige Behörde entzieht dem Autofahrer die Fahrerlaubnis. Er muss den Führerschein abgeben und nach Ablauf einer mindestens sechsmonatigen Sperrfrist neu beantragen - eine Neuerteilung der Fahrerlaubnis wird dabei aber regelmäßig an gewisse Voraussetzungen geknüpft. So müssen Verkehrssünder häufig eine sog. MPU - medizinisch-psychologische Untersuchung, auch Idiotentest genannt - bestehen, bevor sie wieder eine Fahrerlaubnis und einen Führerschein erhalten. Mit der MPU wird die Fahreignung eines Autofahrers festgestellt. Eine MPU ist darüber hinaus relativ teuer - die Kosten sind jedoch in der Gebührenordnung für Maßnahmen im Straßenverkehr (GebOSt) fest geregelt. Sie können sich erhöhen, wenn ein Verkehrsrowdy mehrere Vergehen begangen hat, z. B. Fahren eines Kfz unter Einfluss von Alkohol und Drogen trotz eines hohen Punktekontos.

Übrigens: Den Auto-Führerschein kann man auch verlieren, wenn man nach dem Genuss von Alkohol ein Fahrrad benutzt hat, sofern man eine angeordnete MPU nicht besteht. Eine MPU wird dabei regelmäßig angeordnet, wenn man nach Konsumierung von Alkohol eine Blutalkoholkonzentration (BAK) von mindestens 1,6 Promille hat und Fahrrad fährt. Zusätzlich werden drei Punkte in Flensburg eingetragen und es wird eine Geldstrafe fällig.

Entzug der Fahrerlaubnis vs. Fahrverbot

Vom Entzug der Fahrerlaubnis ist das Fahrverbot zu unterscheiden. Beim Fahrverbot behält der Autofahrer seine Fahrerlaubnis - ihm wird allerdings das Führen eines Autos, Lkw oder sonstigen Kraftfahrzeugs für die Dauer von ein bis drei Monaten verboten. Es bleibt ihm aber unbenommen, trotz Fahrverbot nicht motorisierte Fahrzeuge, z. B. ein Fahrrad, zu nutzen. Für die Dauer des Fahrverbots muss der Verkehrsrowdy den Führerschein abgeben, er erhält ihn nach Ende des Fahrverbots zurück.

So funktioniert der Bußgeldrechner

Mit dem Rechner auf anwalt.de können Sie ermitteln, ob Ihr Fahren mit überhöhter Geschwindigkeit Konsequenzen hat und ob nach dem Bußgeldkatalog Bußgelder, ein Punkt bzw. Punkte in Flensburg, ein Fahrverbot oder gar der Entzug der Fahrerlaubnis drohen.

Geschwindigkeitsangaben

Zunächst muss sowohl die zulässige Höchstgeschwindigkeit als auch die tatsächlich gefahrene Geschwindigkeit im Rechner eingetragen werden. Während innerhalb von Ortschaften zumeist nur 50 km/h gefahren werden dürfen, kann dies außerorts variieren. In der Regel liegt die Höchstgeschwindigkeit außerorts bei 100 km/h. Auf einer Autobahn kann zumeist schneller gefahren werden. Anderes gilt, wenn aufgrund aufgestellter Verkehrsschilder o.Ä. eine bestimmte Höchstgeschwindigkeit einzuhalten ist. Dann sollte diese erlaubte Geschwindigkeit im Bußgeldrechner eingetragen werden.

Gewicht des Fahrzeugs

Des Weiteren muss im Bußgeldrechner die Fahrzeugklasse angegeben werden, also ob es sich z. B. um ein Motorrad, ein Kfz oder einen Bus handelt. Relevant ist ferner, wie schwer das Fahrzeug zur Zeit der Geschwindigkeitsüberschreitung war und ob sich am Kfz ein Anhänger befand. So darf der Fahrer eines Lkw bzw. eines Kfz mit Anhänger z. B. auf der Autobahn - also außerorts - in der Regel eine Geschwindigkeit von 80 km/h nicht überschreiten.

Wer dagegen mit einem „normalen“ Auto, das nicht mehr als 3,5 t wiegt, auf der Autobahn unterwegs ist, darf auch schneller fahren - die Richtgeschwindigkeit von 130 km/h muss nicht zwingend eingehalten werden. Wer diese Geschwindigkeit aber nicht einhält und währenddessen in einen Unfall verwickelt wird, muss zwar nicht mit einem Bußgeld, Fahrverbot, Punkten oder dem Entzug der Fahrerlaubnis rechnen. Es kann aber passieren, dass seine Haftplicht ihre Leistung (teilweise) verweigert. Auch wird ihm regelmäßig ein Mitverschulden am Unfall angerechnet. Wurde die erlaubte Geschwindigkeit auf der Autobahn z. B. mittels Verkehrszeichen begrenzt, muss dieser Wert in den Bußgeldrechner eingefügt werden.

Ort der Geschwindigkeitsüberschreitung: innerorts oder außerorts?

Als Nächstes sollten Sie im Bußgeldrechner erläutern, ob Sie innerhalb einer Ortschaft oder außerorts - etwa auf einer Autobahn - beim Rasen ertappt bzw. geblitzt wurden. Denn die Unfallrisiken unterscheiden sich innerorts und außerorts deutlich voneinander. So besteht der Straßenverkehr innerorts regelmäßig auch aus deutlich schwächeren und daher besonders schutzwürdigen Fußgängern und Radlern.

Um eine unnötige Gefährdung der Verkehrsteilnehmer zu vermeiden, fallen verkehrsrechtliche Verstöße - wie etwa eine Geschwindigkeitsüberschreitung - innerorts stärker ins Gewicht als außerorts. Dementsprechend werden Delikte innerorts auch härter bestraft, also etwa mit einem höheren Bußgeld oder einem Punkt bzw. mehreren Punkten in Flensburg. Wird eine Person aufgrund der Geschwindigkeitsüberschreitung tatsächlich gefährdet oder verletzt, erhöht sich das Bußgeld bzw. die Anzahl der Punkte in Flensburg. Unter Umständen wird aufgrund der Gefährdung bzw. Verletzung von Personen auch ein Fahrverbot verhängt oder der Entzug der Fahrerlaubnis angeordnet.

Ist eine Toleranz abzuziehen?

Bevor ein Bußgeldbescheid erlassen wird, zieht die zuständige Behörde regelmäßig eine Toleranz von der tatsächlich gefahrenen Geschwindigkeit ab. So werden etwa 3 km/h subtrahiert, wenn der Verkehrssünder von einem stationären Radargerät geblitzt wurde und nicht mehr als 100 km/h gefahren ist. Soll mit dem Rechner ein Bußgeldbescheid überprüft werden, so sollten Sie daher beim Punkt „Toleranz abziehen“ „Nein“ anklicken. In allen anderen Fällen sollten Sie vom Rechner eine Toleranz abziehen lassen.

Geschwindigkeitsüberschreitung in der Probezeit?

Nach bestandener Fahrprüfung beginnt eine zweijährige Probezeit. Wer währenddessen Verstöße im Straßenverkehr begangen hat, muss regelmäßig nicht nur mit den im Bußgeldkatalog aufgezeigten „Strafen“ - wie z. B. einem Bußgeld, einem Punkt bzw. mehreren Punkten oder einem Fahrverbot - rechnen, sondern auch mit der Verlängerung der Probezeit und der Teilnahmepflicht an einem Aufbauseminar. Ansonsten riskiert der Fahranfänger seinen Führerschein bzw. seine Fahrerlaubnis. Besonders schwerwiegende Delikte sind hier unter anderem eine Geschwindigkeitsüberschreitung oder auch Alkohol am Steuer. Bitte geben Sie daher im Rechner an, ob Sie sich zur Zeit der Geschwindigkeitsüberschreitung noch in der Probezeit befunden haben.

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