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Krankenkasse will nicht zahlen – was tun?

Rechtstipp vom 22.01.2019
(14)
Rechtstipp vom 22.01.2019
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Nicht immer genehmigen die gesetzlichen Krankenkassen die von ihren Versicherten beantragten Leistungen. Zumeist begründen sie die Ablehnung mit der Behauptung, diese seien nicht „notwendig“.

Häufig werden daher die Anträge auf die Gewährung von Kuren, Hilfsmitteln und anderen ärztlichen Behandlungen abgelehnt. Dies, obwohl die Entscheidung stets eine Einzelfallentscheidung darstellt und die Kassen daher ein gewisses Ermessen auszuüben haben.

Widerspruch einlegen

Gegen einen ablehnenden Bescheid hat der Versicherte die Möglichkeit, innerhalb von einem Monat Widerspruch einzulegen. Auch von etwaigen Gutachten des MDK sollte man sich dabei nicht entmutigen lassen, da diese lediglich eine Empfehlung an die Krankenkasse darstellen, jedoch keinerlei Bindungswirkung entwickeln.

Ein Widerspruch lohnt sich häufig, da etwa ein Drittel der Widersprüche schlussendlich Erfolg haben.

Widerspruch begründen

Um die Erfolgsaussichten des Widerspruches zu erhöhen, ist es wichtig, dass dieser überzeugend begründet wird. Hierfür ist es ratsam, Einsicht ist die Akten der Krankenkasse zu nehmen, um insbesondere die Gutachten prüfen zu können. Aus diesem ergibt sich zumeist die Ablehnungsbegründung, sodass diese gezielt entkräftet werden können.

Darüber hinaus lohnt es sich, zu prüfen, ob die Krankenkasse rechtzeitig über den Antrag beschieden hat. Reagiert die Krankenkasse nicht innerhalb von 3 Wochen, so gilt der Antrag als genehmigt.

Wenn der Widerspruch abgelehnt wird

Wird der Widerspruch dennoch abgelehnt, so bleibt nur noch die Möglichkeit, innerhalb eines Monats Klage zum zuständigen Sozialgericht zu erheben.


Rechtstipp aus der Themenwelt Sozialversicherungen und den Rechtsgebieten Medizinrecht, Sozialrecht, Sozialversicherungsrecht

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