Online Trading Betrugsmasche: aktuelle Fälle 2024!

  • 10 Minuten Lesezeit
Online Trading Betrugsmasche

Es melden sich mehr und mehr Betroffene einer Online Trading Betrugsmasche. Allen Betrugsopfern wurden gleichermaßen erst hohe Gewinne suggeriert. Letztlich kam es nicht zu einer Auszahlung.

Betroffene von einer Online Trading Betrugsmasche können auf der Website

trading-betrug.de

eine eigene, vertiefte Recherche zu dieser Thematik anstellen. Je mehr die Betrugsopfer wissen, desto zielgerichteter kann gegen die Straftäter hinter den betrügerischen Trading-Plattformen vorgegangen werden.

Nutzen Sie gern unverbindlich das Kontaktformular oder melden Sie sich per E-Mail. Sie erhalten eine kostenfreie Ersteinschätzung eines Rechtsanwalts, der auf Trading-Betrug spezialisiert ist. Auf Wunsch können unverzüglich die notwendigen, rechtlichen Schritte eingeleitet werden.

Update vom 04.03.2024: Durchschlagender Ermittlungserfolg gegen Anlagebetrug! 

Vor dem Landgericht Göttingen wurden jetzt drei Täter zu langen Haftstrafen verurteilt. Diese drei Scammer hatten unseriöse Trading-Plattformen betrieben und unschuldige Menschen um mehr als 20 Millionen Euro "erleichtert". 

Jetzt müssen die perfiden Abzocker endlich in den Knast - Gott sei Dank! Siehe unter diesem Link. Den betroffenen Investoren fällt ein Stein vom Herzen.

Erst vor kurzem hatte die Zentralstelle Cybercrime aus Bayern siebenstellige Vermögenswerte von betrügerischen Brokern beschlagnahmt. Auf diesem Wege konnte das verloren geglaubte Geld zu den Betrugsopfern zurückgebracht werden. Hier ist der Link mit weiteren Informationen. 

Wir sehen dadurch, dass wir mit genügend Druck gegen die Finanzkriminellen vorgehen können. Wer sich vor dem Hintergrund dieser massiven Ermittlungserfolge nicht endlich wehrt, ist selbst schuld!

Sofortmaßnahmen nach einer Online Trading Betrugsmasche!

Betroffene sollten einige Schritte unternehmen, um möglichst das Geld vom Broker zurückfordern zu können. Wer zu viel Zeit verstreichen lässt, gibt den Tätern viele Möglichkeiten, sich mit der Beute regelrecht „aus dem Staub zu machen“. 

  1. Speichern Sie alle Kommunikationsdaten mit den Tätern. Hierzu zählen Mailverkehr, Chatnachrichten, Videos, Telefonnummern und Websiteadressen.
  2. Sichern Sie Ihr Onlinebanking vor einem etwaigen Fremdzugriff. Auch Accounts bei Kryptobörsen sollten entsprechend per Login-Daten geschützt werden.
  3. Glauben Sie niemandem, der proaktiv nach dem Betrug auf Sie zukommt. Es könnte sich um die gleichen Täter mit einer falschen Identität handeln.
  4. Schalten Sie einen spezialisierten Rechtsanwalt ein. Ihr Anwalt sollte Erfahrungen mit Trading-Betrug und Kryptowährungen aufweisen.

Weitere Maßnahmen gegen Online Trading Betrugsmasche!

  1. Strafrechtliche und zivilrechtliche Verfolgung der Täter und Vermögenswerte einleiten lassen.
  2. Weitere Vermögensschäden verhindern. 
  3. Finanzaufsichten international einschalten.
  4. Identitätsdiebstahl als Gefahr erkennen und entsprechend reagieren.
  5. Rechtsschutzversicherung über die Online Trading Betrugsmasche informieren.

Nutzen Sie die Möglichkeit einer kostenfreien Ersteinschätzung über das Kontaktformular oder per E-Mail. So erhalten Sie unverbindlich eine erste Orientierung Ihrer speziellen Betrugskonstellation. Danach können Sie konkret entscheiden, welche Maßnahmen Sie umsetzen möchten. 

Online Trading Betrugsmasche: so läuft der Betrug konkret ab!

Aus einer Vielzahl von Fällen lässt sich ein Muster hinter der Online Trading Betrugsmasche erkennen. Die Täter sind untereinander gut vernetzt und bestens organisiert.

Zunächst erstellen die Finanzbetrüger echt wirkende Trading-Plattformen im Internet. Designtechnisch sind diese Internetauftritte ansprechend gestaltet. Sie ähneln von der Aufmachung her den echten Handelsplattformen. Einige der dubiosen Anbieter haben wir hier für Sie aufgelistet: schwarze Liste Broker

Sodann gehen die Täter in die Phase des Marketings über. Sie schalten gezielt Videowerbung auf YouTube, Twitter, Facebook, Instagram und anderen sozialen Netzwerken: 

Hochprofessionelle Vorgehensweise

Diese Werbevideos sind professionell erstellt und vermitteln den Eindruck, es handele sich um einen seriösen Finanzdienstleister. 

Teilweise nutzen die betrügerischen Trader auch die direkte Kontaktaufnahme per WhatsApp, Telegram oder Signal. Sie schreiben den potenziellen Betrugsopfern vielversprechende Nachrichten und lenken die Aufmerksamkeit auf die erstellte Trading-Plattform.

Es beginnt mit kleinen Einzahlungen von 250 Euro

Nachdem sich die späteren Betrugsopfer etwas genauer mit der Online-Trading-Plattform auseinandergesetzt haben, wird die Möglichkeit einer testweisen Kleinsteinzahlung angeboten. 

So heißt es, man könne mit lediglich 250 Euro „starten“, um die Tradingoptionen auszuloten und kennenzulernen.

Diese überschaubaren, kleineren Geldsummen sind für viele Geldanleger zunächst undramatisch. Sie zahlen daher das Geld ein - entweder auf ein ihnen mitgeteiltes Auslandskonto, oder auf eine Kryptobörse. 

Eine "Illusion" wird bei der Online Trading Betrugsmasche erschaffen!

Mit diesem Anfangsinvestment wird dann angeblich Trading betrieben. Bei der Online Trading Betrugsmasche können die Betroffenen auf der jeweiligen, gefälschten Handelsplattform augenscheinlich Kursverläufe und Gewinnsteigerungen mitverfolgen. 

Sie sehen also, dass sich etwas tut. 

Die Täter haben hier allerdings lediglich digitale Fälschungen von Renditen, Kursgewinnen und Chartverläufen angefertigt. Diese Fälschungen sehen täsuchend echt aus (unseriöse Trading Plattformen), sind jedoch nur Zahlen und Grafiken auf einem Bildschirm. 

Trading-Plattform verweigert Auszahlung: der Betrug fällt auf!

Es läuft eine ganze Weile „sehr gut“ für die später geschädigten Geldanleger. Immerhin sehen sie tagtäglich die ihnen suggerierten Gewinne auf der Trading-Plattform.

Wenn schließlich eine Rückzahlung oder Auszahlung gefordert wird, erfolgt diese nicht. Der Broker verweigert die Auszahlung. Selbstverständlich sind die Straftäter kreativ genug, um sich hierfür allerlei Begründungen einfallen zu lassen.

Hanebüchene Geschichten der Täter

So heißt es beispielsweise, die Auszahlung sei nur temporär gesperrt und würde bald durchgeführt werden. Oder es müssten angeblich erst Steuerzahlungen, Spiegeltransaktionen, Liquiditätsnachweise oder Gebühren entrichtet sein. 

All dies sind weitere Betrugsversuche innerhalb der Online Trading Betrugsmasche.

Die Betrugsopfer reagieren verständlicherweise geschockt. Ihnen wurden monatelang Gewinnsteigerungen präsentiert, aber echtes Geld kommt auf dem eigenen Girokonto nicht an. Stattdessen werden nur weitere Einzahlungen verlangt, die vorher nicht abgesprochen waren.

Opfer werden bei der Online Trading Betrugsmasche regelrecht bedroht!

Doch damit nicht genug. Die Täter erhöhen den Druck und teilen den Betroffenen mit, dass angeblich ein Geldwäscheverdacht vorliege. Hierdurch soll psychologisch erreicht werden, dass die Betrugsopfer den Tätern wieder vertrauen.

Die unseriösen Trader und betrügerischen Broker bieten dann ihre „Hilfe“ an. Es werden Fremdgelder bewegt, welche weitergeleitet werden sollen. 

Dies solle angeblich die Geldwäscheproblematik umgehen - diese Transaktionen mit Geld oder Kryptowährungen von unbekannten Personen sind jedoch das Gegenteil. 

"Dreckiges Geld" wird verschoben

Es wird Geldwäsche mit den Konten der Betrugsopfer betrieben, sodass nach dem Trading Geld zurück zu verlangen nur einer von vielen Bausteinen der Vorgehensweise gegen die Betrüger ist. Wichtig ist, solche Verwicklungen in Straftaten zu unterlassen oder zu unterbinden.

Ferner kommt es vor, dass den Betrugsopfern angedroht wird, eine Strafanzeige gegen sie einzuleiten. Somit sind die Betroffenen nicht nur finanziell geschädigt, sondern werden in erheblichem Ausmaß manipuliert. 

Die bereits geschädigten Geldanleger werden nicht nur vom Broker betrogen, sondern bedroht und genötigt. 

Erfahrungen eines geschädigten Geldanlegers!

Nachfolgend sehen Sie anonymisiert die Zuschrift einer betroffenen Person, die sich bei mir wegen einer Online Trading Betrugsmasche gemeldet hatte:

"Sehr geehrter Herr Wehrmann,

vor Kurzem habe ich 250€ bei einer Trading-Plattform investiert und wurde, als ich einen Gewinn ausgezahlt haben wollte, plötzlich nicht mehr kontaktiert! Lange Rede, kurzer Sinn, ich habe Anzeige gegen Unbekannt geschaltet, läuft noch. 

Dann im August meldete sich eine Person, die über meinen Betrug bei der unseriösen Trading-Plattform Bescheid wusste und versprach (dumm von mir!) wie ich an mein Geld komme und den Gewinn! 

Ich sollte mich bei Bitpanda anmelden, wo ich mich verifiziert hatte, da ich von Freunden darauf aufmerksam gemacht wurde. Die Anruferin jedenfalls lenkte mich per App direkt auf Bitpanda und ich sollte 1500€ einzahlen, da ich über die Wallets wieder an den Gewinn komme! Ich konnte nur 1000€ einzahlen, was ich tat."

Fallschilderung geht noch weiter!

"Nun rief ich die Telefonnummer an und es meldete sich eine völlig andere Person und bemerkte den Betrug und rief sogleich meine Bank an und sie konnte die Direktüberweisung stoppen! 

Bitpanda will jedoch das Geld, da sie sogleich mit Gutschriften arbeiteten und schaltete ein Inkasso Büro aus Österreich ein und bedauerte doch per Mail den Betrug! Unsere Rechtsschutzversicherung lehnt indes eine Hilfe ab!"

Der anfragenden Person konnte ich zeitnah weiterhelfen. Hier zeigte sich, dass durch die Betrugsmasche sogar ein weiterer Schaden - nämlich bei Bitpanda - entstanden war. 

Psychologische Effekte einer Online Trading Betrugsmasche nicht unterschätzen!

Die Täter verwenden zielgerichtet Manipulationstechniken, um ihre Opfer regelrecht auszunehmen. Hierbei ist nicht nur der Vermögensschaden für die Betroffenen merklich. Es geht auch um einen Missbrauch eines Vertrauensverhältnisses. 

Wer durch diese Art einer Trading-Betrugsmasche geschädigt worden ist, sollte mit einer vertrauenswürdigen Person darüber sprechen. 

Denn die unseriösen Broker und betrügerischen Trading-Plattformen spekulieren darauf, dass die Betrugsopfer sich nicht an Außenstehende wenden. 

Betroffene sollten nicht allein bleiben

Diese isolierte Position der Betrugsopfer hat mehrere Nachteile. Denn wer den „Frust“ über die Geschehnisse lediglich mit sich selbst ausmacht, ergreift mitunter nicht die korrekten Maßnahmen. 

Die Täter wiederum agieren keinesfalls alleine, sondern sind hochorganisiert in Betrügsnetzwerken miteinander verbunden.

Es ist daher anzuraten, nach einer Online Trading Betrugsmasche über die Situation mit Familienangehörigen oder Freunden zu sprechen. Auch wenn dies schwerfällt, da sich Betroffene oft schämen und die Angelegenheit lieber niemandem mitteilen wollen.

Kryptowährungen sorgen für Verunsicherung bei unerfahrenen Investoren!

Die Täter nutzen den medialen Hype um Bitcoin und andere Kryptowährungen aus. Den Betrugsopfern wird eingeredet, sie könnten nun endlich „unkompliziert“ über eine gewisse Trading-Plattform in die digitalen Werte investieren.

Dankend nehmen viele eher unerfahrene Geldanleger dieses Angebot wahr. Allerdings können die Finanzbetrüger hierdurch im Verlauf der Online Trading Betrugsmasche weitere Verunsicherung stiften. 

Denn den daraufhin folgenden, technisch aufgeladenen „Blockchainsprech“ beherrschen nur wenige.

Glauben Sie denen nichts

So können die betrügerischen Broker und unseriösen Trading-Plattform den Betroffenen alles mögliche erzählen. Angeblich sei „auf der Blockchain“ gerade die Transaktion blockiert und müsste erst durch eine weitere Einzahlung bei der „Firma Blockchain“ freigegeben werden. 

Oder es komme zu Auszahlungsverzögerungen, weil die Miningunternehmen momentan vor IT-bezogenen Schwierigkeiten stünden. Alle Begründungen klingen überzeugend und sind für die Betrugsopfer nur oberflächlich einzuordnen. 

Bei einem solchen Bitcoin Trading Betrug werden nicht selten Dokumente gefälscht, die angeblich „von der Blockchain“ stammen. 

Betrugsmasche beim Online Trading

Aus meiner Kanzlei: Echtes Fallbeispiel zur Online Trading Betrugsmasche!

Zunächst wurde meine Mandantschaft über eine Werbeanzeige im Internet auf eine vermeintliche Anlagemöglichkeit bei einer Trading-Plattform aufmerksam. Im Kontakt mit der angeblichen Brokerin, Frau Emily Hope, wurde für meine Mandantschaft augenscheinlich ein „Handelskonto“ eröffnet.

Die Tatverdächtigen versicherten meiner Mandantschaft einen Zuwachs zum investierten Kapital in Höhe von 10 bis 15% pro Jahr. Mit dieser Erwartung investierte meine Mandantschaft binnen weniger Tage in Summe 25.000,00 EUR. 

Die Investition wurde in drei Teilen zu 5.000,00 EUR, 10.000,00 EUR und nochmals 10.000,00 EUR an eine Bankverbindung der Tatverdächtigen überwiesen. 

Und dann? Betrugsmasche mit Online Trading ging weiter!

Auf den offiziellen Warnlisten tauchte diese dubiose "Trading-Plattform" zum Zeitpunkt des Vorfalls noch nicht auf. So hatte meine Mandantschaft durch eine Onlinerecherche keine Chance, auf etwaige Negativberichte zu dem "Anbieter" zu stoßen. Sehen Sie hier meine Einschätzung zu den Warnungen der Finanzaufsichten:

Später versuchten die Tatverdächtigen meine Mandantschaft zu einer weiteren Investition zu bewegen. Die bisherigen Entwicklungen auf dem vermeintlichen Handelskonto meiner Mandantschaft auf der unseriösen Trading-Plattform waren positiv, sodass nicht von einer irgendwie gearteten Betrugsmasche beim Online Trading ausgegangen werden konnte. 

Außerdem erhielt meine Mandantschaft eine Auszahlung über den Zahlungsdienstleister PayPal in Höhe von 1.522,00 EUR. Schließlich stimmte meine Mandantschaft einer weiteren Investition zu.

Wie ging die Betrugsmasche beim Online Trading für meine Mandantschaft weiter?

Da es bei der Zahlung der geplanten Investition zu Problemen kam, „unterstützten“ die Tatverdächtigen meine Mandantschaft über die Remote-Software „AnyDesk“. Über die Software „AnyDesk“ wurden zwei Überweisungen in Höhe von jeweils 10.000,00 EUR an die Handelsplattform www.coinbase.com ausgeführt (siehe AnyDesk Betrugsmasche).

Anzumerken ist, dass meine Mandantschaft kein Handelskonto auf www.coinbase.com besitzt. Auf welches Handelskonto diese Einzahlungen getätigt wurden, konnte nicht auf Anhieb nachvollzogen werden. 

Nicht nur Coinbase leidet unter dieser Art von Betrugsfällen:

Als die Tatverdächtigen im weiteren Verlauf des Sachverhalts weitere Zahlungen forderte, lehnte meine Mandantschaft diese ab. 

Zu einer Auszahlung an meine Mandantschaft kam es seither nicht, sodass juristische Schritte gegen die Online Trading Betrugsmasche vorbereitet werden mussten.

Kostenfreie Ersteinschätzung einholen, dann entscheiden!

Betroffene sollten sich bei einer Online Trading Betrugsmasche entsprechende Beratung einholen. Es gilt zu klären, inwieweit es realistische Möglichkeiten gibt, das verloren geglaubte Geld oder die eingesetzten Kryptowährungen zurück holen zu können.

Auf der Website

trading-betrug.de/melden

können Betrugsopfer über das Kontaktformular oder per E-Mail völlig unverbindlich ihren eigenen Fall schildern. Sie erhalten eine kostenfreie Ersteinschätzung eines spezialisierten Rechtsanwalts.

Auf Wunsch können zeitnah die notwendigen, rechtlichen Maßnahmen ergriffen werden. Grundsätzlich gilt, dass bei einem Trading-Betrug schnellst möglich reagiert werden sollte. Andernfalls könnten die Täter zu viel Zeit haben, die erbeuteten Vermögenswerte beiseite zu schaffen.

Online Trading Betrug
Foto(s): Rechtsanwalt Martin Wehrmann (Trading Betrugsmasche Anwalt)


Artikel teilen:


Sie haben Fragen? Jetzt Kontakt aufnehmen!

Weitere Rechtstipps von Rechtsanwalt Martin Wehrmann

Beiträge zum Thema