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Rechtsanwalt Verkehrsunfall Rechtsanwälte | anwalt.de

Unter einem Verkehrsunfall versteht man ein plötzliche auftretendes Ereignis durch oder bei der Verwendung eines auf dem Land, dem Wasser oder in der Luft betriebenen Fahrzeugs auf einem für den öffentlichen Verkehr freigegebenen Weg, das die Tötung oder Verletzung einer Person oder einen nicht völlig belanglosen Sachschaden zur Folge hat.

Als Verkehrsunfall gelten z. B. Autounfall, Bahnunfall, Flugunfall, Gefahrgutunfall, Wildunfall, Unerlaubtes Entfernen vom Unfallort, vorgetäuschter Verkehrsunfall, herbeigeführter Unfall für die Begehung eines Suizids, Schulwegunfall, Verkehrsunfall für die Begehung eines Suizids. Häufigster Fall ist der Unfall im Straßenverkehr.
Auch Vorkommnisse im ruhenden Verkehr können ein Verkehrsunfall sein, soweit die Ursache im Straßenverkehr und seinen Gefahren liegt.

Es handelt sich dann nicht um einen Verkehrsunfall, wenn kein plötzliches, unabwendbares Ereignis vorliegt, also von allen Beteiligten geplant war, sich das Ereignis nicht im öffentlichen Straßenverkehr zugetragen hat, beispielsweise auf einem abgegrenzten Privatgrundstück und ein völlig belangloser Schaden eintritt (Grenze etwa 25 Euro)

Die oben genannte Definition ist im Strafrecht wichtig für alle Straftatbestände, die einen Unfall voraussetzen, z.B. ist eine Unfallflucht nach § 142 StGB nur bei einem tatsächlichen Verkehrsunfall möglich.

Gem. § 34 StVO hat jeder Unfallbeteiligte nach einem Verkehrsunfall folgende Regeln zu beachten:

  • Unverzüglich anhalten

  • Warnblinkanlage einschalten, bei Dunkelheit sollte zusätzlich das Standlicht benutzt werden

  • Warndreieck und, soweit vorhanden, Warnleuchte aufstellen
    Das Warndreieck ist etwa 100 Meter vor der Unfallstelle aufzustellen, denn bei weniger Abstand kann der nachfolgende Verkehr nicht rechtzeitig vor der Gefahrenstelle gewarnt werden

  • Verletzten Hilfe leisten
    Bei Unglücksfällen muss jeder - nicht nur die Unfallbeteiligten -, soweit dies erforderlich und ihm den Umständen nach zuzumuten ist, Hilfe leisten. Unterlassene Hilfeleistung ist gemäß § 323c StGB strafbar. Die wichtigsten Verbandsmaterialen befinden sich im Verbandskasten, der laut § 35h StVZO in jedem Kraftfahrzeug mitzuführen ist. Wenn nicht völlig klar ist, dass die Verletzungen ungefährlich sind, immer einen Arzt rufen.

Diese Pflichten treffen jeden Unfallbeteiligten. Beteiligter gem. § 34 II StVO, § 142 V StGB ist jeder, dessen Verhalten nach den Umständen zur Verursachung des Unfalls beigetragen haben kann. Erfasst wird neben denjenigen, die zur Verursachung des Unfalls unmittelbar beigetragen haben, alle Personen, die bei dem aktuellen Unfallgeschehen anwesend waren, soweit ihr Verhalten nach den konkreten Umständen den Verdacht begründet, dass es zum Unfall mit beigetragen hat. So sind auch Beifahrer, die den Fahrer abgelenkt haben, oder Dritte, die ein Hindernis auf der Straße gebildet haben, Unfallbeteiligte.

Der Schädiger bei einem Verkehrsunfall hat dem Geschädigten alle Sach- und Gesundheitsschäden zu ersetzen, die durch einen Verkehrsunfall entstanden sind.
Dazu gehören auch Schäden, die dem Geschädigten erst durch Dritte zugefügt wurden, sofern sie dem Schädiger ursächlich zugerechnet werden können.
Besondere Haftungsregeln bestehen für Kraftfahrzeugführer und Kraftfahrzeughalter.

(WEI)

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Thema Verkehrsunfall

ist Bestandteil der Rechtsgebiete Schadensersatzrecht & Schmerzensgeldrecht, Verkehrsrecht