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Rechtsanwalt Pflegeversicherung Rechtsanwälte | anwalt.de

Die Pflegeversicherung soll gegen das Risiko der Pflegebedürftigkeit schützen. Dafür können immense Kosten entstehen, insbesondere wenn eine umfassende häusliche Pflege notwendig wird. Für diesen Versicherungsfall erbringt eine Pflegeversicherung Geldleistungen bzw. finanziert Sachleistungen.

Gesetzliche Pflegeversicherung

Als jüngster Zweig der gesetzlichen Sozialversicherung existiert neben Krankenversicherung, Rentenversicherung, Arbeitslosenversicherung und Unfallversicherung seit 1995 auch eine gesetzliche Pflegeversicherung. Diese Pflegeversicherung ist im Elften Sozialgesetzbuch (SGB XI) geregelt.

Der Pflegebedarf wird in drei Stufen eingeteilt, je nachdem, wie viel Hilfe der Pflegebedürftige beispielsweise bei Körperpflege, Ernährung oder Mobilität benötigt. Pflegestufe I gilt für erheblich Pflegebedürftige, Pflegestufe II für Schwerpflegebedürftige und Pflegestufe III für Schwerstpflegebedürftige. Die Pflegestufe wird durch Verwaltungsakt festgestellt. Grundlage ist in der Regel ein medizinisches Gutachten. Sind danach die Voraussetzungen für Pflegestufe I noch nicht erreicht, spricht man ggf. von Pflegestufe 0. Zunächst versucht auch die Pflegeversicherung, durch Prävention, Behandlung oder Rehabilitation eine Pflegebedürftigkeit zu verhindern.

Die Pflege kann durch die Familie als Angehörigenpflege, ggf. im Rahmen einer Pflegezeit, erbracht werden. Oft wird allerdings ein ambulanter Pflegedienst beauftragt oder ein Heimvertrag mit einem Pflegeheim abgeschlossen. Je nach Pflegeart und Pflegestufe zahlt die Pflegeversicherung dafür bestimmte Geldbeträge. Werden keine externen Pfleger oder Heime eingeschaltet, gibt es das sog. Pflegegeld. Wofür genau der Pflegebedürftige oder sein etwaiger Betreuer das Pflegegeld einsetzt, ist nicht vorgeschrieben.

Pflegezusatzversicherung

Die gesetzliche Pflegeversicherung ist keine Vollversicherung wie beispielsweise die Krankenversicherung, die grundsätzlich alle notwendigen Leistungen abdecken soll. Stattdessen zahlt die Pflegeversicherung von vorneherein nur bestimmte Höchstsätze für die Pflege. Den Rest muss der Pflegebedürftige aufbringen.

Daher bieten viele Krankenkassen und Versicherungen eine freiwillige Pflegezusatzversicherung an. Die übernimmt im Pflegefall je nach Vertrag beispielsweise als Pflegekostenversicherung die Kosten, die eine gesetzliche oder private Pflegeversicherung nicht trägt. Als Pflegerentenversicherung oder Pflegetagegeldversicherung wird im Pflegefall eine Rente bzw. ein Tagegeld ausgezahlt, was auch für die Pflegekosten verwendet werden kann.

Private Pflegeversicherung

Während die gesetzliche Pflegeversicherung bei den gesetzlichen Pflegekassen liegt, die bei der jeweiligen gesetzlichen Krankenkasse eingerichtet sind, ist das bei der privaten Krankenversicherung ähnlich. Wer beispielsweise als Selbstständiger in einer privaten Krankenversicherung vollversichert ist, muss dort auch eine private Pflegeversicherung abschließen. Die Leistungen richten sich nach dem Vertrag.

(ADS)

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