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Rechtsanwalt AfA Rechtsanwälte | anwalt.de

Die Abkürzung AfA steht für Absetzung für Abnutzung. Damit gemeint ist die Absetzbarkeit von Kosten der zur Erzielung von Einkünften eingesetzten Wirtschaftsgüter, wie sie etwa Immobilien oder Maschinen darstellen. Ihre Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten werden im Rahmen der Abschreibung auf einen fiktiven Nutzungszeitraum verteilt und mindern die zu versteuernden Einkünfte und so insbesondere die Einkommensteuer und weitere Steuern wie etwa die Körperschaftsteuer oder Gewerbesteuer. Wichtig ist dabei, dass das Abschreibungsgut zumindest wirtschaftliches Eigentum des Steuerpflichtigen darstellt.

Abschreibungsmethoden

Bei den Verfahren der Abschreibung wird zwischen linearer und degressiver Abschreibung unterschieden. Bei linearer Abschreibung erfolgt die AfA über die Nutzungsdauer mit einem festen jährlichen Betrag. Im Rahmen der degressiven Abschreibung wird hingegen ein fester prozentualer Anteil der Beschaffungskosten abgeschrieben, der dementsprechend zu einem im Laufe der Jahre sinkenden Abschreibungsbetrag führt. Auf diese Weise lässt sich in den ersten Jahren im Vergleich zur linearen Abschreibung bei der Wahl degressiver Abschreibung ein höherer Betrag abschreiben. Mit fortschreitendem Verlauf kehrt sich dieses Verhältnis um. Ab dem Zeitpunkt, in dem sich durch lineare Abschreibung ein höherer Jahresbetrag ergibt, kann daher ein Wechsel von degressiver auf lineare Abschreibung sinnvoll sein. Der umgekehrte Wechsel von linearer auf degressive Abschreibung ist hingegen unzulässig und führt zur Ablehnung durch das Finanzamt. Zu beachten ist, dass im Jahr 2008 angeschaffte Wirtschaftsgüter nur linear abschreibbar sind. Außerdem existieren Grenzen, was die maximale Höhe der degressiven Abschreibung betrifft. Nicht nur wegen zahlreicher Änderungen, die die AfA in kurzer Zeit erfahren hat, ist das Einschalten eines Steuerberaters anzuraten.

Gegenstände, deren Wert maximal 410 Euro ohne Umsatzsteuer beträgt, können seit 2010 komplett im Erwerbsjahr abgeschrieben werden. Wer darauf verzichtet, kann sogenannte geringwertige Wirtschaftsgüter zwischen Werten von 150 Euro bis zu 1000 Euro auch zusammenfassen und über fünf Jahre abschreiben. Die Regelung im Detail ist jedoch komplex, sodass sich die Hilfe durch einen Steuerberater empfiehlt.

In besonderen Fällen ist eine außerordentliche Abschreibung möglich. So kann etwa bei einer eingetretenen dauernden Wertminderung von Anlagevermögen eine sogenannte Teilwertabschreibung erfolgen.  Ausnahmsweise ist bei zur Geldanlage zählender Gegenstände wie etwa Aktien eine Abschreibung auch ohne dauerhafte Wertminderung zulässig. Bei Umlaufvermögen schreibt das laut Handelsgesetzbuch geltende Vorsichtsprinzip eine derartige Wertberichtigung zwar vor, im Steuerrecht bleibt sie jedoch wie beim Anlagevermögen optional. Auf diese Weise kann sich ein nach Handelsrecht und Steuerrecht unterschiedlicher Jahresabschluss ergeben.

Eine außerordentliche AfA ist auch möglich, wenn ein Gegenstand während des Abschreibungszeitraums beschädigt wird oder durch den Fortschritt vorzeitig veraltet. Dann kann der Schaden wie etwa bei einem durch Verkehrsunfall zerstörten Dienstwagen außerordentlich abgeschrieben werden.

Betriebsausgaben oder Werbungskosten

Die Abschreibungsbeträge stellen dabei bei Gewinneinkünften Betriebsausgaben dar, bei Überschusseinkünften handelt es sich hingegen um Werbungskosten. Gewinneinkünfte erzielt, wer Einkünfte sowie aus Landwirtschaft und Forstwirtschaft. Überschusseinkünften unterfallen vor allem Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit, aus Kapitalvermögen sowie aus Vermietung und Verpachtung.

(GUE)

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ist Bestandteil des Rechtsgebiets Steuerrecht