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Rechtsanwalt Werbungskosten: Ihr Anwalt für kompetente Rechtsberatung

Werbungskosten vermindern im Steuerrecht die Einkünfte aus nichtselbstständiger Arbeit, Kapitalvermögen, Vermietung und Verpachtung und sonstige Einkünfte gemäß § 22 Einkommensteuergesetz (EStG). Als steuerlich relevante Einkünfte zählen nur die Überschüsse der Einnahmen über die Werbungskosten. Auch bei den anderen Einkünften aus selbstständiger Arbeit, Landwirtschaft oder Gewerbe sind nicht die Einnahmen für die Berechnung der Einkommensteuer maßgeblich, sondern der Gewinn.

Überschusseinkünfte

Einnahmen sind beispielsweise bei nichtselbstständiger Arbeit der Arbeitslohn, den der Arbeitgeber seinen Arbeitern und Angestellten aufgrund von einem Arbeitsvertrag zahlt. Beim Kapitalvermögen sind es von der Bank gezahlte Zinsen, bei Vermietung einer Wohnung die Miete und bei Verpachtung die Pacht. Auch bei einem privaten eBay-Verkauf kann der Verkaufspreis eine steuerlich relevante Einnahme sein.

Werbungskosten stehen diesen Einnahmen als Ausgaben gegenüber. Es sind Ausgaben, die der Sicherung und Erhaltung oder auch dem Erwerb der Einnahmen dienen. Der Vermieter als Eigentümer kann z. B. Grundsteuer, Abschreibungen oder Zinsen zur Finanzierung der Immobilie als Werbungskosten geltend machen, da er ohne diese Ausgaben auch keine entsprechenden Einnahmen erzielen könnte.

Werbungskosten für Arbeitnehmer

Für Arbeiter und Angestellte sind Werbungskosten beispielsweise Fahrtkosten zum Arbeitsplatz, Kosten für Bewerbungen oder für einen Rechtsstreit vor dem Arbeitsgericht, für doppelte Haushaltsführung oder Arbeitsmittel wie Werkzeuge oder Fachliteratur. Werbungskosten sind dabei ähnlich wie Betriebsausgaben in einem gewerblichen Unternehmen zu sehen. Auch sie müssen ggf. über mehrere Jahre abgeschrieben werden.

Beruflich und privat genutzte Gegenstände können manchmal anteilig, z. B. ein PC in der Regel zu 50 %, als Werbungskosten angesetzt werden. Selbst zu tragende Kosten für die Beschaffung und Reinigung spezieller Berufskleidung sind Werbungskosten. Alltagskleidung, dazu zählt auch der Anzug von einem Rechtsanwalt, kann dagegen nicht geltend gemacht werden. Die Abgrenzung ist im Einzelfall schwierig und umstritten. Erkennt die Behörde Werbungskosten zu Unrecht nicht an, kann gegen den Steuerbescheid Einspruch eingelegt und in einem weiteren Schritt vor dem Finanzgericht Klage erhoben werden.

Werbungskostenpauschalen

Wie oft im Steuerrecht gibt es auch hier Pauschalen. Weit verbreitet ist die sogenannte Pendlerpauschale oder Entfernungspauschale, bei der aktuell 30 Cent pro Entfernungskilometer zwischen Wohnung und Arbeitsstätte als Werbungskosten gelten. Aber auch der umfassende sogenannte Arbeitnehmerpauschbetrag (1000 Euro für das Jahr 2013) kann von Arbeitern und Angestellten in der Einkommensteuererklärung angesetzt werden.

(ADS)

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