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Beleidigung - was Sie wissen und beachten müssen!

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Die wichtigsten Fakten:

  • Eine Beleidigung liegt vor, wenn jemand aufgrund der Kundgabe einer Missachtung oder Nichtachtung in seiner persönlichen Ehre verletzt wurde.
  • Beleidigungen können mündlich, schriftlich oder in bildhafter Sprache erfolgen.
  • Beleidigungen müssen gegen eine Person oder einen abgrenzbaren Personenkreis gerichtet sein, um strafbar zu sein.
  • Das Strafmaß für eine Beleidigung liegt bei einer Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder bei einer Geldstrafe. Bei einer tätlichen Beleidigung kann bis zu zwei Jahren Freiheitsstrafe verhängt werden.

Was gilt als Beleidigung?

Als Beleidigung wird die Kundgabe der Missachtung oder Nichtachtung gegenüber einem Betroffenen oder einem Dritten bezeichnet, die dessen persönliche Ehre verletzt. Wichtig ist, dass dieses Verhalten vom Betroffenen als Beleidigung empfunden wird und der Täter ausdrücklich den Willen hatte, ihn zu beleidigen.

Welche Formen der Beleidigung gibt es?

Generell kann die Art und Weise der Beleidigung auf unterschiedliche Arten und Weisen stattfinden, z. B. mündlich, schriftlich oder in bildhafter Sprache. So kann sie beispielsweise verbal als Beschimpfung oder aufgrund einer Geste, z. B. mittels erhobenem Mittelfinger erfolgen. Darüber hinaus können Beleidigungen auch in Abwesenheit des Betroffenen stattfinden, wenn sie gegenüber einer dritten Person geäußert werden. Des Weiteren können ehrverletzende und zugleich unwahre Tatsachenbehauptungen strafbar sein, z. B. wenn jemand etwas behauptet, das gar nicht der Wahrheit entspricht.

Wann ist eine Beleidigung strafbar?

Allgemeine Unhöflichkeiten gegenüber Polizeibeamten sind keine Beleidigung, wenn sie klar erkennbar polizeiliche Maßnahmen kritisieren. Beleidigungen gegenüber einer Behörde oder der Polizei sind ebenfalls nicht strafbar, weil der Personenkreis, gegen den die Beleidigung gerichtet ist, nicht klar abgrenzbar ist. Wenn aber ein einzelner Polizist herabwürdigend beschimpft wurde, könnte eine Beleidigung vorliegen. Herabsetzende Werturteile oder Äußerungen, die ehrverletzende Tatsachenbehauptungen enthalten sind generell strafbar. Sogar ein Scherz kann eine Beleidigung enthalten, wenn er die Minderwertigkeit des Betroffenen zum Ausdruck bringt.

Welche Strafe gibt es?

Voraussetzung für eine Strafe ist, dass das Opfer gem. § 194 Abs.1 StGB einen Strafantrag stellt. Eine Beleidigung wird gem. § 185 StGB mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder Geldstrafe bedroht. Handelt es sich um eine tätliche Beleidigung, z. B. Körperverletzung, so kann das Gericht eine Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren verhängen.

Was kostet eine Beleidigung?

Aufgrund einiger Urteile (Stand 2019) wird bereits für das Herausstrecken einer Zunge 150 € Geldstrafe verhängt, für die Bezeichnung als „dumme Kuh“ ist eine Geldstrafe in Höhe von 300 € fällig. Eine andere Person als „Schlampe“ zu bezeichnen, wird momentan mit einer Geldstrafe von 1.900 € bestraft. Wenn man jemandem einen Vogel zeigt, werden 750 € berechnet und für den erhobenen Mittelfinger wurde in einem Urteil eine Geldstrafe in Höhe von 4000 € verhängt.


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