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Corona-Krise: Was bedeuten Einreisestopp und Rückholaktion für Reisende?

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Corona-Krise: Was bedeuten Einreisestopp und Rückholaktion für Reisende?
Die Corona-Krise hat erhebliche Auswirkungen auf das Reisen.
  • Die Bundesrepublik hat einen sofortigen Einreisestopp für Bürger aus Nicht-EU-Staaten für 30 Tage verhängt.
  • Das Auswärtige Amt hat eine weltweite Reisewarnung für touristische Reisen herausgegeben, die bis Ende April gilt.
  • Für die im Ausland gestrandeten Touristen aus Deutschland hat das Auswärtige Amt eine Rückholaktion gestartet, um den Betroffenen eine Rückreise nach Deutschland zu ermöglichen.

Einreisestopp verhängt – was bedeutet das?

Reiserecht Erstberatung Reiserecht: Diese Rechte stehen Ihnen zu!

Um die Corona-Pandemie einzudämmen, haben die Staats- und Regierungschefs der EU-Staaten Einreisen aus Nicht-EU-Staaten verboten – für einen Zeitraum von 30 Tagen. In der Bundesrepublik gilt der Einreisestopp seit dem 17. März. Konkret heißt das: Bürger, die aus Nicht-EU-Staaten stammen, dürfen die nächsten 30 Tage nicht nach Deutschland reisen.

Für Drittstaatsangehörige, die über ein längerfristiges Aufenthaltsrecht in einem EU-Staat verfügen, gilt der Einreisestopp nicht. Liegt ein dringender Grund vor, wie beispielsweise ein Todesfall in der Familie oder ein ärztlicher Eingriff, sind die jeweiligen Nachweise mitzuführen. Staatsangehörigen von EU-Staaten sowie Bürger aus Norwegen, Island, Großbritannien, Liechtenstein und aus der Schweiz ist es auch weiterhin gestattet, nach Deutschland zu reisen.

Auswärtiges Amt gibt weltweite Reisewarnung heraus

Das Auswärtige Amt hat eine weltweite Reisewarnung für touristische Reisen herausgegeben, die bis Ende April gilt. Von Reisen ins Ausland wird vonseiten der Bundesregierung dringend abgeraten.

Das Auswärtige Amt warnt vor erheblichen Einschränkungen im internationalen Luft- und Reiseverkehr. Es ist mit Einreisekontrollen und -beschränkungen, Quarantänemaßnahmen sowie mit der Einschränkung des öffentlichen Lebens in den meisten Ländern der Welt zu rechnen.

Mit seiner Reisewarnung rät das Auswärtige Amt von allen nicht notwendigen touristischen Reisen ins Ausland ab. Davon ausgenommen sind beruflich Reisende. Diese sollten sich trotzdem vor Antritt der Dienstreise mit ihrem Arbeitgeber abstimmen, ob diese nötig ist.

Darüber hinaus haben zahlreiche Länder – sowohl in Europa als auch weltweit – ihre Ein- und Ausreisebestimmungen verschärft. Einreiseverbote gelten unter anderem in Australien, Brasilien, Israel, Kanada, Südafrika, in den USA, Polen, Tschechien, Finnland und auch in Italien. Auf der Website des Auswärtigen Amtes sind nähere Informationen zu finden.

„Luftbrücke“ für Reisende – wie funktioniert die Rückholaktion?

Aufgrund von Grenzschließungen und Flugausfällen sitzen Tausende Touristen und Reisende aus Deutschland im Ausland fest. Aus diesem Grund hat das Auswärtige Amt eine einmalige Rückholaktion – die sogenannte „Luftbrücke“ – für im Ausland gestrandete Personen aus Deutschland, die sich dort zum Beispiel für einen Urlaub oder einen Schüleraustausch aufhalten, ins Leben gerufen. Den Reisenden wird somit die Rückreise nach Deutschland ermöglicht. Die Rückholaktion begann am 18. März mit einem Flug von Tunesien nach München.

Die Rückholaktion betrifft insbesondere folgende Länder: Algerien, Ägypten, Tunesien, Marokko, Gambia, Kenia, Argentinien, Mexiko, Chile, Ecuador, Kolumbien, Peru, Costa Rica, Panama, die Dominikanische Republik, Indien, Neuseeland und die Philippinen. Die Liste des Auswärtigen Amtes wird ständig aktualisiert.

Wer sich derzeit in einen dieser Länder aufhält und nach Deutschland zurückkehren möchte, muss sich auf der Website rueckholprogramm.de eintragen. Eine Registrierung in der Krisenvorsorgeliste „Elefand“ des Auswärtigen Amtes ist nicht ausreichend.

Reisende, die sich in Länder befinden, für die es kein Rückholprogramm gibt, sollten sich in die Krisenvorsorgeliste „Elefand“ des Auswärtigen Amtes eintragen. Außerdem sollten sie mit ihrem Reiseveranstalter in Kontakt treten und prüfen, ob eine Rückreise nach Deutschland ermöglicht werden kann.

Die Kosten dieser Rückholaktion in Höhe von 50 Millionen Euro trägt das Auswärtige Amt, die Lufthansa organisiert die nötigen Flüge. Jeder einzelne Reisende muss mit Kostenbeiträgen für den Rückflug rechnen.

(KKA)

Foto : ©Shutterstock.com/GaudiLab

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