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Rechtsanwalt Urlaub: Ihr Anwalt für kompetente Rechtsberatung

Wenn ein Beschäftigter Urlaub genommen hat, darf er - obwohl er arbeitsfähig ist - der Arbeit fern bleiben. Auch wenn der Mitarbeiter in dieser Zeit keinerlei Arbeitsleistung erbringt, muss der Arbeitgeber in der Regel weiterhin Lohn zahlen.

Die meisten Arbeitnehmer setzen den Begriff Urlaub mit dem sog. Erholungsurlaub gleich. Nach § 2 Bundesurlaubsgesetz beträgt der Erholungsurlaub mindestens 24 Werktage. Weil Samstag auch als Werktag gilt, stehen einem also nur bei einer Sechs-Tage-Woche 24 Urlaubstage zu. Wer dagegen fünf Tage in der Woche arbeitet, hat lediglich einen Mindesturlaub von 20 Tagen. Häufig haben die Tarifparteien in einem Tarifvertrag oder einem Manteltarifvertrag jedoch einen höheren Urlaubsanspruch vereinbart. Ansonsten kann auch im Arbeitsvertrag individuell ein Anspruch auf mehr Urlaub festgelegt werden. Dabei ist aber stets zu beachten, dass für bestimmte Arbeitnehmergruppen spezielle Urlaubsregelungen existieren. So haben etwa Angestellte mit einer Schwerbehinderung nach § 125 Sozialgesetzbuch IX Anspruch auf Zusatzurlaub.

Wer innerhalb der Probezeit für mehrere Wochen in den Urlaub fahren möchte, ist auf einen gnädigen Arbeitgeber angewiesen. Denn der volle Anspruch auf den Erholungsurlaub entsteht erst, wenn das Arbeitsverhältnis sechs Monate bestanden hat. Außerdem haben langjährige Mitarbeiter und Eltern schulpflichtiger Kinder den Vortritt, falls deren Urlaubspläne mit denen des neuen Mitarbeiters kollidieren.

Im Übrigen muss der Urlaub innerhalb des Kalenderjahres genommen werden. Wurde aber aus betrieblichen Gründen kein Urlaub gewährt, kann er auf die ersten drei Monate des nächsten Kalenderjahrs übertragen werden. Wird der Beschäftigte im Urlaub krank oder hat er einen Unfall, muss der Angestellte seine Arbeitsunfähigkeit mit einem ärztlichen Attest nachweisen. In diesem Fall werden die Krankheitstage nicht auf den Jahresurlaub angerechnet, vgl. § 9 Bundesurlaubsgesetz. Wer sich dagegen krank meldet und in dieser Zeit in den Urlaub fährt, muss mit einer Abmahnung oder schlimmstenfalls mit einer Kündigung rechnen. Denn Selbstbeurlaubung ist verboten; allein der Chef darf den Urlaub gewähren.

Wird das Arbeitsverhältnis beendet, bevor man seinen Urlaub nehmen konnte, muss der Arbeitgeber ihn abgelten, also „ausbezahlen". Weigert der sich jedoch zu zahlen, hilft oftmals nur noch eine Klage vor dem zuständigen Arbeitsgericht.

Weitere „Urlaubsformen“ neben dem Erholungsurlaub sind beispielsweise:

  • der Bildungsurlaub
  • die Elternzeit
  • die Pflegezeit
  • der Sonderurlaub - z. B. bei der eigenen Hochzeit, einem Gerichtstermin oder einem beruflich veranlassten Umzug

(VOI)

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