Zur Navigation springen Zum Inhalt springen Zum Footer springen

Rechtsanwalt Körperverletzung Rechtsanwälte | anwalt.de

Körperverletzung ist eine Straftat, bei der eine Person rechtswidrig und schuldhaft körperlich misshandelt oder an der Gesundheit geschädigt wird. Sie kann sowohl durch aktives Tun als auch durch Unterlassen begangen werden.

Strafmaß bei Körperverletzung

Sie wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft. Der Versuch ist ebenfalls strafbar.

Straftatbestand der Körperverletzung

Unter einer körperlichen Misshandlung versteht man eine üble, unangemessene Behandlung, die das körperliche Wohlbefinden oder die körperliche Unversehrtheit nicht nur unerheblich beeinträchtigt. Eine Gesundheitsschädigung ist gegeben, wenn ein krankhafter Zustand körperlicher oder seelischer Art hervorgerufen oder gesteigert wird. An der Schwelle zur Körperverletzung liegt daher etwa eine Ohrfeige. Diese kann jedoch eine Beleidigung darstellen.

Der Grundtatbestand findet sich in § 223 Strafgesetzbuch (StGB). In den §§ 224 ff. StGB finden Strafverschärfungen bei besonderer Tatbegehung und Folgen einer Körperverletzung. 

Gefährliche Körperverletzung

In § 244 ist die gefährliche Körperverletzung mit einer Freiheitsstrafe von mindestens sechs bis zu zehn Jahren sanktioniert. Eine gefährliche Körperverletzung ist dadurch gekennzeichnet, dass die Tatbegehung mit besonders gefährlichen Mitteln erfolgt, zum Beispiel mit Gift, mit einer Waffe oder einem gefährlichen Werkzeug, mittels eines hinterlistigen Überfalls, gemeinschaftlich begangen wird oder mit einer das Leben gefährdenden Behandlung.

Misshandlung von Schutzbefohlenen

Die Misshandlung von Schutzbefohlenen ist in § 225 Strafgesetzbuch unter Strafe gestellt. Damit wird eine Körperverletzung besonders hart bestraft, die ihm Rahmen eines besonderen Abhängigkeitsverhältnisses zwischen Täter und Opfer begangen wird. Hierunter fallen Misshandlungen von Personen unter 18 Jahren und gebrechlichen und kranken Menschen, die daher wehrlos sind. Sie müssen in der Obhut, Fürsorge des Täters stehen, seinem Hausstand angehören oder im Rahmen eines Arbeitsverhältnisses oder Dienstverhältnisses ihm untergeordnet sein.

Bei der Misshandlung von Schutzbefohlenen ist häufig häusliche Gewalt mit im Spiel, wenn minderjährige Kinder geschlagen werden. Als schnelle Reaktion ist hier im Rahmen der Opferhilfe an Sofortmaßnahmen wie das Verweisen aus der gemeinsamen Wohnung durch die Polizei und ein Kontaktverbot für den Täter nach dem Gewaltschutzgesetz zu denken.

Schwere Körperverletzung

Die schwere Körperverletzung gemäß § 226 StGB wird mit dem Strafmaß von einem bis zu zehn Jahren im Vergleich zu der „normalen" Körperverletzung härter bestraft, weil der Straftat wegen der dauerhaften und schwerwiegenden Folgen für das Opfer ein besonders schweres Unrecht anhaftet und es wegen der Tat beispielsweise dauerhaft entstellt ist, auf einem oder beiden Augen erblindet oder ein Körperteil verliert. Eine schwere Körperverletzung ist auch gegeben, wenn das Opfer durch die Verletzungen dauerhaft entstellt oder gelähmt ist, dahinsiecht, geistig krank wurde oder eine Behinderung davon getragen hat.

Körperverletzung mit Todesfolge

Bei der Körperverletzung mit Todesfolge (§ 227 StGB) muss der Täter die Körperverletzung vorsätzlich begangen haben und in Hinblick auf die Todesfolge zumindest fahrlässig gehandelt haben, wobei die Körperverletzungshandlung in den verschiedenen Formen der §§ 223 bis 226 liegen kann. Kann von Fahrlässigkeit beim Tod des Opfers nicht mehr ausgegangen werden, droht dem Täter anstelle einer Verurteilung wegen Körperverletzung mit Todesfolge eine Bestrafung wegen Totschlag oder gar Mord.

Beteiligen an einer Schlägerei

Die Beteiligung an einer Schlägerei wird in § 231 Strafgesetzbuch besonders sanktioniert, wobei eine Strafbarkeit nur in Betracht kommt, wenn es zu einer schweren Körperverletzung oder einem Todesfall kommt. Das Tatbestandsmerkmal der Schlägerei ist erfüllt, wenn eine Auseinandersetzung zwischen mindestens drei Personen stattfindet, die im Zusammenhang mit einer gegenseitigen Körperverletzung besteht. Grund dafür ist die besondere Gefährlichkeit, wenn mehrere Personen an einer Auseinandersetzung beteitligt sind. Wer sich vorsätzlich an einer Schlägerei beteiligt, bei der die schweren Folgen des § 226 StGB wie der Verlust des Sehvermögens eines Beteiligten oder das Forttragen einer Behdinderung eintertreten oder andererseits eine Person verstirbt, muss mit einer Freiheitsstrafe von mindestens drei Jahren rechnen.

Sie haben ein rechtliches Problem und suchen einen Anwalt in Ihrer Nähe, der Sie bei allen Fragen zum Thema Körperverletzung umfassend berät? Bei anwalt.de finden Sie ganz einfach die passenden Anwälte für Ihr Rechtsproblem. anwalt.de – eines der führenden Unternehmen in Deutschland für moderne Rechtsberatung und Legal Tech.

Wählen Sie nachfolgend den gewünschten Ort in Ihrer Nähe aus und erhalten Sie eine Auflistung von Kanzleien, die zum Thema Körperverletzung besondere Kenntnisse besitzen. Detaillierte Informationen zu Ihrem ausgewählten Anwalt oder Ihrer gewählten Anwältin finden Sie auf den einzelnen Kanzleiprofilen.

Rechtstipps von Anwälten zum Thema Körperverletzung

Thema Körperverletzung

ist Bestandteil des Rechtsgebiets Strafrecht