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Rechtsanwalt Mord Rechtsanwälte | anwalt.de

Mord bezeichnet die Tötung eines Menschen, wenn noch besondere Merkmale hinzukommen. Ohne diese Mordmerkmale handelt es sich strafrechtlich um Totschlag. Daneben gibt es noch die Körperverletzung mit Todesfolge, fahrlässig Tötung oder Tötung auf Verlangen. Der Amoklauf hat keine gesetzliche Definition, dabei liegen aber regelmäßig Morde bzw. versuchte Morde vor. Wie bei jedem Verbrechen ist der Versuch eines Mordes, der sog. Mordversuch, strafbar.

Die Mordmerkmale, in Abgrenzung zum Totschlag, ergeben sich aus § 211 Strafgesetzbuch (StGB): Wer danach aus Mordlust oder Habgier tötet, ist ein Mörder. Gleiches gilt für den Mord, der heimtückisch, beispielsweise mit Gift, grausam, d. h. durch Zufügung besonderer Schmerzen oder mit gemeingefährlichen Mitteln begangen wird. Mord in Zusammenhang mit Sexualverbrechen gibt es, beispielsweise wenn das Opfer direkt zur Befriedigung des Geschlechtstriebes getötet wird. Auch wenn die Tötung eines Menschen zur Verdeckung einer Straftat erfolgt, liegt nach dem Strafgesetzbuch ein Mord vor.

Wie jeder Beschuldigte bzw. Angeklagte hat der potenzielle Mörder im Strafverfahren ein Zeugnisverweigerungsrecht. Hinzu kommt aufgrund der hohen Straferwartung der Anspruch auf einen Strafverteidiger bzw. Pflichtverteidiger. Regelmäßig wird Untersuchungshaft angeordnet. Das Ermittlungsverfahren führen Staatsanwaltschaft und Polizei. Das gerichtliche Strafverfahren findet dann vor dem Landgericht als Schwurgericht und in besonderen Fällen vor dem Oberlandesgericht statt. Mord verjährt nie. Diese nicht vorhandene Verjährung ergibt sich aus § 78 Abs. 2 StGB.

Die Strafe für Mord lautet lebenslange Freiheitsstrafe. Zu beachten ist allerdings, dass nach 15 Jahren der Rest der Strafe auf Bewährung ausgesetzt wird, es sei denn, dass sich eine Sicherungsverwahrung anschließt. Der gleiche Strafrahmen gilt für die Mittäterschaft oder Anstiftung zu Mord, jedenfalls dann, wenn bei dem Beteiligten auch das Mordmerkmal vorliegt. Wer Beihilfe zum Mord leistet, muss mit einer Freiheitsstrafe von mindestens 3 Jahren rechnen. Nach dem Jugendstrafrecht kann ein Heranwachsender für Mord mit 10 Jahren, in Einzelfällen bis zu 15 Jahren Jugendstrafe bestraft werden.

Einen Tiermord gibt es nicht. Für die Tötung von Tieren gilt weder der Mordbegriff noch sonstige Tötungsdelikte nach dem StGB. Stattdessen liegt nach dem StGB eine Sachbeschädigung vor. Darüber hinaus finden sich im Tierschutzgesetz aber weitere wesentliche Strafnormen. Wird ein Mensch durch ein Tier getötet, ist regelmäßig der Tierhalter verantwortlich. Hat er beispielsweise einen Kampfhund auf das Opfer gehetzt, um es bewusst zu töten, kann ggf. auch der Tierhalter Mörder oder Totschläger sein.

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ist Bestandteil des Rechtsgebiets Strafrecht