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Rechtsanwalt Pferdebiss: Ihr Anwalt für kompetente Rechtsberatung

Schnell ist es passiert – beim Füttern im Stall, beim ausgelassenen Spiel auf der Koppel, auf einem heiteren Ausritt, und auch bei einem Reitunfall besteht die Gefahr. Und das auch, wenn der Einhufer mit dem „zupackenden“ Kiefer – egal ob es sich um einen temperamentvolles Sportpferd oder einen gemütlichen Weidenbewohner handelt – eigentlich als gutmütig gilt. Dass ein Pferdebiss schmerzhaft und durchaus gefährlich sein kann, steht fest – und die Folgen sind oft dementsprechend. Nicht immer ist die unangenehme Angelegenheit mit einem gequetschten Finger ausgestanden. Oft entstehen hierbei ernsthafte Verletzungen, oder die Wunde entzündet sich und es besteht Tetanusgefahr, so dass der Betroffene um den Gang zum Arzt nicht umhin kommt. Besonders gravierend sind die Folgen in der Regel, wenn ein Kind Opfer des Bisses wird.

Der Halter des Tieres besitzt Haftpflicht

Im Fall eines Personenschadens aufgrund eines Pferdebisses liegt der Tatbestand der Körperverletzung vor, der als Eingriff in die körperliche Integrität definiert wird. Primär obliegt dem Pferdehalter nun, den entstandenen materiellen und immateriellen Schaden zu ersetzen – die rechtliche Grundlage bildet hier §§ 833, 847 BGB. Gemäß § 833 S. 1 BGB besitzt der Geschädigte nun den Anspruch auf Erstattung der entstandenen Kosten wie etwa Rechtsanwaltskosten, Heilungs- und Behandlungskosten, oder zerstörte Kleidung. Auch eine Rückvergütung von durch Arztbesuchen während der Arbeitszeit bedingtem Lohnausfall steht ihm zu. Ebenso besitzt er das Anrecht auf eine Bearbeitungspauschale für Telefonate und Postgebühren. Der Pferdebesitzer haftet hier gemäß § 833 BGB verschuldensunabhängig. Im Klartext: Die Gefährdungshaftung fußt auf der grundsätzlichen Unberechenbarkeit des Verhaltens von Tieren.

Auch Schmerzensgeld ist bei einem Pferdebiss keine Seltenheit

Abgesehen von seinem Anspruch auf Schadensersatz besitzt das Opfer der Beißattacke gemäß §§ 833 S. 1 i.V.m. 253 BGB einen Schmerzensgeldanspruch. Herbei sind allerdings die Art und die Schwere der davongetragenen Verletzung maßgeblich. Auch eventuelle dauerhafte Beschwerden oder Narben spielen eine wichtige Rolle. Die Höhe des Schmerzensgeldes hängt so stark vom Einzelfall ab, und seine Ermittlung gestaltet sich oftmals aufwändig – etwa durch die Begutachtung der klinischen Unterlagen. Zudem ist einzubeziehen, ob und inwieweit der Geschädigte an seiner Verletzung Mitschuld getragen hat. Relevant sind ebenso die Dauer der ärztlichen oder stationären Behandlung zur Behandlung der Verletzung sowie die der Arbeitsunfähigkeit. Liegt nur eine geringfügige Verletzung vor, kommt dem Geschädigten jedoch kein Recht auf Schmerzensgeld zu.

Auch im Bereich Tierrecht ist Vorsicht besser als Nachsicht

Wer bei der Pferdehaltung also auf der sicheren Seite sein möchte, sollte also vorsorgen. Eine Pferdehalter-Haftpflichtversicherung tritt nicht nur im Falle von Personenschaden und Sachschaden, sondern auch bei Vermögensschäden aufgrund von Personen- oder Sachschäden in Kraft. So werden etwa Heilungskosten, Lohnfortzahlungskosten und Rechtsanwaltskosten übernommen. Auch der größte Tierfreund sollte also, wenn es ums Recht rund ums Tier geht, nicht am falschen Ende sparen, um nicht nur sich, sondern auch seinen Liebling im Ernstfall zu schützen.

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Thema Pferdebiss

ist Bestandteil des Rechtsgebiets Schadensersatzrecht & Schmerzensgeldrecht