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Rechtsanwalt Reisekatalog: Ihr Anwalt für kompetente Rechtsberatung

Die meisten Fernwehgeplagten werfen erst einen Blick in den Reisekatalog, bevor sie ihren Urlaub buchen. Denn im Reisekatalog finden sich nicht nur die AGB (allgemeine Geschäftsbedingungen) des Reiseveranstalters. Der muss im Reisekatalog laut -Informationspflichten-Verordnung - BGB-InfoV - nämlich mindestens Angaben zum Reisepreis, zur Höhe einer gegebenenfalls zu leistenden Anzahlung und zur Fälligkeit des Restbetrags machen. Je nach Notwendigkeit muss der Reiseveranstalter im Reisekatalog außerdem über z. B. Visa-Bedingungen, die Unterbringung oder die Reiseroute informieren.

Diese Angaben im Reiseprospekt müssen nach -InfoV deutlich lesbar, klar und genau sein. Das bedeutet z. B., dass sie an auffälliger Stelle im Reisekatalog platziert sein müssen, damit der Leser ohne lange Suche auf die Informationen aufmerksam wird. Schließlich sind die Angaben für den Reiseveranstalter verbindlich und werden Teil vom Reisevertrag. Daher muss sich der Urlauber ein zutreffendes Bild von der Reise machen können, weshalb sowohl positive als auch negative Aspekte - z. B. hellhörige Hotelwände - im Reisekatalog genannt werden müssen. Sind die Angaben falsch, liegt ein Mangel nach § 651c BGB (Bürgerliches Gesetzbuch) vor. Wird der Reisemangel nicht beseitigt, ist im Rahmen der Gewährleistung eine Kündigung des Vertrags möglich. Unter Umständen kann der Reisende auch Schadenersatz oder - wenn der Mangel z. B. zu einem Personenschaden führt - Schmerzensgeld verlangen. Das gilt übrigens unabhängig davon, ob der Urlauber seine Reise in einem Reisebüro oder über das Internet gebucht hat.

Hat der Reiseveranstalter jedoch bestimmte Unannehmlichkeiten im Reisekatalog benannt, liegt kein Mangel vor, der den Feriengast dazu berechtigt, den Vertrag zu kündigen. Schließlich hat er seine Pauschalreise trotz Kenntnis der Beeinträchtigung gebucht. Außerdem kann der Veranstalter vor Vertragsschluss nach § 4 II BGB-InfoV Änderungen vornehmen, sofern er sich das Recht dazu im Reisekatalog vorbehalten hat.

Der Reisewillige sollte sich den Reiseprospekt also sehr gründlich durchlesen, denn oftmals versuchen Veranstalter, Missstände mit schönen Formulierungen zu verschleiern. So bedeutet etwa „Meeresseite" nicht, dass man ein Hotelzimmer mit Meeresblick bekommt. Man muss vielmehr damit rechnen, dass die Unterkunft zwar auf der Meeresseite liegt, der Blick aufs Meer aber durch andere Hotelwände oder Immobilien verdeckt wird. „Kinderfreundliches Haus" heißt etwa, dass ständig mit Kinderlärm zu rechnen ist, und „Jugendliches Publikum" bzw. „Hotel für Unternehmungslustige" bedeutet ständige Lärmbelästigung und Störung der Nachtruhe durch angrenzende Discos oder Kneipen. Diese Wortwahl ist sogar zulässig. Verboten sind aber Ausdrücke wie „aufstrebender Ferienort" oder „neu eröffnetes Hotel", falls damit über den störenden Baulärm hinweggetäuscht werden soll.

Wurde der Traumurlaub wegen falscher Angaben im Reisekatalog zum Horrortrip und blieben Abhilfeersuchen der Reisenden unberücksichtigt, bleibt manchmal nichts anderes übrig, als Klage einzureichen. Ein Rechtsanwalt, der auf das Reiserecht spezialisiert ist, kann bei der Geltendmachung der Forderung bestimmt weiterhelfen.

(VOI)

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