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Rechtsanwalt Contracting Rechtsanwälte | anwalt.de

Unter Contracting wird die Übertragung von Dienstleistungen auf ein externes Unternehmen verstanden, das zur Erfüllung der übertragenen Aufgaben die dafür notwendigen Investitionen mit übernimmt. Im Gegenzug verpflichtet der zugrunde liegende – regelmäßig über mehrere Jahre geschlossene – Vertrag den Contract-Nehmer zu regelmäßigen Zahlungen. Contracting ist dabei in gewisser Weise mit Outsourcing vergleichbar.

Contracting findet sich insbesondere im Bereich der Energie- und Wärmeversorgung sowie beim Gebäudemanagement. Je größer die entsprechend bewirtschafteten Immobilien dabei sind, umso lukrativer ist in der Regel das Contracting. Und da sich große Gebäude oft gerade im Eigentum der öffentlichen Hand befinden, muss ab dem Überschreiten bestimmter Schwellenwerte die Erteilung entsprechender Aufträge im Rahmen von Vergabeverfahren erfolgen.

Häufig werden beim Contracting folgende Modelle unterschieden: Ein Vertragspartner, der sogenannte Contractor, übernimmt im Rahmen des Energie-Contractings für seinen Auftraggeber die Versorgung mit entsprechenden Ressourcen wie beispielsweise mit Wärme oder Strom. Erfolgt dies zusammen mit einer Garantie für damit verbundene Einspareffekte, ist von Einspar-Contracting die Rede. Diese Einspareffekte lässt sich der Contractor vom Auftraggeber ganz oder teilweise vergüten, um so den von ihm mit dem Contracting angestrebten Gewinn zu erwirtschaften und die von ihm getätigte Investition zu amortisieren. Positiver Begleiteffekt des Einspar-Contractings ist die durch verringerte Emissionen sinkende Umweltverschmutzung. Contracting kann darüber hinaus die Verpflichtung zur Einrichtung und Unterhaltung benötigter Anlagen wie beispielsweise der auf Kosten des Contractors in ein Gebäude eingebauten Heizung beinhalten. Ein Vertrag umfasst somit je nach Ausgestaltung mehr oder weniger Bauleistungen und Dienstleistungen. Das hat Folgen für das anzuwendende Vergaberecht.

Der Schwerpunkt des Contractings bestimmt dabei, ob sich die Vergabe entweder nach der Vergabe- und Vertragsordnung Bau (VOB), der Vergabe- und Vertragsordnung für Leistungen (VOL) oder der Vergabeordnung für freiberufliche Leistungen (VOF) richtet. Grundlage dafür, ob VOB, VOL oder VOF zur Anwendung kommt, ist ein Gesamtblick darauf, welcher Wert der jeweils zu erbringenden Leistungen überwiegt sowie der Inhalt der zum Contracting getroffenen Vereinbarungen. Auswirkung hat das wiederum auf die anzulegenden Schwellenwerte, die grundsätzlich darüber bestimmen, ob das Vergabeverfahren nach EU-Recht oder nationalem Recht durchzuführen ist.

(GUE)

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Thema Contracting

ist Bestandteil der Rechtsgebiete Mietrecht & Wohnungseigentumsrecht, Vergaberecht