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Rechtsanwalt Mitarbeiterbeteiligung Rechtsanwälte | anwalt.de

Allgemein versteht man unter dem Begriff der Mitarbeiterbeteiligung ein partnerschaftliches Verhältnis, das über das reine Arbeitgeber-Arbeitnehmer-Verhältnis hinausgeht. Bei der Mitarbeiterbeteiligung unterscheidet man drei verschiedene Formen: die Erfolgsbeteiligung sowie die Kapitalbeteiligung und auch die praktische Beteiligung der Mitarbeiter an Arbeitsabläufen etc. (Mitarbeiterpartizipation).

Erfolgsbeteiligung

Die Erfolgsbeteiligung betrifft den Bereich Arbeitsrecht und ist die häufigste Form der materiellen Mitarbeiterbeteiligung. Die Mitarbeiter-Erfolgsbeteiligung ist meist als Gewinnbeteiligung, aber auch als Umsatzbeteiligung oder Leistungsbeteiligung ausgestaltet.

Als Vergütung setzt die Eigenbeteiligung direkt bei der Tätigkeit des Arbeitnehmers an und kann schwerpunkmäßig als Ertragsbeteiligung (Umsatz/Deckung), als Leistungsbeteiligung (Mitarbeiterleistung), als Aktienoptionsmodell oder Ähnliches (Unternehmenswert) oder als Bilanzgewinnbeteiligung (Gewinnanteil) ausgestaltet sein.

Erfolgsbeteiligungen müssen in der Steuererklärung angegeben werden. Neben der Einkommensteuer müssen Abgaben zur Sozialversicherung ebenfalls geleistet werden. Aus Unternehmenssicht können sie als Betriebsausgaben steuerrechtlich berücksichtigt werden.

Da die Mitarbeiter-Erfolgsbeteiligung sehr flexibel geregelt werden kann, ist auch eine Kombination mit Modellen der Mitarbeiterbeteiligung in Form der Kapitalbeteiligung möglich.

Kapitalbeteiligung

Als Mitarbeiter-Kapitalbeteiligung bezeichnet man Kapitaleinlagen des Arbeitnehmers in das Unternehmen des Arbeitgebers. Von der Erfolgsbeteiligung unterscheidet sich die Kapitalbeteiligung, da bei diesem Modell der Mitarbeiterbeteiligung der Arbeitnehmer auch das Risiko des Kapitalverlustes - etwa beim Fall der Aktien an der Börse - trägt. Es sei denn, die Kapitalbeteiligung ist mit einer Sicherung vor Insolvenz verbunden.

Kapitalbeteiligungen sind vertraglich unabhängig vom Arbeitsvertrag vereinbart, wobei es unterschiedliche Modelle der Kapitalbeteiligungen gibt. Die Ausgestaltung dieser Mitarbeiterbeteiligung kann von der Ausgestaltung des Unternehmens, den Mitwirkungsrechten der Arbeitnehmer, der Größe der Kapitaleinlage und des Anlagerisikos und letztlich der Erfolgsbeteiligung und Verzinsung abhängen.

Mitarbeiter-Kapitalbeteiligungen können zum Beispiel als Beteiligungen über Fonds sowie Aktien (Belegschaftsaktien) oder GmbH-Anteile, Genussrechte oder Genussscheine, als Mitarbeiterdarlehen, Stille Beteiligung oder Mitarbeitergesellschaft erfolgen.

(WEL)

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Thema Mitarbeiterbeteiligung

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