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Prozesskostenhilfe - Beratungshilfe - Pflichtverteidigung - Rechtsschutzversicherung

  • 2 Minuten Lesezeit

Gute Vertretung in einem Rechtsall ist aufwändig und verursacht immer Kosten, die je nach Art des Falles durchaus erheblich sein können.

Gerade im Strafrecht können Verfahren sich bei Gericht über viele Verhandlungstage hinziehen und der Aktenumfang in einem der letzten von mir bearbeiteten Großverfahren lag bei ungefähr 70 Ordnern, die man kopieren und lesen und möglichst auch in-, und auswendig kennen sollte.

Die Prozesskostenhilfe gibt es ausschließlich im Zivilrecht, hierzu gehört auch das Arbeitsrecht. Die Voraussetzungen dafür ist, dass das geplanten rechtliche Vorgehen sinnvoll ist, was in der Regel ja immer der Fall ist und dass die Einkomensverhältnisse sich unterhalb einer bestimmten Grenze bewegt.

Im Strafrecht gibt es das leider so nicht.

Mit einem sog. Beratungshilfeschein kann sowohl im Arbeitsrecht als auch im Strafrecht eine erste Einschätzung und Beratung bezüglich des weiteren Vorgehens erfolgen.

Insbesondere im Strafrecht sind aber die Möglichkeiten einer solchen Erstberatung ziemlich eingeschränkt, da man für eine solide Einschätzung der Situation die Akte der Staasanwaltschaft benötig, die man bei einer Beratung natürlich nicht hat.

Im arbeitsrechtlichen Verfahren deckt eine Rechtsschutzversicherung die meisten denkbaren Fälle voll ab und ist aufgrund der meist recht hohen Streitwerte auch sehr zu empfehlen.

Ganz anders im Strafrecht, hier sind von Ausnahmefällen bei Straftaten im Zusammenhang mit dem Strassenverkehr ( fahrlässige Taten ) abgesehen, Rechtsschutversicherungen nie eintrittspflichtig.

Dafür gibt es im Strafrecht die Pflichtverteidigung. Diese gibt es in Haftsachen immer und in sonstigen Verfahren sobald das Verfahren bei Gericht ist und wenn das Verfahren rechtlich besonders schwierig ist und/oder eine Freiheitsstrafe von 1 Jahr und darüber zu erwarten ist.

Das Problem hierbei ist, dass ein frühes Tätigwerden, wenn das Verfahren beginnt und das Gericht noch in weiter Ferne ist, nicht abgedeckt ist und es geht ja auch darum zu verhindern, dass ein Verfahren überhaupt zu Gericht geht.

Sowohl Strafverfahren als auch arbeitsrechtliche Verfahren ziehen sich oft über lange Zeiträume und von der ersten Anzeige bis zum esten Termin bei Gericht liegt im Strafrecht selten weniger als 1 Jahr so dass sich immer dioe Möglichkeit finden wird eine Zahlung ratenmäßig auch über einen längeren Zeitraum zu strecken.

Wir werden also eine Lösung finden - sprechen Sie mich an !




Rechtstipp aus den Rechtsgebieten Arbeitsrecht, Strafrecht

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