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Rechtsanwalt Versicherung Rechtsanwälte | anwalt.de

Eine Versicherung ist nur einstandspflichtig, wenn ein sog. Versicherungsfall eintritt. Wann ein Schadensfall angenommen wird, ist aber von verschiedenen Kriterien abhängig. Zunächst einmal muss der Geschädigte einen Vertrag mit der Versicherung geschlossen haben, sog. Versicherungsvertrag. Möglich ist aber z. B. auch, dass aufgrund eines Gesetzes ein Versicherungsverhältnis zustande kommt. In den allgemeinen Versicherungsbedingungen wird geregelt, welcher Schaden einen Versicherungsfall darstellt.

Das wiederum ist abhängig davon, welche Art der Versicherung der Versicherte abgeschlossen hat. So wird etwa eine Unterteilung in Personenversicherungen - wie z. B. die Lebensversicherung, die Krankenversicherung bzw. Pflegeversicherung oder die Unfallversicherung - und Nichtpersonenversicherungen - etwa Kfz-Versicherung, Haftpflicht oder Gebäudeversicherung - vorgenommen. Andere bestimmen die Art der Versicherung danach, ob sie einen konkreten Schaden abdeckt - wie die Haftpflicht nach einem Verkehrsunfall bzw. die Gebäudeversicherung nach einem Brandschaden - oder im Vertrag eine feste Summe vereinbart wurde, so etwa die Lebensversicherung. Zu beachten ist daher, dass eine Versicherung, die den Hausrat absichert, nicht einzustehen hat für Schäden an einem Auto. Im Übrigen kann die Höhe der von der Versicherung zu tragenden Kosten eingeschränkt - oder die Versicherungsdauer im Vertrag festgelegt werden. Häufig wird auch eine Selbstbeteiligung oder eine Haftungsbeschränkung - z. B. keine Haftung bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit des Versicherungsnehmers - vereinbart.

Auch bestimmte Berufsgruppen müssen zwangsweise eine Versicherung abschließen, um ihre Tätigkeit ausüben zu können, sog. Berufshaftpflicht. Grund ist, dass hierbei ein erhöhtes Risiko besteht, dass Dritte einen Personenschaden bzw. einen Vermögensschaden erleiden, z. B. nach einem Behandlungsfehler oder diverser Baumängel. Denn auch wenn etwa eine Arzthaftung, Anwaltshaftung oder auch Architektenhaftung bejaht wird, könnte es ohne eine Berufshaftpflicht passieren, dass der Geschädigte auf seinem Schaden sitzen bleibt, weil dem Schädiger schlichtweg das Geld fehlt, um Schadenersatz leisten zu können. Um diese Situation zu verhindern, übernimmt die Versicherung die Schadensregulierung.

Eine Versicherung deckt also bestimmte Risiken ab, die vertraglich genauer definiert werden. Der Vorteil einer Versicherung ist, dass viele bei ihr einzahlen, aber im Verhältnis nur wenige einen Schaden erleiden, der von der Versicherung abgedeckt wird. Dieser sog. Risikoausgleich im Kollektiv sorgt somit dafür, dass Versicherte für relativ geringe Beiträge besser abgesichert werden können. Denn ohne eine Versicherung müsste z. B. der Eigentümer von Immobilien für den Fall eines Brandes stets eine Reserve in Höhe des Immobilienwerts haben, um den Verlust von seinem Eigentum zu verhindern. Häufig zahlt der Versicherte aber die Beiträge, ohne jemals die Versicherung in Anspruch genommen zu haben. Manche Versicherungen zahlen diesen Beitrag zurück, wie z. B. die Kapitallebensversicherung, andere behalten das Geld, um etwa ihr Eigenkapital zu erhöhen. Das wiederum erhöht die Möglichkeit, für versicherte Schäden aufkommen zu können.

(VOI)

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