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Testament: So formulieren Sie Ihren letzten Willen richtig!

ᐅ Testament schreiben ⇒ Hier mit Praxisbeispielen!

Über das eigene Ableben und seinen Nachlass denken viele nicht nach. Doch ist es wichtig, sein Erbe zu regeln – und zwar richtig. Ein Testament muss korrekt geschrieben sein, damit Ihr Wille auch nach dem Tod durchgesetzt wird. Wir helfen Ihnen dabei!

Die wichtigsten Fakten

  • Ohne Testament bestimmt das Gesetz, wer wie viel von Ihrem Vermögen erbt.
  • Mit Ihrem Testament können Sie davon abweichen und Ihre Erben und deren Erbanteil bestimmen.
  • Zudem können Sie Erben Auflagen machen, einzelnen Personen Gegenstände vermachen und eine Testamentsvollstreckung anordnen.
  • Ihr Testament können Sie mit einem Notar oder Anwalt, aber auch alleine oder gemeinschaftlich mit ihrem Ehepartner bzw. eingetragenem Lebenspartner erstellen.
 
 

So gehen Sie vor

  1. Machen Sie eine Liste mit allem, was Sie vererben wollen.
  2. Legen Sie fest, wer welchen Anteil von Ihrem Vermögen erben soll.
  3. Soll jemand kein Erbe werden, klären Sie mit einem Anwalt dessen Pflichtteilansprüche und möglichen Ausschluss.
  4. Schreiben Sie Ihr Testament erst nach Überprüfung durch einen Anwalt, damit nach Ihrem Tod Ihr Wille auch durchgesetzt werden kann.

Wann ist ein Testament sinnvoll?

Über das eigene Ableben und seinen Nachlass denken viele nicht nach. Doch ist es wichtig, sein Erbe zu regeln – und zwar richtig. Ein Testament muss korrekt geschrieben sein, damit Ihr Wille auch nach dem Tod durchgesetzt wird. Wir helfen Ihnen dabei!

Das Testament – So schreiben Sie Ihren letzten Willen!​

Ein Testament ist immer sinnvoll, wenn Sie bestimmen möchten, was nach Ihrem Tod mit Ihrem Vermögen geschieht. Ohne Testament wird Ihr Vermögen sonst an die durch das Gesetz festgelegten Personen verteilt.

Auch die Annahme, dass Ihr Ehepartner bzw. Ihr eingetragener Lebenspartner allein erbt, ist falsch. Denn in den meisten Fällen muss er das Erbe mit anderen Erbberechtigten teilen. Dagegen erben unverheiratete Partner – auch nach jahrzehntelanger Beziehung – nichts nach dem Gesetz.

Wie schreibe ich mein Testament richtig?​

Erben richtig einsetzen​

„Mein Freund, Michael Mann, und meine Tochter, Martina Musterfrau, sollen jeweils zu einem Viertel meine Erben sein. Die weitere Hälfte soll der gemeinnützige Verein „ABC-Hilfe e. V.“ erben.“

Außer Menschen können Sie auch rechtsfähige Vereine, Gesellschaften und Stiftungen als Erben einsetzen. Tiere können keine Erben sein. Sie können aber Erben mit einer Auflage im Testament dazu verpflichten, dass sie das Tier versorgen.

Ersatzerben​

„Ersatzerbin für meine von mir als Erbin eingesetzte Frau Maria Mustermann soll meine Schwester Marianne Musterfrau sein.“

Ersatzerben treten an die Stelle eines Erben, wenn dieser wegfällt, weil dieser zum Beispiel die Erbschaft im Erbfall ausschlägt oder vor Ihnen verstirbt, und damit nicht mehr Erbe sein kann.

Alleinerben​

„Mein Sohn, Max Mustermann, soll kein Erbe sein.“

Im Testament können Sie Personen auch ausdrücklich enterben. Mit dieser Formulierung gilt der Sohn ausdrücklich als enterbt. Als gesetzlicher Erbe hat er dann jedoch Anspruch auf seinen sogenannten Pflichtteil. Der Sohn kann als Pflichtteil von den Erben die Hälfte dessen verlangen, was er nach dem Gesetz geerbt hätte.

Die Erben müssen den Pflichtteil sofort leisten. Das kann sie erheblich belasten. Fehlen den Erben ausreichende Mittel zum Auszahlen des Pflichtteils, zwingt sie das häufig zum Verkauf des Erbes. Die richtige Gestaltung kann dieses Risiko entscheidend verringern.

Denken Sie immer an den Pflichtteil, wenn Sie folgende Personen enterben wollen:

Ihren Ehepartner bzw. Ihren eingetragenen Lebenspartner
Ihre Kinder
Ihre Enkel
Ihre Urenkel
Ihre Eltern

Testamentsvollstreckung​

„Ich setze Rechtsanwalt Max Maier zum Testamentsvollstrecker ein. Er soll meine Anordnungen ausführen und den Nachlass abwickeln.“

Ein Testamentsvollstrecker hat die Aufgabe, Ihren Willen zu verwirklichen. Er führt aus, was Sie im Testament verfügt haben. Zum Beispiel verwaltet er den Nachlass, bis ein minderjähriger Erbe erwachsen ist. Oder er überwacht die Einhaltung von Auflagen.

Vermachen und vererben ist nicht dasselbe!​

„Ich vermache meinem  Freund,  Martin  Mustermann,  meine  Münzsammlung.“

Mit einem Vermächtnis  können  Sie  einer  Person  einen  bestimmten  vermögenswerten  Gegenstand  zuwenden.  Vermachen lassen sich  insbesondere  Bargeld,  Wertpapiere,  Forderungen  und  Sachen  z.  B.  ein Grundstück,  ein  Auto  oder  eine  wertvolle  Sammlung.  Wer mit  einem  Vermächtnis  bedacht  wurde,  wird  jedoch  kein  Erbe.  Er kann  aber  von  den  Erben  verlangen,  dass  sie  ihm  den  vermachten  Gegenstand  herausgeben.

„Meinem Sohn, Max  Mustermann,  vermache  ich  ohne  Anrechnung  auf  seinen  Erbteil  mein  Wertpapierdepot.“

Damit erhält der Sohn seinen Erbteil und ihm wird zusätzlich das Wertpapierdepot vermacht.

Wichtige Regeln bei der Erstellung eines Testaments​

  • Benennen Sie alle Personen immer genau mit ihrem vollständigen Namen und ihrem Verhältnis zu Ihnen, damit keine Zweifel entstehen.

„Mein Sohn, Max Mustermann, geb. am 01.01.1970, …“

  • Bestimmen Sie genau, was die jeweilige Person erhalten soll. Achten Sie darauf, dass Vererben und Vermachen verschiedene rechtliche Folgen haben, wie oben bereits dargestellt.
  • Vermeiden Sie deshalb unklare Formulierungen wie die Folgenden. Sie sind unwirksam.

„Erben soll, wer sich am häufigsten um mich im Jahr vor meinem Tod gekümmert hat …“

„Wer mir in den letzten Stunden beisteht, dem übergebe ich alles.“

„Wer mich pflegt, erbt alles.“ 

  • Geben Sie Ort und Datum an – auch dann, wenn Sie das Testament später ändern. Das erleichtert die zeitliche Zuordnung.

Was kann vererbt werden?​

Als Hilfe können Sie Ihr Vermögen in einem Vermögensverzeichnis erfassen, bevor Sie entscheiden, wem Sie es vererben oder vermachen wollen.

Zum Vermögen zählen insbesondere

  • Bargeld
  • Kontoguthaben
  • Sparverträge
  • Wertpapiere
  • Beteiligungen
  • Forderungen
  • Grundstücke, Häuser,
  • Eigentumswohnungen
  • Kraftfahrzeuge
  • Sammlungen, Schmuck und Haushaltsgegenstände

Das vererbte Vermögen umfasst auch Ihre sämtlichen Schulden, also insbesondere

  • Darlehen
  • Steuerschulden
  • Sonstige Schulden

Das Vererben Ihrer Schulden können Sie nicht ausschließen. Denn laut § 1922 BGB geht das Vermögen als Ganzes auf den oder die Erben über.

Welche Möglichkeiten habe ich ein Testament zu erstellen?​

Testamente können Sie in verschiedener Weise errichten: eigenhändig geschrieben oder vom Notar erstellt, allein oder gemeinsam mit dem Ehepartner.

Eigenhändiges Testament​

Das eigenhändige Testament muss, wie sein Name bereits sagt, mit der eigenen Hand geschrieben sein. Sie müssen das gesamte Testament – vom ersten bis zum letzten Wort – handschriftlich erstellen und am Ende unterschreiben. Sie dürfen keine Tastatur verwenden, sonst ist das Testament unwirksam. Diese strengen Anforderungen sollen die Echtheit des Testaments sicherstellen. Sie müssen also mit Ihrer Hand schreiben können. Außerdem müssen Sie volljährig sein. Das Testament sollte zudem den eigenen Namen sowie Ort und Datum nennen. Das ermöglicht die zeitliche Einordnung. Das Testament ist am Ende zu unterschreiben.

Öffentliches Testament​

Ein öffentliches Testament muss ein Notar beurkunden. Bezeichnet wird es deshalb auch als notarielles Testament. Sie können dem Notar ein vorbereitetes Testament übergeben. Der Notar prüft Ihre Testierfähigkeit und gibt das Testament in amtliche Verwahrung. Das öffentliche Testament ist genauso wirksam wie ein eigenhändiges Testament.

Außerordentliches Testament​

In Ausnahmefällen können Sie ein sogenanntes Nottestament errichten. Dem Namen nach ist es für Notfälle gedacht, in denen Sie kein ordentliches Testament – also kein eigenhändiges oder öffentliches Testament – errichten können. Voraussetzung sind jeweils Situationen, in denen Sie keinen Notar rechtzeitig erreichen können. Die Gerichte prüfen das nach. Das Gesetz ermöglicht das

  • Nottestament vor einem Bürgermeister 2249 BGB
  • Nottestament vor drei Zeugen 2250 BGB
  • Nottestament auf See 2251 BGB

Ein Nottestament wird drei Monate nach seiner Errichtung ungültig, wenn Sie zu diesem Zeitpunkt noch leben.

Gemeinschaftliches Testament

Nur Verheiratete und eingetragene Lebenspartner können ein gemeinschaftliches Testament errichten. Errichten können sie es sowohl als eigenhändiges Testament als auch als öffentliches Testament. Ein gemeinschaftliches Testament enthält zwei Testamente. Beide Partner müssen es unterschreiben, damit es wirksam ist.

Diese wichtige Einschränkung müssen Sie kennen:

Sie können keine Bestimmungen ändern, auf deren Bestand der andere Partner vertraut hat. Ein Beispiel dafür ist, wenn Sie und Ihr Partner sich gegenseitig zu Alleinerben eingesetzt haben. Das Gemeinschaftliche Testament wird mit Scheidung bzw. Aufhebung unwirksam.

Muster „Gemeinschaftliches Testament“

Wir, … geboren am …, in … und … geboren am …, in … treffen für den Fall unseres Todes folgende Regelung:

Wir setzen uns gegenseitig zu alleinigen Vollerben ein, für den Fall das einer von uns den anderen überlebt.

Für den Fall, dass wir beide gleichzeitig oder kurze Zeit nacheinander aufgrund desselben Ereignisses sterben sollten, soll unser Vermögen unsere Nichte …, geb. am … in … erben.

Ort, Datum                               Ort, Datum

Unterschrift Partner Unterschrift Partner

Muster sind nicht zur persönlichen Verwendung geeignet und ersetzen keine rechtliche Beratung.

Berliner Testament​

Eine Sonderform des Gemeinschaftlichen Testaments ist das Berliner Testament. Beide Partner bestimmen darin, dass der überlebende Partner jeweils Alleinerbe des anderen sein soll. Erst nach dessen Tod sollen erbberechtigte Dritte erben, in der Regel die gemeinsamen Kinder. Das sichert den Partner besonders ab. Das führt jedoch für die Kinder zu steuerlichen Nachteilen.

Muster „Berliner Testament“

Wir, … geboren am …, in … und … geboren am …, in … treffen für den Fall unseres Todes folgende Regelung:

Wir setzen uns gegenseitig zu alleinigen Erben ein. Erbe soll sein, wer den anderen überlebt. Sollte der Überlebende von uns kein Erbe werden, sollen unsere gemeinsamen Abkömmlinge zu gleichen Teilen erben.

Schlusserben beim Tod des Überlebenden sollen unsere gemeinsamen Kinder … und … zu gleichen Teilen sein. Ersatzerben sollen deren Kinder sein. Sind keine Ersatzerben vorhanden, soll der Erbteil den übrigen Erben nach dem Verhältnis ihrer gesetzlichen Erbteile zuwachsen.

Ort, Datum                               Ort, Datum

Unterschrift Partner Unterschrift Partner

Muster sind nicht zur persönlichen Verwendung geeignet und ersetzen keine rechtliche Beratung.

Die Vorteile und Nachteile der verschiedenen Formen im Überblick​

VorteileNachteile
Eigenhändiges Testament​Erstellung zu jeder Zeit an jedem Ort kostenlos​• Große Gefahr fehlerhafter Formulierungen und dadurch von Unwirksamkeit oder unerwünschten Folgen • Risiko von Verlust, Fälschungen und Vernichtung ohne Verwahrung • Streit über die Echtheit • Höhere Kosten für Erben, z. B. Erbschein
Öffentliches Testament​• Beratung • Größere RechtssicherheitKosten
Gemeinschaftliches Testament​• Bindung an den Willen des anderen Partners• Setzt Ehe oder eingetragene Lebenspartnerschaft voraus​
Berliner Testament​• Keine Erbteilung Bei Trennungslösung • Nachlass für Nacherben gesichertBei Einheitslösung • Pflichtteilsansprüche drohen durch enterbte Kinder • Steuerliche Nachteile für Kinder, da diese später mehr erben. Gilt als ein Erbfall und nicht als zwei Erbfälle. Bei Trennungslösung • Partner kann als Vorerbe die Erbschaft nur beschränkt verwalten

Was kostet ein Testament?

Errichten Sie Ihr Testament mit Hilfe eines Juristen, erhalten Sie die Sicherheit, dass Ihr Testament Bestand hat. Diese Sicherheit ist gibt es nicht umsonst. Die Kosten sind jedoch gesetzlich vorgegeben: für Notare durch das Gerichts- und Notarkostengesetz (GNotKG) und für Rechtsanwälte durch das Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (RVG).

Maßstab für die Gebühren ist der Wert des vererbten Vermögens ohne die Schulden. Bei einem Einzeltestament über ein Vermögen von 200.000 Euro ist mit Notarkosten von rund 550 Euro zu rechnen. Die Rechtsanwaltskosten nach dem RVG sind höher, aber im Gegensatz zu den Notarkosten verhandelbar. Für den Entwurf eines Einzeltestaments müssen Rechtsanwälte vorher eine Gebührenvereinbarung schließen. Sonst können sie einem BGH-Urteil zufolge nur eine wesentliche geringere Beratungsgebühr abrechnen (Urteil v. 22.02.2018, Az.: IX ZR 115/17). Diese beträgt für Verbraucher maximal 297,50 Euro. Klären Sie die Kosten am besten immer vorab mit dem Rechtsanwalt.

Auch wenn Sie sich als Verbraucher erst einmal informieren möchten, müssen Sie für eine anwaltliche Erstberatung nur maximal 226,10 Euro zahlen. Oft verrechnen Rechtsanwälte diesen Betrag, wenn Sie sie mit der Testamentserstellung beauftragen.

Welche Alternativen zum Testament gibt es noch?​

Schenkung​

Durch eine Schenkung erhält jemand etwas ohne Gegenleistung. Zwar unterliegen auch Schenkungen der Schenkungsteuer. Für diese gelten die gleichen Freibeträge wie für die Erbschaftsteuer. Der jeweils geltende Freibetrag lässt sich einmal in zehn Jahren vollständig ausnutzen. Überschreitet das Vermögen den Freibetrag, kann dadurch im besten Fall ein den Freibetrag steuerfrei übertragen.

Erbvertrag​

Ein Erbvertrag ist ein Vertrag mit einem oder mehreren Erben, der die Vermögensübertragung regelt. Erbverträge sind nur mit notarieller Beurkundung wirksam. Sie können den Erbvertrag ohne den Vertragspartner nur zusammen mit dem Partner aufheben.

Klauseln im Testament​

Pflichtteilsstrafklausel

„Verlangt eines unserer Kinder seinen Pflichtteil, so werden dieses Kind und dessen Nachkommen nicht Erben des Letztversterbenden.“

Sollen Kinder erst erben, wenn der letzte Elternteil verstorben ist, kann sie diese Formulierung davon abschrecken, vorher ihren Pflichtteil zu verlangen. Dass Erben aufgrund des Testamtens keinen Pflichtteil erhalten, ist jedoch gesetzlich ausgeschlossen.

Wiederverheiratungsklausel​

„Heiratet, wer von uns beiden den anderen überlebt erneut, so muss er unseren gemeinschaftlichen Kindern Vermächtnisse in Höhe von jeweils 50.000 Euro ausbezahlen.“

Heiratet Ihr Partner erneut, nachdem Sie verstorben sind, erhält der neue Partner ein Erbrecht. Das schmälert das Erbe Ihrer gemeinsamen Kinder. Ehegatten und eingetragene Lebenspartner können deshalb mit einer Wiederverheiratungsklausel dafür sorgen, dass die Kinder im Falle der Wiederheirat zuvor etwas vom Nachlass erhalten.

Salvatorische Klausel

„Sollte eine der in diesem Testament enthaltenen Anordnungen unwirksam sein, so behalten dennoch alle anderen Anordnungen ihre Wirkung.”

Eine salvatorische Klausel soll bei Unwirksamkeit einzelner Bestimmungen dafür sorgen, dass das restliche Testament seine Wirksamkeit behält, wenn einzelne Bestimmungen unwirksam sind. Die Klausel räumt damit Zweifel aus, ob der oder die Erblasser an dem Testament festhalten wollen. Sie ist jedoch kein Allheilmittel, insbesondere bei selbst erstellten Testamenten. Besseren Schutz vor Unwirksamkeit ist die Testamentserstellung mit Hilfe fachlicher Beratung.

FAQ zum Testament​

Kann ich mein Testament später ändern?

Ein Einzeltestament können Sie jederzeit ändern oder widerrufen. Das ist möglich durch Streichungen, Ergänzungen oder die Errichtung eines neuen Testaments. Auch das Vernichten des Testaments gilt als Widerruf. Bei einem gemeinschaftlichen Testament sind Änderungen von Inhalten ausgeschlossen, die ein Partner nicht ohne den anderen getroffen hätte. Hier muss der Partner einverstanden sein oder ein Widerruf vor einem Notar erfolgen. Dadurch wird das gesamte Testament unwirksam.

Wann kann jemand ein Testament anfechten?​

Bevor ein Testament angefochten werden kann, muss erst der Wille des Erblassers geklärt werden. Lässt sich dieser nicht ermitteln, kann das Testament angefochten werden. Anfechten kann nur, wer dadurch einen Vorteil am Nachlass hat. Das Bürgerliche Gesetzbuch beinhaltet dazu verschiedene Anfechtungsgründe:

  • Irrtümer des Erblassers
  • Zustandekommen des Testaments, weil der Erblasser bedroht wurde
  • Übergehung eines dem Erblasser unbekannten Pflichtteilsberechtigtem, z. B. seines unehelichen Kindes, von dem er nichts wusste

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