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Rechtsanwalt Gehhilfen Rechtsanwälte | anwalt.de

Gehhilfen sollen Personen dabei helfen, trotz einer Gehbeeinträchtigung mobil zu sein und sich unabhängig fortbewegen zu können. Sie sind dann nicht auf die Hilfe anderer Menschen angewiesen. Es gibt verschiedene Arten von Gehhilfen. So können Menschen mit einer Behinderung bzw. einer Schwerbehinderung unter anderem Gehgestelle, Gehwagen - wie einen Rollator - oder Gehstützen, z. B. Krücken oder Unterarmgehstützen, verwenden, um ihre körperliche Beeinträchtigung auszugleichen oder Beschwerden zu lindern. Wer sich bei einem Unfall - z. B. einem Verkehrsunfall oder einem Arbeitsunfall - am Bein verletzt, sich eine Sportverletzung zugezogen oder eine Operation an den Beinen oder der Hüfte hinter sich gebracht hat, kann Gehhilfen für die Zeit der Genesung auch sehr gut gebrauchen.

Die Krankenversicherung wird den Großteil der Kosten für Gehhilfen aber nur unter bestimmten Voraussetzungen übernehmen. So muss ein Arzt ein Rezept über die Gehhilfen als Hilfsmittel nach § 33 SGB V (Sozialgesetzbuch V) ausstellen. Die Krankenkasse überprüft dann, ob die Gehhilfen in medizinischer Hinsicht nötig sind und ob die Versorgung mit Gehhilfen wirtschaftlich ist. Unter Umständen muss ein medizinisches Gutachten erstellt werden, das den Bedarf des Betroffenen an Gehhilfen bestätigt. Dabei spielen beispielsweise die Pflegestufe und damit zusammenhängend der Pflegebedarf oder auch die Schwere der Verletzung und der Gehbeeinträchtigung eine wichtige Rolle. Wird festgestellt, dass Gehilfen die Beeinträchtigung wohl nicht angemessen ausgleichen können, könnte der Arzt z. B. auch einen Rollstuhl verordnen. Verweigert die Versicherung jedoch eine Versorgung mit Gehhilfen, kann der Betroffene gegen den Ablehnungsbescheid Widerspruch einlegen.

Werden die Gehhilfen dagegen gewährt, wird der betroffenen Person meistens nicht das Eigentum daran übertragen. Die Gehhilfen werden meistens vielmehr leihweise übergeben und die Krankenkasse verlangt in der Regel eine Zuzahlung in Höhe von zehn Prozent, höchstens jedoch von zehn Euro.

Unter Umständen übernimmt nicht die Krankenversicherung, sondern die Pflegeversicherung die Anschaffungskosten für die Gehhilfen. Das ist etwa der Fall, wenn ein Pflegebedürftiger in einem Pflegeheim lebt oder von einem Pflegedienst versorgt wird und die Gehhilfen oder der Rollstuhl vorwiegend dazu verwendet werden, um die Pflege für das Personal zu erleichtern.

(VOI)

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