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Kindesunterhalt

aus dem Rechtsgebiet Familienrecht

Der Kindesunterhalt richtet sich in erster Linie an die minderjährigen Kinder. Die Höhe des Unterhaltes richtet sich nach den Einkommensverhältnissen des zum Barunterhalt pflichtigen Elternteils und dem Alter des Kindes. Um dies zu ermitteln, steht ein Auskunftsanspruch zur Verfügung, vgl. § 1605 BGB.

Kinderhortgebühren und/oder Kindergartengebühren sind zusätzlich zu zahlen, jedoch nicht das Essensgeld für die Teilnahme des Kindes an den Mahlzeiten der Einrichtung.

Ab dem 18. Geburtstag gilt dann der Volljährigenunterhalt, der sich nach dem zusammengerechneten Einkommen beider Elternteile richtet. Die Quote eines jeden Elternteils an der Deckung des Bedarfs des Kindes richtet sich nach seinem Anteil am Familieneinkommen.

Bezieht das volljährige Kind schon eigene Einkünfte (z.B. Ausbildungsvergütung), ist diese teilweise auf den Bedarf des Kindes anzurechnen.

In einer Presseerklärung vom 10.12.2015 hat das OLG Düsseldorf die Veränderungen der Unterhaltsleitlinien nach der seit 01.08.2015 geltenden Tabelle mitgeteilt:

Danach entspricht der Mindestunterhalts minderjähriger Kinder nach § 1612a BGB (Mindestunterhaltsverordnung). Die Unterhaltssätze der höheren Einkommensgruppen bauen hierauf auf.

Der Mindestunterhalt (Zahlbetrag) minderjähriger Kinder beträgt ab dem 1. Januar 2016 nach § 1 der Mindestunterhaltsverordnung bis zur Vollendung des 6. Lebensjahres (1. Altersstufe) 240,00 € statt bisher 225,00 €, für die Zeit vom 7. bis zur Vollendung des 12. Lebensjahres (2. Altersstufe) 289,00 € und für die Zeit vom 13. Lebensjahr bis zur Volljährigkeit (3. Altersstufe) 355,00 €. Diese Zahlbeträge berücksichtigen bereits das staatliche Kindergeld beim ersten und zweiten Kind.

Zum 1. Januar 2016 wird auch der Bedarfssatz eines studierenden volljährigen Kindes, das nicht bei seinen Eltern oder einem Elternteil wohnt, angehoben. Er beträgt ab dem 1. Januar 2016 735,00 €, darin enthalten ist ein Wohnkostenanteil von 300,00 €. Der bisherige Bedarfssatz von 670,00 € war seit dem 1. Januar 2011 unverändert und bedurfte der Anpassung. Der Betrag von 735,00 € orientiert sich an dem Höchstsatz nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz, der im Herbst 2016 gleichfalls auf 735,00 € steigen soll.

Ab dem 1. Januar 2017 steigt der Mindestunterhalt minderjähriger Kinder gemäß § 1 der Mindestunterhaltsverordnung erneut. Dies wird zu einer erneuten Änderung der „Düsseldorfer Tabelle“ führen.

Für eine konkrete Unterhaltsberechnung im Einzelfall stehe ich gerne zur Verfügung.

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            Rechtsanwalt Udo Saul Rechtsanwalt Udo Saul

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