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Krankengeldrechner

Jeder Arbeitnehmer kann wegen einer Erkrankung plötzlich nicht mehr arbeiten können. Damit der Arbeitnehmer aber in aller Ruhe wieder gesund werden kann, gibt es die Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall. In den ersten sechs Wochen der Arbeitsunfähigkeit, die mit einer Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung nachgewiesen werden muss, zahlt der Arbeitgeber das Arbeitsentgelt weiter. Ab der siebten Woche erfolgt dann die Zahlung von Krankengeld durch die gesetzliche Krankenversicherung (GKV), maximal jedoch bis zu 78 Wochen. Das Krankengeld ist eine Entgeltersatzleistung der gesetzlichen Krankenversicherungen (GKV) und steht den Personen zu, deren Arbeitsunfähigkeit sich aus einer Krankheit ergibt. Es ist aber zu beachten, dass das Krankengeld geringer ausfällt als das durchschnittliche Nettogehalt, d. h., es entsteht durch den Bezug von Krankengeld eine Versorgungslücke. Mit diesem Rechner/Krankengeldrechner kann man ausrechnen, wie hoch der Anspruch auf diese Leistung ist, und erhält eine Übersicht, wie groß die Versorgungslücke ist. Versicherte der privaten Krankenversicherungen (PKV) haben keinen Anspruch auf Krankengeld, sie können aber für die Zahlung von Krankentagegeld eine sogenannte Krankentagegeldversicherung abschließen.

Anspruch auf Krankengeld

Im Fünften Buch Sozialgesetzbuch (SGB V) ist geregelt, dass die gesetzlichen Krankenversicherungen (GKV) zur Zahlung von Krankengeld an ihre Mitglieder verpflichtet sind. Grundsätzlich hat ein Versicherter nach § 44 Abs. 1 SGB V dann einen Anspruch auf Zahlung von Krankengeld, wenn er länger als sechs Wochen arbeitsunfähig erkrankt ist, sich in stationärer Behandlung im Krankenhaus befindet bzw. sich einer Vorsorge- oder Rehabilitationsmaßnahme unterzieht und die Krankenkasse in beiden Fällen die Kosten trägt oder wenn er ein erkranktes Kind pflegen muss. Auch während des Bezugs von Krankengeld muss der Versicherte weiterhin Beiträge für die Pflegeversicherung, Rentenversicherung und Arbeitslosenversicherung zahlen, allerdings werden diese Beiträge meist direkt von der Krankenkasse an die jeweiligen Versicherungsträger überwiesen. Für die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) müssen während des Bezugs von Krankengeld jedoch keine Beiträge gezahlt werden.
Für Bezieher von Arbeitslosengeld I gelten dieselben Regeln, d. h., während der ersten sechs Wochen der Arbeitsunfähigkeit zahlt die Agentur für Arbeit das Arbeitslosengeld weiter, danach übernimmt die Krankenversicherung mit dem Krankengeld.

Kein Anspruch auf Krankengeld

Keinen Anspruch auf Zahlung von Krankengeld haben nach § 44 Abs. 2 SGB V Angehörige, also Ehegatten und Kinder, die innerhalb der Familienversicherung mitversichert sind, Studenten, Praktikanten, Rentner, die eine gesetzliche Rente beziehen, Bezieher von Arbeitslosengeld II und alle Personen, die kein Mitglied der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) mehr sind. Diese Personen können aber, um ähnliche Leistungen zu erhalten, eine private Krankentagegeldversicherung abschließen, die meist ab dem 43. Tag der Krankheit das vereinbarte Krankentagegeld bezahlt.

Berechnung des Krankengelds

Für die Berechnung des Krankengelds mit diesem Rechner/Krankengeldrechner sind lediglich drei Werte anzugeben, das Monatsgehalt in Euro brutto (sogenanntes Regelentgelt), das Monatsgehalt in Euro netto und Weihnachts- bzw. Urlaubsgeld. Zusätzlich muss nur noch ausgewählt werden, ob man mindestens 23 Jahre alt und kinderlos ist. Das Krankengeld beträgt nach § 47 SGB V 70 Prozent des Bruttoarbeitsentgelts, höchstens jedoch 90 Prozent des Nettoverdienstes.

Monatsgehalt in Euro brutto

Zur Berechnung des individuellen Krankengeldes, auf das der Versicherte während seiner mehr als sechswöchigen Arbeitsunfähigkeit einen Anspruch gegen seine Krankenversicherung hat, muss zunächst das monatliche Bruttogehalt eingegeben werden, das im Bemessungszeitraum, dem letzten Monat vor der Arbeitsunfähigkeit, gezahlt wurde. Falls das pro Monat gezahlte Bruttogehalt (Regelentgelt) nicht konstant ist, wird das durchschnittliche Arbeitsentgelt der letzten drei Monate eingetragen. Für die korrekte Berechnung müssen hier auch Sachbezüge, vermögenswirksame Leistungen und Mehrarbeitsvergütungen eingegeben werden. Nicht eingetragen werden hier Einmalzahlungen wie Weihnachts- oder Urlaubsgeld.

Monatsgehalt in Euro netto

Weiterhin muss für die Berechnung des Krankengelds das Arbeitsentgelt pro Monat in netto eingetragen werden, das der Versicherte im Bemessungszeitraum vor Beginn seiner Arbeitsunfähigkeit erhalten hat. Unter Nettogehalt versteht man das Bruttoarbeitsentgelt von dem die zu zahlenden Steuern und Pflichtbeiträge zur Sozialversicherung abgezogen werden. Bei unterschiedlicher Höhe des Nettoeinkommens ist wiederum der Durchschnitt der letzten drei Monate vor Beginn der Arbeitsunfähigkeit anzugeben. Es dürfen hier auch keine Einmalzahlungen wie Weihnachts- oder Urlaubsgeld angegeben werden.

Zahlung von Weihnachts- und Urlaubsgeld

Hier sollen Einmalzahlungen aus den letzten 12 Monaten vor Beginn der Arbeitsunfähigkeit eingegeben werden, beispielsweise Weihnachts- bzw. Urlaubsgeld oder Gewinnbeteiligungen. Diese Einmalzahlungen werden bei der Berechnung des Krankengelds anteilig hinzugerechnet und entsprechend berücksichtigt.

23 Jahre alt und kinderlos

Zuletzt muss noch angegeben werden, ob man älter als 23 Jahre ist und ob man kinderlos ist. Diese Angaben sind wichtig, da Personen, die älter als 23 Jahre sind und noch keine Kinder haben, einen höheren Beitrag zur Pflegeversicherung zahlen müssen. Dieser beträgt im Jahr 2016 1,425 Prozent statt 1,175 Prozent des Bruttogehalts. Diese Prozentsätze werden bei der Berechnung des Krankengelds berücksichtigt.

Krankengeld ist steuerfrei

Der Bezug von Krankengeld ist grundsätzlich steuerfrei, d. h., es müssen darauf keine Steuern gezahlt werden. Allerdings unterliegt das Krankengeld dem Progressionsvorbehalt gemäß § 32b Einkommensteuergesetz (EStG). Das bedeutet, dass das Krankengeld dem zu versteuernden Einkommen hinzugerechnet wird und ein höherer Steuersatz angewendet wird. Dies geschieht aus Gründen der Gleichberechtigung, denn Personen, die Krankengeld bezogen haben, sollen keinen geringeren Steuersatz haben als diejenigen, die kein Krankengeld bezogen haben.

Zusätzliche Absicherungen

Da das Krankengeld zeitlich begrenzt bezahlt wird, sollten sich alle Versicherten Gedanken darüber machen, ob sie nicht weitere Versicherungen abschließen sollten, beispielsweise eine Versicherung für Krankentagegeld oder eine Berufsunfähigkeitsversicherung. Um das richtige Paket für sich zu finden, sollte dringend eine Beratung bei einem Fachmann in Anspruch genommen werden.

(WEI)

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