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Wie Sie sich als Betroffener gegen Mobbing im Beamtenverhältnis wehren können

Rechtstipp vom 21.11.2018
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Rechtstipp vom 21.11.2018
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Ausgrenzung aus dem Kollegenkreis, unterschwellige oder offene Beleidigungen, offensichtliche Benachteiligung bei Leistungsbewertungen und der Zuteilung von Aufgaben: Mobbing kann viele Formen annehmen. Gemeinsam ist diesen Erscheinungsformen, dass systematisch gegen Kollegen oder Untergebene gearbeitet wird und die Anfeindungen das übliche Maß übersteigen.

Auf Seiten der Betroffenen sind der Verlust der Freude an der Arbeit, Verzögerungen beim beruflichen Fortkommen und – auf kurz oder lang – erhebliche psychische und physische Beeinträchtigungen meist unausweichliche Folgen.

Egal ob bei Polizei, in der inneren Verwaltung oder im Justizdienst: Auch Beamte sind häufig von Mobbing betroffen. Doch gerade für diese Berufsgruppe ist eine solche Situation besonders schwierig: Während betroffene Arbeitnehmer solche Probleme häufig auf kurz oder lang durch einen Jobwechsel lösen können, stellt diese Lösung keine Option dar, wenn man nicht die Vorteile, welche eine Verbeamtung mit sich bringt aufgeben will. Auch das Bemühen um eine Versetzung stellt oft keine sinnvolle Reaktion dar, da hiermit häufig der Verlust von Vorteilen verbunden ist.

Allerdings sind Sie als Betroffener nicht wehrlos. Wenn Ihre Vorgesetzten oder Kollegen solche Verhaltensweisen an den Tag legen, machen sich diese strafbar und schadensersatzpflichtig. Wenn Ihr Dienstherr es zulässt, dass Sie derartigen Verhaltensweisen ausgesetzt sind, verletzt dieser seine beamtenrechtliche Fürsorgepflicht. Auch wenn es in diesem Bereich auf den ersten Blick schwierig erscheinen mag, strafrechtlich relevantes Verhalten zu identifizieren und zu beweisen, ist dies in vielen Fällen durchaus möglich.

Sofern Sie also den Eindruck haben, dass Sie regelmäßig schikaniert, ausgegrenzt oder benachteiligt werden und es sich hierbei nicht nur um alltägliche Streitereien oder Meinungsverschiedenheiten handelt, ist es höchste Zeit, über Gegenwehr nachzudenken.

Als Betroffener haben Sie eine Reihe von Möglichkeiten an der Hand, um sich gegen Mobbing zu wehren. Neben Abwehr- und Unterlassungsansprüchen kommt insbesondere auch die Geltendmachung und Durchsetzung von erheblichen Schmerzensgeldansprüchen in Betracht. 

Gerne helfen wir Ihnen dabei, zu klären, ob in Ihrem Fall ein juristisch relevantes Fehlverhalten Ihrer Vorgesetzten und/oder Kollegen gegeben ist und empfehlen Ihnen geeignete Gegenmaßnahmen.


Rechtstipp aus der Themenwelt Verwaltung und Behörde und dem Rechtsgebiet Beamtenrecht

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