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Alkohol oder Drogen am Steuer: Was Sie erwartet und wie Sie dagegen vorgehen!

Hat man Sie mit zu viel Alkohol am Steuer angetroffen? Wurden Sie bei einer Fahrt unter Drogeneinfluss von der Polizei erwischt? Als Konsequenz erhalten Sie einen Bußgeldbescheid. Dieser umfasst je nach Schwere des Verstoßes neben einem Bußgeld und Punkten auch ein Fahrverbot oder einen Führerscheinentzug. Im schlimmsten Fall liegt eine Straftat vor, und es drohen hohe Geldstrafen oder gar eine Freiheitsstrafe. Etliche Bußgeldbescheide sind jedoch fehlerhaft und Sie können gegen jeden Bescheid vorgehen!

Die wichtigsten Fakten

  • Als Fahrzeugführer gilt für Sie im Regelfall ein Alkoholgrenzwert von 0,5 Promille.

  • Als Fahranfänger oder Autofahrer unter 21 Jahren müssen sogar die Null-Promille-Grenze einhalten.

  • Der Strafrahmen für Alkoholdelikte beginnt bei 250 Euro Bußgeld und 1 Punkt.

  • Bei Drogen am Steuer liegt das Bußgeld mindestens bei 500 Euro und es kann neben dem Verlust des Führerscheins und 3 Punkten als Höchststrafe auch zum Freiheitsentzug wegen Gefährdung des Straßenverkehrs kommen.

  • Als Fahrradfahrer können Sie ab 0,3 Promille sowie unter Drogeneinfluss belangt werden.

So gehen Sie vor

  1. Überprüfen Sie den Bußgeldbescheid auf offensichtliche Fehler wie ein falsches Kennzeichen oder eine andere beschuldigte Person als Sie selbst.
  2. Halten Sie nach Zustellung des Bußgeldbescheids die Einspruchsfrist von 2 Wochen ein.
  3. Ziehen Sie einen Rechtsanwalt für Verkehrsrecht hinzu.
  4. Dieser kann Einsicht in die Ermittlungsakte nehmen und Einspruch gegen den Bußgeldbescheid einlegen.
  5. Über das anwalt.de-Formular können Sie ganz einfach Kontakt zu einem passenden Rechtsanwalt aufnehmen!

Gegen einen Bußgeldbescheid zur Wehr setzen

  • Einspruchsfrist einhalten: Behalten Sie unbedingt die 2-wöchige Einspruchsfrist im Blick. Diese fängt mit der Zustellung des Bußgeldbescheids an zu laufen. Lassen Sie diese Frist verstreichen, können Sie nur noch ausnahmsweise gegen den Bescheid vorgehen. 
  • Angaben im Bußgeldbescheid kontrollieren: Bußgeldbescheide enthalten häufig Fehler. Laut Expertenschätzungen ist ungefähr jeder dritte nicht korrekt. Es ist empfehlenswert, den Namen des Beschuldigten, die angegebene Anschrift sowie die Angaben zu Tatzeitpunkt und Tatort eingehend zu überprüfen. Darüber hinaus sollten Sie nachdenken, ob Sie für die Ihnen zur Last gelegte Tat tatsächlich verantwortlich sind.
  • anwaltlich beraten lassen: Ziehen Sie einen im Verkehrsrecht kompetenten Rechtsanwalt hinzu. Nur ein Anwalt kann die Erfolgschancen eines Einspruchs im Einzelfall realistisch beurteilen. 
  • Ermittlungsakte einsehen lassen: Nach Einsichtnahme in die Ermittlungsakte kann Ihr Anwalt einschätzen, ob es für Sie Sinn hat, gegen den Bußgeldbescheid gerichtlich vorzugehen. Sie haben dann abzuwägen, ob Ihnen das womöglich vorhandene Prozessrisiko zu hoch erscheint.
  • Einspruch gegen den Bescheid: Wenn Sie beschlossen haben, gegen den Bußgeldbescheid Einspruch zu erheben, kann sich Ihr Rechtsanwalt damit befassen. Er erstellt ein gut begründetes Einspruchsschreiben und schickt dieses an die zuständige Bußgeldbehörde.

Fahren unter Alkoholeinfluss

Unterscheidung Ordnungswidrigkeiten und Straftaten wegen Alkohol am Steuer

Erwischt Sie die Polizei mit einem Promillewert zwischen 0,5 und 1,09 am Steuer, legt diese Ihnen im Regelfall eine Ordnungswidrigkeit aufgrund von relativer Fahruntüchtigkeit zur Last. Treten aber weitere Faktoren hinzu, so wird Ihr Vergehen als Straftat verfolgt. Anzuführen sind hier:

  • auffällige Fahrweise,
  • Ausfallsymptome beim Fahrer,
  • die Gefährdung anderer Teilnehmer am Straßenverkehr oder
  • die Verursachung eines Unfalls.

Ab 1,1 Promille spricht man von absoluter Fahruntüchtigkeit. Deshalb liegt in diesem Fall beim Fahren von Kraftfahrzeugen stets eine Verkehrsstraftat vor. Im Strafgesetzbuch wird das als Trunkenheit im Verkehr bezeichnet. Zu den Konsequenzen für Ersttäter gehört eine vom Einkommen abhängige Geldstrafe und meistens der vorläufige Entzug der Fahrerlaubnis unmittelbar nach der Tat. Darüber hinaus wird im Regelfall eine Sperrfrist von bis zu zwölf Monaten für die Neuerteilung der Fahrerlaubnis verhängt.

Ab 1,6 Promille Blutalkohol stellt man Ihre Fahreignung generell infrage. Werden Sie mit so viel Alkohol am Steuer hinter dem Steuer angetroffen, müssen Sie selbst als Ersttäter an einer medizinisch-psychologischen Untersuchung (MPU) teilnehmen, bevor Sie den Führerschein zurückbekommen können.

Strafen bei Alkohol am Steuer

Wirft man Ihnen eine Ordnungswidrigkeit vor, so hängt die Strafe davon ab, wie oft Sie als Fahrer wegen Alkoholdelikten aufgefallen sind. Der derzeit gültige Bußgeldkatalog enthält folgende Strafen für Ordnungswidrigkeiten im Rahmen des Fahrens unter Alkoholeinfluss:

Alkoholverstoß am SteuerBußgeldPunkteFahrverbot
Fahren mit Blutalkoholkonzentration von 0,5–1,09 ‰ 500 Euro21 Monat
- bei Eintrag eines vorigen Alkoholverstoßes1.000 Euro23 Monate
- bei Eintrag zweier voriger Alkoholverstöße1.500 Euro23 Monate

Führerscheinentzug bei Trunkenheitsfahrten

Ab 1,1 Promille kann es bei Alkohol am Steuer zur Entziehung der Fahrerlaubnis kommen. Die Gerichte sind bei der Festlegung der Dauer des Führerscheinentzugs wegen Trunkenheit im Verkehr relativ frei. Entscheidend für den Richter ist in der Regel der Blutalkoholwert und mögliche Wiederholungsverstöße.

Als grobe Richtwerte gelten 6 bis 9 Monate Führerscheinentzug bei einem Promillewert von 1,1 bis zu 1,6 und 9 bis 12 Monate zwischen 1,6 und 2,0 Promille. Werden über 2,0 Promille Alkohol in Ihrem Blut nachgewiesen, bewegt sich der Entzug des Führerscheins im Regelfall zwischen 18 Monaten und mehreren Jahren.

Keine generelle Straffreiheit bei unter 0,5 Promille Alkohol im Blut

Zahlreiche Autofahrer setzen sich auch nach dem Konsum von Alkohol noch hinters Steuer. Vor Allem, wenn sie meinen, nicht einmal 0,5 Promille Alkohol im Blut zu haben, gehen sie davon aus, dass dieses Verhalten keine Konsequenzen nach sich zieht.

In der Praxis kann es bei einem selbst verschuldeten Unfall ab 0,3 Promille Blutalkohol aber dazu kommen, dass die Kfz-Versicherung Regressforderungen gegen Sie als Alkoholsünder geltend macht. Ab einem Wert von 1,1 Promille Alkohol im Blut wird der Alkoholkonsum im Falle eines Unfalls sogar als ursächlich betrachtet wird und Sie müssen davon ausgehen, dass Sie mindestens die Hälfte Ihres verursachten Schadens selbst tragen müssen (siehe „Ist man im Falle eines Unfalls bei einer Trunkenheitsfahrt versichert?“).

Alkohol am Steuer in der Probezeit

Alkoholkonsum am Steuer ist in der Probezeit grundsätzlich verboten. Seit August 2007 existiert die Null-Promille-Regel. Diese Grenze gilt jedoch nicht nur für Verkehrsteilnehmer in der Probezeit, sondern generell für sämtliche Fahrer unter 21 Jahren, selbst dann, wenn sie sich nicht mehr in der Probezeit befinden. 

Alkohol am Steuer in der Probezeit stellt ein schwerwiegendes Vergehen, einen A-Verstoß, dar. Ein solcher Verstoß kann dazu führen, dass es zu einer Verlängerung der Probezeit von 2 auf 4 Jahre kommt. Darüber hinaus müssen Sie in der Regel an einem Aufbauseminar teilnehmen. Zudem können neben einem Bußgeld zwischen 250 Euro und 1.500 Euro, 1 bis 3 Punkte in Flensburg und womöglich ein Fahrverbot gegen Sie verhängt werden. Je nachdem, ob Sie Wiederholungstäter sind oder nicht:

Alkoholverstoß am Steuer in der ProbezeitBußgeldPunkteFahrverbot
Verstoß gegen die 0,0-Promille-Grenze250 Euro1keines
Verstoß gegen die 0,5-Promille-Grenze (1. Mal)500 Euro21 Monat
Verstoß gegen die 0,5-Promille-Grenze (2. Mal)1.000 Euro23 Monate
Verstoß gegen die 0,5-Promille-Grenze (3. Mal)1.500 Euro23 Monate
Gefährdung des Straßenverkehrs unter Alkoholeinfluss (ab 0,3 ‰)3Entziehung der Fahrerlaubnis, Freiheits- oder Geldstrafe
Alkoholgehalt im Blut liegt über 1,09 ‰3Entziehung der Fahrerlaubnis, Freiheits- oder Geldstrafe

Wenn Sie in der Probezeit durch Alkohol gar eine Gefährdung für den Straßenverkehr darstellen oder einen Unfall verursachen, kann es bereits bei einer geringen Promillezahl zur Ent­zieh­ung des Füh­rer­scheins und zur Anordnung einer MPU kommen.

Promillegrenzen im europäischen Ausland

In zahlreichen europäischen Ländern existiert eine Promillegrenze von 0,5, aber nicht in allen. Am strengsten sind die Vorschriften in Ungarn und Tschechien, wo die 0,0-Promille-Regel einzuhalten ist. Die 0,5-Promille-Grenze gilt in Italien, Österreich, Frankreich sowie der Schweiz. Während Sie bei Verstößen in Frankreich mit Beträgen von mindestens 135 Euro rechnen müssen, drohen Ihnen in Italien mindestens 530 Euro Bußgeld.

Besonders teuer wird es für Sie als Alkoholsünder in Großbritannien, schließlich existiert dort keine Begrenzung für die Geldbuße. Zudem ist zu beachten, dass auf der Insel zwar grundsätzlich eine Promillegrenze von 0,8 besteht, jedoch Schottland die Grenze auf 0,5 Promille reduziert hat.

Fahren unter Drogeneinfluss

Strafen bei Drogen am Steuer

Das Bußgeld, das Ihnen bei Drogenkonsum am Steuer droht, ist gestaffelt. Es gibt jedoch – anders als beim Alkohol – keine festgelegten Grenzwerte. Die Höhe der Konsequenzen hängt davon ab, ob es Ihr erster, zweiter oder dritter Verstoß dieser Art ist. Erwischt man Sie also mit Drogen hinter dem Lenkrad, können folgende Strafen verhängt werden:

DrogenverstoßPunkteBußgeld Fahrverbot
1. Verstoß2500 Euro1 Monat
2. Verstoß21.000 Euro3 Monate
3. Verstoß21.500 Euro3 Monate

Zudem kann ein Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz (BtMG) und damit eine Straftat vorliegen. Haben Sie nicht nur illegale Substanzen konsumiert, sondern gefährdeten Sie den Straßenverkehr oder kann Ihnen zusätzlich noch Drogenbesitz nachgewiesen werden, kommt es im Regelfall zu einem Strafverfahren. Davon kann im Fall des Besitzes jedoch vom Gericht abgesehen werden, wenn es lediglich um geringe Mengen geht. Die Grenzen hierfür sind abhängig vom jeweiligen Bundesland.

Führerscheinentzug beim Fahren unter Drogeneinfluss

Zeigen Sie als Fahrzeugführer Anzeichen von Fahrunsicherheit oder verursachen Sie unter Drogeneinfluss einen Verkehrsunfall, drohen Ihnen strafrechtliche Konsequenzen. Dann kann neben einem Bußgeld und Punkten darüber hinaus der Führerscheinentzug und womöglich sogar eine Haftstrafe die Folge sein.

Abgrenzung von harten und weichen Drogen

Erwischt man Sie mit Drogen hinter dem Lenkrad, wird häufig eine MPU angeordnet. Die Führerscheinstelle trifft in diesem Zusammenhang eine Unterscheidung zwischen weichen und harten Drogen. Erwischt man Sie unter dem Einfluss weicher Drogen wie Marihuana, Haschisch oder anderer Cannabisprodukte, kann Ihnen oft eine MPU erspart bleiben. Der Grund ist, dass hier die Auswirkungen auf den Körper verglichen mit härteren Drogen gering sind.

Dagegen führt der Konsum von Kokain, Heroin, Ecstasy, Methadon oder anderer harter Drogen am Steuer zu drastischeren Strafen. Schließlich geht die Führerscheinstelle in diesem Fall davon aus, dass Sie generell nicht die nötige Fahreignung besitzen. Dies ist erst recht der Fall, wenn Sie wiederholt unter Einfluss einer dieser Drogen hinter dem Lenkrad angetroffen werden.

Nachweis einer Drogenfahrt

Generell stehen der Polizei mehrere Methoden zur Verfügung, um den Konsum von Drogen am Steuer nachzuweisen:

  • Schweißtests,
  • Speicheltests,
  • Bluttests oder
  • Urintests.

Diese kommen aber nicht generell zum Einsatz, da die Beamten häufig auf die Freiwilligkeit von Ihnen als Fahrer angewiesen sind. Ein Drogenschnelltest kann verdächtige Subtanzen im Urin, Schweiß oder Speichel entdecken. Wenn sich ein Anfangsverdacht erhärtet, dass unter Drogeneinfluss gefahren wurde, kann schließlich ein Richter einen Bluttest anordnen.

Drogen am Steuer in der Probezeit

In der Probezeit wird Fahren unter Drogeneinfluss noch mit weitaus empfindlicheren Sanktionen geahndet. Schließlich handelt es sich hierbei um einen schwerwiegenden Verkehrsverstoß, genannt A-Verstoß.

Das bedeutet, neben einem Bußgeld, Punkten in Flensburg und einem Fahrverbot drohen Ihnen als Führerscheinneuling noch weitere Probezeitmaßnahmen. Wie genau diese aussehen, ist davon abhängig, zum wievielten Mal Sie mit Drogen am Steuer in der Probezeit erwischt worden sind:

Drogen am Steuer in der ProbezeitProbezeitmaßnahmen
1. Verstoß- Probezeitverlängerung auf 4 Jahre - kostenpflichtiges Aufbauseminar
2. Verstoß- Verwarnung - Empfehlung zu einer verkehrspsychologischen Beratung
3. Verstoß- Entzug der Fahrerlaubnis

Drogen- und Alkoholkonsum auf dem Fahrrad

Radfahren mit Alkohol

Auch für Radfahrer gelten gesetzlich festgelegte Promillegrenzen. Wenn Sie als Radler diese nicht einhalten, können Sie ein Bußgeld, Punkte und sogar einen Führerscheinentzug erhalten. Denn wer betrunken Rad fährt, wird auch als nicht Kfz-fahrtauglich erachtet. Zu Letzterem kommt es dann, wenn eine medizinisch-psychologische Untersuchung angeordnet wird. Die Sperrfrist, die Sie bis zur MPU abwarten müssen, liegt bei Alkoholverstößen auf dem Fahrrad bei mindestens 6 Monaten.

Aufgrund eines Gerichtsurteils aus dem Jahr 1986 wurde die absolute Fahruntauglichkeit für Radfahrer auf 1,7 Promille festgelegt. Wegen exakterer Messmethoden ist sie derzeit mit 1,6 Promille etwas niedriger.

Promillegrenze und Bußgeldkatalog für Radfahrer

Neben dieser 1,6-Promille-Regel, die die absolute Fahruntauglichkeit definiert, gilt auf dem Fahrrad eine Promillegrenze von 0,3 Promille. Diese wird auch relative Fahruntauglichkeit genannt. Bei auffälligem Fahrverhalten oder einem Unfall kann es schon hier zur Verhängung von Strafen gegen Sie kommen:

Bußgeldkatalog Fahrrad bei Alkoholfahrten Konsequenz
Ab 0,3 ‰, bei auffälliger Fahrweise und Unfall- Strafanzeige
Mit mehr als 1,6 ‰ Fahrrad gefahren- 3 Punkte - Anordnung einer MPU - Bußgeld in Höhe eines Monatsgehalts

Alkoholisiertes Radfahren in der Probezeit

Als Inhaber eines Führerscheins für Kraftfahrzeuge müssen Sie während der Probezeit strikt die 0,0-Promille-Grenze einhalten. Diese Alkoholgrenze findet jedoch auf dem Fahrrad in der Probezeit keine Anwendung, da ein Rad nicht als Kraftfahrzeug gilt. Demzufolge existiert auch keine besondere Promillegrenze für das Fahrrad, wenn unter 21-Jährige damit unterwegs sind. Dabei spielt es keine Rolle, ob diese über einen Führerschein für ein Kraftfahrzeug verfügen oder nicht.

Promillegrenze für Radfahrer in anderen Ländern

In anderen Staaten Europas gilt für Fahrradfahrer eine weitaus strengere Alkoholgrenze als die 1,6 Promille in Deutschland. In zahlreichen Urlaubsländern wie Italien, der Schweiz, Frankreich, Kroatien oder den Niederlanden sind auf dem Fahrrad lediglich 0,5 Promille zulässig. Österreich hat immerhin eine Toleranzschwelle von 0,8 Promille. Wenn Sie als Radfahrer mit mehr Alkohol im Blut angetroffen werden, droht Ihnen dort eine Geldstrafe von mindestens 800 Euro. In Tschechien müssen Sie dagegen die 0,0-Promille-Grenze einhalten.

Drogenkonsum bei Fahrradfahrern

Wenn Sie unter dem Einfluss von Drogen Fahrrad fahren, machen Sie sich strafbar und müssen auch davon ausgehen, dass eine MPU angeordnet wird. Damit verbunden ist die Möglichkeit des dauerhaften Entzugs der Fahrerlaubnis. Diese erlangen Sie erst wieder, wenn Sie die medizinisch-psychologische Untersuchung bestehen:

Bußgeldkatalog Fahrrad bei Drogenfahrten Konsequenz
Unter Drogeneinfluss Fahrrad gefahren- Anordnung einer MPU - Strafanzeige

FAQs zu Alkohol am Steuer

Wie kann man ein Fahrverbot bei Alkohol am Steuer vermeiden?

Im Einzelfall besteht manchmal die Möglichkeit, ein Fahrverbot aus beruflichen oder dringenden persönlichen Gründen in ein höheres Bußgeld umzuwandeln. Beispielsweise dann, wenn Sie bei einem Fahrverbot oder Führerscheinentzug Ihren Job verlieren würden. Bei solchen unzumutbaren Härten existiert gerade bei Ersttätern ein Ermessensspielraum, den Sie mit anwaltlicher Hilfe ausschöpfen können.

Kann die Führerscheinstelle die Ausgabe des Führerscheins nach dem Ende eines Fahrverbots verweigern?

Beim eigentlichen Fahrverbot wird nur das Dokument eingezogen, die generelle Erlaubnis zum Autofahren bleibt jedoch bestehen. In diesem Fall erhält man den Führerschein im Regelfall unaufgefordert nach Ablauf der Frist des Fahrverbots zurück.

Kam es jedoch zum Entzug des Führerscheins, bekommt man diesen nach Ablauf der Sperrfrist nicht automatisch zurück. Schließlich wurde nicht nur das Dokument, sondern die eigentliche Erlaubnis zum Führen von Kraftfahrzeugen entzogen. Diese muss neu erworben werden, bevor man den Führerschein zurückerhält. Dafür ist ein Antrag auf Neuerteilung nötig. Häufig ordnet die Behörde zudem eine medizinisch-psychologische Untersuchung an.

Ist man im Falle eines Unfalls bei einer Trunkenheitsfahrt versichert?

erwähnten Strafen auch noch mit Ärger mit der Kfz-Versicherung rechnen. Womöglich verlieren Sie zum Teil oder komplett den Versicherungs­schutz.

Wenn der Alkoholeinfluss für den Unfall mitauschlaggebend war, kann es ab 0,3 Promille zu einer prozentualen Kürzung der Versicherungsleistung kommen. Handelt es sich um grobe Fahrlässigkeit Ihrerseits, kann Ihre Versicherung die Leistung auch vollständig verweigern. Grob fahrlässig sind Promillewerte von über 1,1 Promille. Erbringt die Versicherung keine oder nur eine geringere Leistung, kann man Sie als Unfallverursacher in Regress nehmen. Es sollte bei Streitigkeiten ein Anwalt hinzugezogen werden, der auch den Versicherungsvertrag und die allgemeinen Versicherungsbedingungen genauer untersucht.

rechtstipps - anzahl_alkohol_und_verstoesse
Quelle: Kraftfahrt-Bundesamt

Video-Zusammenfassung: Alkohol am Steuer

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