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Rechtsanwalt Medizin Rechtsanwälte | anwalt.de

Die Medizin umfasst vor allem die Vorbeugung, Diagnose und Behandlung von Krankheiten bzw. Verletzungen bei Mensch (Humanmedizin) und Tier (Veterinärmedizin). Im Laufe der Zeit haben sich in der Medizin viele verschiedene Fachgebiete entwickelt. So gibt es z. B. die Anästhesiologie, die Augenheilkunde, die Gynäkologie, die Neurologie, die Psychiatrie oder auch die Zahnmedizin. Diese Bereiche gehören der sog. Schulmedizin an. Daneben unterfallen der Medizin aber noch viele weitere Gebiete, wie z. B. die Homöopathie, und dem Medizinrecht etwa das Pflegerecht bzw. das Pharmarecht, sog. Gesundheitsrecht. Außerdem gehören dazu unter anderem auch das allgemeine Berufsrecht, die Arzthaftung, das Verhältnis der Ärzte untereinander - z. B., ob die Werbung durch einen Arzt zulässig ist - und die Veräußerung der Praxis. Als Medizin werden umgangssprachlich aber auch die Heilmittel bezeichnet, die ein Arzt verordnet bzw. die man auch ohne Rezept in der Apotheke kaufen kann.

In der Medizin spielt jedoch vor allem die Rechtsbeziehung zwischen dem Patienten und seinem Arzt eine wichtige Rolle. Die beiden schließen nach § 611 BGB (Bürgerliches Gesetzbuch) einen Dienstvertrag - und zwar bereits dann, wenn der Patient den Arzt seiner Wahl aufgesucht, ihm sein Leiden beschrieben und der Mediziner mit seiner „Arbeit" begonnen hat. Das bedeutet, der Vertrag - sog. Behandlungsvertrag oder Arztvertrag - muss nicht schriftlich und ausdrücklich geschlossen werden. Den Arzt treffen aus juristischer Sicht einige Pflichten, wie z. B. die Aufklärungspflicht oder die Schweigepflicht. Eine Pflichtverletzung des Arztes - sei es z. B., weil er einen Diagnosefehler oder während einer Operation einen Behandlungsfehler begangen bzw. ein falsches bzw. falsch dosiertes Arzneimittel verschrieben oder gegen ein Patientenrecht verstoßen hat - kann dazu führen, dass er Schadenersatz und/oder Schmerzensgeld leisten muss.

In der Medizin geht es vordergründig darum, heilbare Erkrankungen zu kurieren und unheilbare Erkrankungen zu lindern bzw. eine Erkrankung zu verhüten, soweit dies möglich ist. In der Medizin gilt die Krankheit als Funktionsstörung des Organismus, sodass der Behandler zunächst seinen Patienten untersuchen muss, um zu erfahren, was ihm fehlt. Hierzu kann er sich auch technischer Geräte bedienen, wie z. B. dem Röntgengerät. Aufgrund seiner Erkenntnisse und Beobachtungen sowie der Einhaltung der ärztlichen Kunst muss er die richtige Diagnose stellen, um dementsprechend die Krankheit therapieren zu können. Schließlich können ein Diagnosefehler und damit verbunden eine Falschbehandlung beim Patienten zu einem Personenschaden führen. Die Kosten für eine Behandlung werden in den meisten Fällen von der Krankenversicherung vollständig oder teilweise übernommen. So bezahlt sie z. B. bei einer körperlichen Behinderung bzw. Schwerbehinderung grundsätzlich Hilfsmittel wie eine Brille, einen Rollstuhl oder Gehhilfen, um der betroffenen Person die Möglichkeit zu geben, so uneingeschränkt wie möglich im Alltag zurechtzukommen.

Dieselben Regeln in der Medizin gelten übrigens auch für den Tierarzt. Wenn der besorgte Tierhalter mit seinem Haustier bzw. Nutztier bei ihm vorstellig wird, muss er seine Fachkenntnisse einsetzen, um die richtige Diagnose zu stellen und darauf aufbauend die richtige Therapie zu beginnen. Fehler können hier zur sog. Tierarzthaftung führen.

Doch nicht jeder darf die Medizin ausüben, sondern nur dementsprechend ausgebildete Personen. So darf man z. B. nur Arzt werden, wenn man das Studium der Medizin erfolgreich abgeschlossen sowie die erforderliche Approbation bzw. Berufserlaubnis erhalten hat.

(VOI)

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