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Trennungsvereinbarung: Wann ist sie sinnvoll und was muss sie enthalten?

Die wichtigsten Fakten

  • Die Trennungsvereinbarung enthält Vereinbarungen der Ehegatten über die Trennungsfolgen.
  • Sie kann bereits vor der Trennung abgeschlossen werden.
  • Die Trennungsvereinbarung muss notariell beurkundet werden.

So gehen Sie vor

  1. Suchen Sie rechtzeitig das Gespräch mit Ihrem Ex-Partner und finden Sie gemeinsame Lösungen.
  2. Lassen Sie sich von einem Anwalt oder Notar bei der Erstellung der Trennungsvereinbarung helfen.
  3. Lassen Sie die Trennungsvereinbarung notariell beurkunden.

Was ist eine Trennungsvereinbarung?

Bei einer Trennungsvereinbarung handelt es sich um einen Vertrag zwischen Ehepartnern, der wichtige Vereinbarungen für die Zeit von der Trennung bis zur Scheidung enthält. Dabei geht es insbesondere um Regelungen über die möglichen Trennungsfolgen wie die vorläufige Ausübung des Sorgerechts, den Kindesunterhalt und die Verteilung von Hausrat und Haushaltsgeld.

Die Trennungsvereinbarung wird häufig nach der Trennung der Ehegatten erstellt. Möglich ist der Abschluss einer Trennungsvereinbarung jedoch auch schon viel früher – beispielsweise schon vor oder bei der Eheschließung oder in „guten Zeiten“.

Ziel der Trennungsvereinbarung ist es, Streitigkeiten über die Trennungsfolgen und somit eine Regelung über Anwälte oder das Familiengericht zu vermeiden. In der Regel fallen dadurch auch die Kosten einer anschließenden Scheidung niedriger aus.

Was ist der Unterschied zur Scheidungsfolgenvereinbarung?

Im Gegensatz zur Trennungsvereinbarung regelt die Scheidungsfolgenvereinbarung (oder Scheidungsvereinbarung) die Scheidungsfolgen. Kurz gesagt: Die Regelungen der Trennungsvereinbarung gelten von der Trennung bis zur Scheidung, die der Scheidungsfolgenvereinbarung nach der Scheidung. Häufig finden sich jedoch in Trennungsvereinbarungen Klauseln, die regeln, dass die darin enthaltenen Vereinbarungen auch nach der Scheidung weiterhin gelten sollen.

Welche Regelungen enthält die Trennungsvereinbarung?

Folgende Punkte sollten in Ihrer Trennungsvereinbarung geregelt werden:

  • Festhalten des offiziellen Trennungsdatums
  • Kindesunterhalt für gemeinsame Kinder
  • Umgangsrecht und Besuchsrecht für gemeinsame Kinder
  • Aufenthaltsbestimmung für gemeinsame Kinder
  • Trennungsunterhalt (ein Verzicht oder Ausschluss ist nicht möglich!)
  • nachehelicher Unterhalt (ein Verzicht oder Ausschluss ist möglich)
  • Anwendung des Güterrechts
  • Aufteilung des Hausrats
  • Umgang mit einer gemeinsamen Wohnung oder einem gemeinsamen Haus
  • ggf. Vermögensübertragung bzgl. einer gemeinsamen Immobilie
  • Klärung der Rückzahlung gemeinsam aufgenommener Kredite
  • Regelung des Zugriffs auf Aktien und Wertpapiere
  • Änderung der Kontonutzungsmöglichkeiten

Wie wird eine Trennungsvereinbarung erstellt?

Damit eine Trennungsvereinbarung verbindlich ist, muss sie von einem Notar beurkundet werden. Wenden Sie sich deshalb am besten auch für die Erstellung der Vereinbarung an einen Notar oder Anwalt.

Nach der Trennung kann die Trennungsvereinbarung jederzeit bis zur Scheidung erstellt werden. Der Abschluss ist aber auch bereits vorher möglich, sogar noch vor der Eheschließung.

Was kostet eine Trennungsvereinbarung?

Das lässt sich pauschal nicht sagen. Die Gebühren für den Anwalt oder Notar richten sich nach dem Geschäftswert der Vereinbarung. Dieser wiederum hängt von Ihrem Vermögen ab. Die tatsächlichen Kosten lassen sich dann anhand von Tabellen im Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (RVG) bzw. Gerichts- und Notarkostengesetz (GNotKG) ablesen.

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