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Mietpreisbremse-Rechner

Prüfen Sie, ob die Mietpreisbremse bei Ihnen greift, und ermitteln Sie Ihr Sparpotenzial bei der Miete. In nur 3 Minuten.

Die Mietpreisbremse setzt der Miethöhe eine Grenze. Wie hoch Ihre Miete danach sein darf, ermitteln Sie schnell mit dem Mietpreisbremsenrechner. Zahlen Sie zu viel, müssen Sie künftig weniger bezahlen. Und was Ihr Vermieter in der Vergangenheit zu viel an Miete bekommen hat, verlangen Sie einfach zurück. Der Mietpreisbremsenrechner zeigt Ihnen schwarz auf weiß, wie viel Miete Sie jeden Monat sparen können.

Wie funktioniert die Mietpreisbremse?

Die Mietpreisbremse begrenzt die zulässige Mieterhöhung bei der Neuvermietung von Wohnungen. Maximal 10 Prozent mehr als die ortsübliche Vergleichsmiete darf die Miete danach betragen. Die ortsübliche Vergleichsmiete richtet sich nach Wohnraum, Größe, Ausstattung, Beschaffenheit und Lage der Wohnung. Verständlicherweise variiert die Vergleichsmiete dadurch von Ort zu Ort und von Wohnung zu Wohnung.

Mancherorts informiert ein qualifizierter Mietspiegel über die jeweils geltende ortsübliche Vergleichsmiete. Mietspiegelerstellung und regelmäßige Aktualisierungen sind jedoch aufwendig. Beileibe nicht jede Stadt und Gemeinde verfügt daher über einen qualifizierten Mietspiegel. Mitunter existiert zumindest ein einfacher Mietspiegel. Im Unterschied zu einem qualifizierten Mietspiegel gilt für dessen Angaben keine Vermutung zur Richtigkeit. Dasselbe gilt für Informationen zur ortsüblichen Vergleichsmiete in einer Mietdatenbank. Bevor Sie sich vor Ort nach der ortsüblichen Vergleichsmiete erkundigen, nutzen Sie den Mietpreisbremsenrechner.

Wo gilt die Mietpreisbremse?

Die Mietpreisbremse soll nur dort gelten, wo ein angespannter Wohnungsmarkt herrscht. Das bedeutet: vor Ort gibt es nicht genug Mietwohnungen zu angemessenen Bedingungen. Ein Grund dafür ist ein geringes Wohnungsangebot bei gleichzeitiger hoher Nachfrage danach. Diese Situation führt bekanntermaßen zu immer weiter steigenden Mieten, da Vermieter im Vorteil sind. Die Mietpreisbremse soll das mittelfristig eindämmen. Langfristig lässt sich diese Entwicklung nur durch den Neubau von Wohnungen stoppen.

Damit Wohnen bezahlbar bleibt, können die Bundesländer solange für bis zu fünf Jahre Gebiete ausweisen, in denen die Mietpreisbremse gilt. Das betrifft vor allem Großstädte und Ballungszentren. Eine Mietpreisbremse existiert insofern bereits in Berlin, Hamburg, München, Köln, Frankfurt, Stuttgart und Düsseldorf. Eine Mietpreisbremse gilt aufgrund der angespannten Wohnungssituation in Universitätsstädten unter anderem auch in Bonn, Erlangen, Gießen, Marburg und Tübingen. Darüber hinaus gilt sie in Bremen und in vielen weiteren Städten der Bundesländer Bayern, Baden-Württemberg, Brandenburg, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Schleswig-Holstein und Thüringen. Bis Ende 2020 können die Bundesländer auch noch für weitere Gebiete eine Mietpreisbremse beschließen.

Wie hilft der Mietpreisbremsenrechner?

Der Mietpreisbremsenrechner erfasst noch nicht alle diese Städte. Mietern in den Großstädten Berlin, Hamburg, München, Köln, Frankfurt, Stuttgart und Düsseldorf erspart er aber die aufwendige Ermittlung der ortsüblichen Vergleichsmiete durch eine einfache Abfrage der dafür entscheidenden Kriterien. Dabei geht er auch darauf ein, ob die Mietpreisbremse beim Einzug bereits galt. Zudem berücksichtigt der Mietpreisbremsenrechner Ausnahmen der Mietpreisbremse wie etwa für Wohnungen, die erstmalig nach dem 1. Oktober 2014 genutzt und vermietet wurden.

Viele Vermieter konnten sich aufgrund des Aufwands – den der Mietpreisbremsenrechner erleichtert – sicher wähnen. Nicht wenigen Vermietern ist die gesetzlich geregelte Mietpreisbremse bzw. deren Funktion immer noch unbekannt. Fehlende Kenntnis und geringe Transparenz sind jedoch kein Grund, dass Mieter eine zu hohe Miete hinnehmen müssen. Mieter erhalten somit wesentlich schneller und einfacher ein aussagekräftiges Ergebnis.

Folgen hat eine unzulässig hohe Miete?

Der Betrag, um den die Miete zu hoch ist, erlangt keine Geltung. Mieter sind danach nur zur Mietzahlung bis zur zulässigen Höhe von maximal 10 Prozent über der ortsüblichen Vergleichsmiete verpflichtet – maximal also 110 Prozent der ortsüblichen Vergleichsmiete. Der Mietvertrag bleibt ungeachtet der überhöhten Miete weiter bestehen. Angst vor dem Verlust der Mietwohnung ist somit unbegründet.

Auch die Rückforderung bereits zu viel gezahlter Miete ist möglich. Der Vermieter ist dazu schriftlich und mit Verweis auf eine die ortsübliche Vergleichsmiete enthaltende Quelle zu informieren. Mieter können dabei vom Vermieter auch Auskunft über die Miete ihres Vormieters verlangen. Verweigert der Vermieter die Miete zu Unrecht, kann der Mieter die Mietrückzahlung gerichtlich durchsetzen. Soweit kommt es jedoch oft gar nicht. Denn ein Vermieter überzeugt.

(GUE)

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