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Dienstleistungsvertrag: Inhalte, Form und Folgen

Oder wählen Sie einen passenden Anwalt in Ihrer Nähe

Allgemeines Vertragsrecht

Sie haben eine Leistung erbracht, aber bisher kein Geld erhalten? Oder Sie haben angeblich nicht so geleistet, wie der Kunde es sich gewünscht hat?

Diese Fälle kommen in der Praxis häufig vor und können mit einem einwandfreien Dienstleistungsverträgen vermieden werden.

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Dienstleistungsvertrag regelt die Ausführung einer Tätigkeit gegen Bezahlung.
  • Auftragnehmer und Auftraggeber müssen die Pflichten aus dem Vertrag erfüllen.
  • Der Vertrag kann formfrei geschlossen werden.
  • Eine Dienstleistung kann für verschiedenste Bereiche geschlossen werden.

So gehen Sie vor

  • Benennen Sie Käufer und Verkäufer eindeutig.
  • Definieren Sie den Vertragsgegenstand und den Preis der Leistung.
  • Legen Sie Zahlungsbedingungen fest.
  • Halten Sie auch sonstige Vereinbarungen wie Leistungstermin, Zahlungsmodalitäten oder Haftungsfragen schriftlich fest.
  • Lassen Sie den Vertrag von einem Rechtsanwalt aufsetzen.

Was ist eine Dienstleistung?

Durch eine Dienstleistung wird eine Leistung erbracht, die sich sowohl auf Gegenstände als auch auf Personen beziehen kann. Darunter kann zum Beispiel eine Arztbehandlung fallen, die an einem Patienten durchgeführt wird. Aber auch die Reparatur einer Tür oder eines Autos stellt eine Dienstleistung dar. Es muss am Ende also auch nicht unbedingt ein neuer Gegenstand entstehen, es reicht auch die reine Arbeitsleistung aus. 

Durch einen Dienstleistungsvertrag einigen sich die Vertragsparteien darüber, welche Art von Tätigkeit durchgeführt werden soll und welche Rahmenbedingungen hierfür gelten sollen. Damit ist gemeint, dass eine Beschreibung der Dienstleistung vorgenommen und der Preis hierfür festgesetzt wird. Auch kann vereinbart werden, wo genau die Dienstleistung stattfinden soll und Fragen hinsichtlich Gewährleistung und Fristen können angeführt werden.

Gängige Dienstleistungsarten sind unter anderem:

  • Bauleistungen
  • Arbeiten im Haushalt/Garten
  • Verkehrs- und Nachrichtendienstleistungen
  • Fahrdienste
  • Reparaturdienstleistungen
  • Handwerkerdienstleistungen
  • Beratungsdienstleistungen

Um für beide Parteien das Beste rauszuholen, ist eine Beratschlagung mit einem Rechtsanwalt immer hilfreich.

Allgemeines_Vertragsrecht - dienstleistungsvertrag.jpg

Dienstleistungs­vertrag erstellen

Möchten Sie einen Dienstleistungsvertrag aufsetzen, sollten Sie vorab prüfen, welche Inhalte wichtig sind.

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Welchen Inhalt sollte jeder Dienstleistungsvertrag haben?

Es gibt keine fest vorgeschriebenen Regeln darüber, was genau im Vertrag über die Dienstleistung stehen muss. Üblich und ratsam ist es aber, folgende Dinge im Dienstleistungsvertrag festzuhalten:

InhaltErklärung
VertragsparteienWer sind Auftraggeber und Auftragnehmer?
VertragsgegenstandWelche Leistung wird angeboten?
Vergütung, sonstige KostenWelche Kosten fallen an?
ZahlungsbedingungenWann soll bezahlt werden?
Wohin soll bezahlt werden?
Welche Zahlungsmöglichkeiten gibt es (Barzahlung, Rechnung, Vorkasse, PayPal, etc.)?
Leistungstermin/LeistungszeitWann und wie lange soll die Leistung erbracht werden?
HaftungWann soll die Haftung übernommen oder ausgeschlossen werden?
Formalitäten und sonstige VereinbarungenWann und wo soll die Arbeit erbracht werden?
Unterschriften von Auftraggeber und Auftragnehmer
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Folgen eines Dienstleistungsvertrags

Die Übernahme von Pflichten aus einem Dienstleistungsvertrag hat Auswirkungen für den Auftragnehmer und den Auftraggeber. Der Auftraggeber muss die festgelegte Dienstleistung zugunsten des Auftragnehmers in seinem Interesse vornehmen, der Auftraggeber muss den Auftragnehmer bezahlen und sonstige Kosten übernehmen, die durch den Vertrag festgelegt worden sind. Man verpflichtet sich also, eine Leistung auszuführen bzw. dafür etwas zu zahlen. Sollte man seine Pflicht nicht einhalten, drohen Konsequenzen. Dann kann es passieren, dass man Schadensersatz zahlen muss oder eine Vertragsstrafe verhängt wird.

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Quelle: Statista

Welche Form sollte der Dienstleistungsvertrag haben?

Grundsätzlich gilt: Ein Dienstleistungsvertrag muss nicht zwingend schriftlich aufgesetzt werden. Er kann auch mündlich oder durch konkludentes Handeln geschlossen werden. Letzteres bedeutet, dass eine stillschweigende Übereinkunft über den Vertrag getroffen wird, etwa durch Inanspruchnahme der jeweiligen Leistung, ohne vorher darüber gesprochen zu haben.

In den meisten Fällen ist es aber ratsam, den Vertrag schriftlich aufzusetzen. Durch den schriftlichen Vertrag hat man einen Beweis, um die getroffenen Vereinbarungen im Streitfall nachzuweisen. Gerade für haftungsrechtliche Fragen kann dies im Nachgang von Bedeutung sein.

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Dienstleistungs­vertrag prüfen

Ihren bereits bestehenden Dienstleistungsvertrag sollten Sie ebenfalls einer umfassenden Prüfung unterziehen.

Gehen Sie jetzt auf Nummer sicher!
Von
Marjam Amirkhalily
anwalt.de-Redaktion