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Nachbarschaftsstreit - was Sie wissen und beachten müssen!

  • 2 Minuten Lesezeit

Egal, ob es um Lärmbelästigung, Grillgerüche oder herabhängende Äste geht: Streit unter Nachbarn findet tagtäglich statt und landet in vielen Fällen vor Gericht. Diese Konflikte können schnell kostenintensiv werden, wenn es zu keiner Einigung unter den Nachbarn kommt.

In diesen Fällen wird oft gestritten:

Lärm

Lärmbelästigungen sind statistisch gesehen der häufigste Grund für Beschwerden. Danach fühlen sich viele von Partys, Musik oder Heimwerkergeräuschen gestört. Um Konflikte zu vermeiden, sollte man auf die Einhaltung der Nachtruhe zwischen 22 und 6 Uhr achten. Mieter und Wohnungseigentümer müssen zudem auf die Hausordnung achten, um Streitigkeiten mit dem Vermieter oder Nachbarn zu vermeiden. In einigen Hausordnungen ist beispielsweise eine Mittagsruhe zwischen 13 und 15 Uhr vorgesehen.

Beschwerden wegen Kinderlärm oder Musizieren sind jedoch bereits mehrfach vor Gericht gescheitert. Danach müssen Nachbarn die Tatsache, dass Kinder auch nachts mal schreien bzw. in der Wohnung laut sein können, hinnehmen. Auch das Musizieren gehört zum normalen Leben und muss toleriert werden, solange nicht gegen die Nachtruhe verstoßen wird.

Grillgerüche

Wenn auf dem Balkon oder im Garten gegrillt wird, ärgern sich viele Nachbarn über den Grillgeruch oder den entstehenden Rauch. Um Ärger mit dem Nachbarn zu vermeiden, sollte man sich an Regelungen der Hausordnung halten oder dem Nachbarn rechtzeitig Bescheid geben. Auch hier sind nur übliche und sozial angemessene Emissionen zu ertragen, die Entscheidung ist aber stark vom Einzelfall abhängig.

Äste und Sträucher

Wenn Äste oder Sträucher auf das Nachbarsgrundstück ragen, sind Konflikte mit dem Nachbarn vorprogrammiert. Der Nachbar muss den Überhang nur dulden, wenn die Nutzung seines Grundstücks nicht übermäßig beeinträchtigt wird. Sorgen aber beispielsweise in sein Grundstück wachsende Äste dafür, dass kein Licht mehr auf sein Grundstück fällt, kann er von seinem Nachbarn die Beseitigung der Äste verlangen.

Tipp: Mediation bei nachbarschaftlichen Konflikten

Gelingt es den Nachbarn nicht, Streitereien in einem vernünftigen Gespräch zu beseitigen, sollten Nachbarn einen Mediator hinzuziehen, der als neutraler Dritter im Rahmen eines Mediationsverfahrens beide Parteien begleitet. Er kann dazu beitragen, Konflikte außergerichtlich zu lösen, indem er beide Seiten auf der Suche nach einer einvernehmlichen Lösung unterstützt. Dieses Vorgehen erspart allen Beteiligten hohe Gerichtskosten und führt meist schneller zur Konfliktlösung als ein langwieriger Prozess.


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